Sukkah 20

Kapitel 20

א עד מוצאי יום טוב האחרון של חג ואם התנה עליהם הכל לפי תנאו דלמא מן הצד
1 davon bis zum Ablaufe des letzten Festtages zu genießen; hat man sich dies vorbehalten, so hängt alles von seinem Vorbehalte ab. – Vielleicht an der Seite.
ב אתמר נויי סוכה אין ממעטין בסוכה אמר רב אשי ומן הצד ממעטין
2 Es wurde gelehrt: Die Verzierung der Festhütte verringert die Festhütte nicht. R. Aši sagte: An der Seite verringert sie sie wohl.
ג מנימין עבדיה דרב אשי איטמישא ליה כתונתא במיא ואשתטחא אמטללתא אמר ליה רב אשי דלייה דלא לימרו קא מסככי בדבר המקבל טומאה והא קא חזו ליה דרטיבא לכי יבשה קאמינא לך
3 Minjamin, dem Diener R. Ašis, wurde ein Gewand im Wasser durchnäßt, und er breitete es über die Festhütte aus. Da sprach R. Aši zu ihm: Nimm es fort, damit man nicht sage: sie überdachen [die Festhütte] mit einer für Unreinheit empfänglichen Sache. – Man sieht aber, daß es feucht ist!? – Ich meine, sobald es trocken ist.
ד אתמר נויי סוכה המופלגין ממנה ארבעה רב נחמן אמר כשרה רב חסדא ורבה בר רב הונא אמרי פסולה
4 Es wurde gelehrt: Ist die Verzierung vier [Handbreiten] entfernt, so ist sie, wie R. Naḥman sagt, brauchbar, und wie R. Ḥisda und Rabba b. R. Hona sagen, unbrauchbar.
ה רב חסדא ורבה בר רב הונא איקלעו לבי ריש גלותא אגנינהו רב נחמן בסוכה שנוייה מופלגין ממנה ארבעה טפחים אשתיקו ולא אמרו ליה ולא מידי אמר להו הדור בהו רבנן משמעתייהו אמרו ליה אנן שלוחי מצוה אנן ופטורין מן הסוכה
5 Einst besuchten R. Ḥisda und Rabba b. R. Hona den Exilarchen, und R. Naḥman ließ sie in einer Festhütte schlafen, in der die Verzierung vier Handbreiten entfernt war. Sie schwiegen und sagten dazu nichts. Hierauf sprach er zu ihnen: Sind die Rabbanan von ihrer Lehre zurückgetreten? Da erwiderten sie: Wir sind Boten einer gottgefälligen Handlung und von der Festhütte frei.
ו אמר רב יהודה אמר שמואל מותר לישן בכילה בסוכה אע"פ שיש לה גג והוא שאינה גבוהה עשרה
6 R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Man darf in der Festhütte unter einem Baldachin schlafen, obgleich es ein [flaches] Dach hat, jedoch nur dann, wenn es keine zehn [Handbreiten] hoch ist. –
ז תא שמע הישן בכילה בסוכה לא יצא ידי חובתו הכא במאי עסקינן כשגבוהה עשרה
7 Komm und höre: Wer in der Festhütte unter einem Baldachin schläft, hat seiner Pflicht nicht genügt!? – Hier handelt es sich um den Fall, wenn es zehn [Handbreiten] hoch ist.
ח מיתיבי הישן תחת המטה בסוכה לא יצא ידי חובתו הא תרגמה שמואל במטה גבוהה עשרה
8 Man wandte ein: Wer in der Festhütte unter einem Bett schläft, hat seiner Pflicht nicht genügt!? – Šemuél hat dies ja bereits erklärt, wenn das Bett zehn [Handbreiten] hoch ist. –
ט ת"ש או שפירס על גבי קינופות פסולה התם נמי דגביהי עשרה
9 Komm und höre: Oder es über das Himmelbett ausgebreitet, so ist sie unbrauchbar!? – Da ebenfalls, wenn es zehn [Handbreiten] hoch ist. –
י והא לא קתני הכי דתניא נקליטין שנים וקינופות ארבעה פירס על גבי קינופות פסולה על גבי נקליטין כשרה ובלבד שלא יהיו נקליטין גבוהין מן המטה עשרה מכלל דקינופות אף על פי שאין גבוהין עשרה
10 Er lehrt ja aber nicht so!? Es wird nämlich gelehrt: ‘Bettstangen’ sind zwei, das Himmelbett hat vier [Stangen]. Hat man [ein Laken] auf ein Himmelbett ausgebreitet, so ist sie unbrauchbar, wenn auf die Bettstangen, so ist sie brauchbar, nur dürfen die Bettstangen keine zehn [Handbreiten] über das Bett ragen. Demnach gilt dies vom Himmelbett, auch wenn es keine zehn [Handbreiten] hoch ist!? –
יא שאני קינופות דקביעי והרי סוכה על גבי סוכה דקביעא ואמר שמואל כהכשרה כך פסולה אמרי התם דלמפסל סוכה בעשרה הכא דלשויי אוהלא בציר מעשרה נמי הוי אוהלא
11 Anders ist es bei einem Himmelbett, da es stabil ist. – Auch eine Festhütte über einer Festhütte ist ja stabil, und Šemuél sagte, der Brauchbarkeitgleiche die Unbrauchbarkeit!? – Ich will dir sagen, da, wo die Festhütte unbrauchbar werden soll, sind zehn [Handbreiten] erforderlich, hierbei aber, wo es als Zelt gelten soll, gilt es als solches auch bei weniger als zehn Handbreiten.
יב אמר רב תחליפא בר אבימי אמר שמואל הישן בכילה ערום מוציא ראשו חוץ לכילה וקורא קריאת שמע
12 R. Taḥlipha b. Abimi sagte im Namen Šemuéls: Wer nackt unter einem Baldachinbett schläft, strecke den Kopf aus dem Baldachin und lese das Šema͑.
יג מיתיבי הישן בכילה ערום לא יוציא ראשו חוץ לכילה ויקרא קריאת שמע הכא במאי עסקינן כשגבוהה עשרה
13 Man wandte ein: Wer nackt unter einem Baldachin schläft, darf nicht den Kopf herausstrecken und das Šema͑ lesen!? – Hier handelt es sich um den Fall, wenn es zehn [Handbreiten] hoch ist.
יד ה"נ מסתברא מדקתני סיפא הא למה זה דומה לעומד בבית ערום שלא יוציא ראשו חוץ לחלון ויקרא קריאת שמע שמע מינה
14 Dies ist auch einleuchtend, denn im Schlußsatze lehrt er: dies ist ebenso, als wenn jemand sich nackt in einem Zimmer befindet, der nicht den Kopf herausstrecken und das Šema͑ lesen darf. Schließe dies hieraus.