Sukkah 43

Kapitel 43

א <big><strong>מתני׳</strong></big> סוכה המדובללת ושצילתה מרובה מחמתה כשרה המעובה כמין בית אע"פ שאין הכוכבים נראין מתוכה כשרה:
1 <b>E</b><small>INE UNDICHTE</small> F<small>ESTHÜTTE</small>, <small>DIE MEHR</small> S<small>CHATTEN ALS</small> S<small>ONNE GEWÄHRT, IST BRAUCHBAR; IST SIE DICHT WIE EIN</small> H<small>AUS, SO IST SIE, AUCH WENN MAN KEINE</small> S<small>TERNE DURCHSEHEN KANN, BRAUCHBAR</small>.
ב <big><strong>גמ׳</strong></big> מאי מדובללת אמר רב סוכה ענייה ושמואל אמר קנה עולה וקנה יורד
2 GEMARA. Was heißt ‘undicht’? – Rabh erklärte, eine dürftig [überdachte] Festhütte; Šemuél erklärte, eine Stange darüber, eine Stange darunter. Rabh lehrt hier eine [Lehre] und Šemuél lehrt zwei Lehren.
ג רב תני חדא ושמואל תני תרתי רב תני חדא סוכה מדובללת מאי מדובללת מדולדלת שצילתה מרובה מחמתה כשרה ושמואל תני תרתי מאי מדובללת מבולבלת ותרתי קתני סוכה מבולבלת כשרה וצילתה מרובה מחמתה כשרה
3 Rabh lehrt eine: eine undichte Festhütte heißt dürftig [unbedacht], die aber mehr Schatten als Sonne gewährt, ist brauchbar. Šemuél lehrt zwei: undicht heißt durcheinander, mithin lehrt er zwei [Lehren]: eine undichte Festhütte ist brauchbar, und die mehr Schatten als Sonne gewährt, ist brauchbar.
ד אמר אביי לא שנו אלא שאין בין זה לזה שלשה טפחים אבל יש בין זה לזה ג' טפחים פסולה אמר רבא אפילו יש בין זה לזה שלשה טפחים נמי לא אמרן אלא שאין בגגו טפח אבל יש בגגו טפח כשרה דאמרינן חבוט רמי
4 Abajje sagte: Dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn eine [Stange] von der anderen keine drei Handbreiten absteht, wenn sie aber voneinander drei Handbreiten abstehen, ist sie unbrauchbar. Raba sagte: auch wenn sie voneinander drei Handbreiten abstehen, gilt dies nur in dem Falle, wenn das Dach keine Handbreite hat, hat das Dach aber eine Handbreite, so ist sie brauchbar, denn wir sagen: drücke sie [fiktiv] herunter.
ה אמר רבא מנא אמינא לה דכי אית ביה טפח אמרינן חבוט רמי וכי לית ביה לא אמרינן חבוט רמי דתנן קורות הבית והעלייה שאין עליהם מעזיבה והן מכוונות טומאה תחת אחת מהן תחתיה טמא
5 Raba sprach: Woher entnehme ich, daß, wenn es eine Handbreite hat, wir sagen, man drücke es [fiktiv] herunter, und wenn es keine Handbreite hat, wir nicht sagen, man drücke es [fiktiv] herunter? Wir haben gelernt: Wenn die Balken des Erdgeschoßes und des Söllers keinen Estrich haben und genau übereinander liegen, so ist, wenn unter einem eine Unreinheit sich befindet, [der Raum] darunter unrein,
ו בין התחתונה לעליונה ביניהן טמא על גבי העליונה כנגדה עד לרקיע טמא היו העליונות כבין התחתונות טומאה תחתיהן תחת כולן טמא על גביהן כנגדן עד לרקיע טמא
6 wenn zwischen den unteren und dem oberen, [der Raum] dazwischen unrein, und wenn auf dem oberen, [der Raum] darüber bis zum Himmel unrein. Liegen die oberen wie zwischen den unteren, so ist, wenn eine Unreinheit sich unter [einem] befindet, der Raum unter allen unrein, und wenn über [einem], der Raum darüber bis zum Himmel unrein.
ז ותני עלה בד"א בזמן שיש בהן טפח וביניהן פותח טפח אבל אין ביניהן פותח טפח טומאה תחת אחת מהן תחתיה טמא ביניהן ועל גביהן טהור אלמא כי אית ביה טפח אמרינן חבוט רמי וכי לית ביה טפח לא אמרינן חבוט רמי שמע מינה
7 Hierzu wird gelehrt: Diese Worte gelten nur in dem Falle, wenn sie eine Handbreite haben und der Zwischenraum eine Handbreite im Geviert hat, wenn aber der Zwischenraum keine Handbreite im Geviert hat, so ist, wenn eine Unreinheit sich unter einem befindet, [der Raum] darunter unrein, dazwischen und darüber aber rein. Hieraus, daß, wenn es eine Handbreite hat, wir sagen, man drücke es [fiktiv] herunter, und wenn es keine Handbreite hat, wir nicht sagen, man drücke es [fiktiv] herunter. Schließe dies hieraus.
ח יתיב רב כהנא וקאמר להא שמעתא אמר ליה רב אשי לרב כהנא וכל היכא דלית ביה טפח לא אמרינן חבוט רמי
8 R. Kahana saß und trug diese Lehre vor; da sprach R. Aši zu ihm: Sagen wir denn nicht, wenn es keine Handbreite hat, man drücke es [fiktiv] herunter,
ט והא תניא קורה היוצאה מכותל זה ואינה נוגעת בכותל זה וכן שתי קורות אחת יוצאה מכותל זה ואחת יוצאה מכותל זה ואינן נוגעות זו בזו פחות משלשה אינו צריך להביא קורה אחרת שלשה צריך להביא קורה אחרת
9 es wird gelehrt: Wenn ein Querbalken aus einer Wand herausragt und die gegenüberliegende Wand nicht berührt, ebenso wenn zwei Querbalken aus zwei gegenüberliegenden Wänden herausragen und einander nicht berühren, so ist, wenn der Abstand weniger als drei [Handbreiten] beträgt, kein anderer Querbalken nötig, beträgt er aber drei [Handbreiten], so ist noch ein anderer Querbalken nötig.
י רבן שמעון בן גמליאל אומר
10 R. Šimo͑n b. Gamliél sagt,