Sukkah 51

Kapitel 51

א משום רבי שילא אמרו חתן פטור והשושבינין וכל בני החופה חייבין
1 Im Namen R. Šilas sagten sie, der Bräutigam sei frei, die Hochzeitskameraden und die zur Hochzeit Gehörigen seien verpflichtet.
ב תניא א"ר חנניא בן עקביא כותבי ספרים תפילין ומזוזות הן ותגריהן ותגרי תגריהן וכל העוסקין במלאכת שמים לאתויי מוכרי תכלת פטורין מק"ש ומן התפלה ומן התפילין ומכל מצות האמורות בתורה לקיים דברי ר' יוסי הגלילי שהיה רבי יוסי הגלילי אומר העוסק במצוה פטור מן המצוה
2 Es wird gelehrt: R. Ḥananja b. A͑qiba sagte: Schreiber von Torarollen, Tephillin und Mezuzoth, sie selbst, die Händler, und alle anderen, die sich mit Ritualien befassen, dies schließt Purpurfädenverkäufer ein, sind vom Šema͑lesen, vom Gebete, von den Tephillin und von allen in der Tora genannten Geboten frei. Zur Bestätigung der Worte R. Jose des Galiläers, denn R. Jose der Galiläer sagte, wer sich mit einem Gebote befaßt, sei von [einem anderen] Gebote frei.
ג ת"ר הולכי דרכים ביום פטורין מן הסוכה ביום וחייבין בלילה הולכי דרכים בלילה פטורין מן הסוכה בלילה וחייבין ביום הולכי דרכים ביום ובלילה פטורין מן הסוכה בין ביום ובין בלילה הולכין לדבר מצוה פטורין בין ביום ובין בלילה כי הא דרב חסדא ורבה בר רב הונא כי הוו עיילי בשבתא דרגלא לבי ריש גלותא הוו גנו ארקתא דסורא אמרי אנן שלוחי מצוה אנן ופטורין
3 Die Rabbanan lehrten: Tagreisende sind am Tage von der Festhütte frei und nachts verpflichtet; Nachtreisende sind nachts von der Festhütte frei und am Tage verpflichtet; die am Tage und nachts reisen, sind sowohl am Tage als auch nachts von der Festhütte frei; die in Angelegenheiten eines Gebotes reisen, sind sowohl am Tage als auch nachts frei. So verfuhren auch R. Ḥisda und Rabba b. R. Hona; wenn sie zum Festsabbath zum Exilarchen gingen, schliefen sie am Ufer [des Flusses] von Sura, indem sie sagten: Wir sind Boten einer gottgefälligen Handlung und [von der Festhütte] frei.
ד ת"ר שומרי העיר ביום פטורין מן הסוכה ביום וחייבין בלילה שומרי העיר בלילה פטורין מן הסוכה בלילה וחייבין ביום שומרי העיר בין ביום ובין בלילה פטורים מן הסוכה בין ביום ובין בלילה
4 Die Rabbanan lehrten: Städtische Tagwächter sind am Tage von der Festhütte frei und nachts verpflichtet; städtische Nachtwächter sind nachts von der Festhütte frei und am Tage verpflichtet; Stadtwächter für Tag und Nacht sind von der Festhütte sowohl am Tage als auch nachts frei;
ה שומרי גנות ופרדסים פטורין בין ביום ובין בלילה וליעבדי סוכה התם וליתבו אביי אמר תשבו כעין תדורו
5 Wächter von Gemüse- und Obstgärten sind sowohl am Tage als auch nachts frei. – Sie können ja eine Festhütte da errichten und darin sitzen!? Abajje erwiderte: Sitzen gleich dem Wohnen.
ו רבא אמר פרצה קוראה לגנב מאי בינייהו איכא בינייהו דקא מנטר כריא דפירי:
6 Raba erwiderte: Die Bresche lockt den Dieb. – Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? – Einen Unterschied gibt es zwischen ihnen, wenn er einen Haufen Früchte zu bewachen hat.
ז חולים ומשמשיהם: תנו רבנן חולה שאמרו לא חולה שיש בו סכנה אלא אפילו חולה שאין בו סכנה אפי' חש בעיניו ואפילו חש בראשו ארשב"ג פעם אחת חשתי בעיני בקיסרי והתיר ר' יוסי בריבי לישן אני ומשמשי חוץ לסוכה
7 K<small>RANKE UND IHRE</small> W<small>ÄRTER</small>. Die Rabbanan lehrten: Der Kranke, von dem sie sprechen, braucht nicht ein gefährlich Kranker zu sein, sondern auch wenn er nicht gefährlich krank ist; selbst wenn er nur an Augenschmerzen leidet, oder nur Kopfschmerzen hat. R. Šimo͑n b. Gamliél erzählte: Als ich einst in Cäsarea an Augenschmerzen litt, erlaubte R. Jose Berabbi mir und meinem Wärter außerhalb der Festhütte zu schlafen.
ח רב שרא לרב אחא ברדלא למגנא בכילתא בסוכה משום בקי רבא שרא ליה לרבי אחא בר אדא למגנא בר ממטללתא משום סירחא דגרגישתא
8 Rabh erlaubte R. Aḥa Bardela in der Festhütte unter einem Baldachin zu schlafen, wegen der Mücken. Raba erlaubte R. Aḥa b. Ada außerhalb der Festhütte zu schlafen, wegen des üblen Tongeruches.
ט רבא לטעמיה דאמר רבא מצטער פטור מן הסוכה והא אנן תנן חולין ומשמשיהם פטורים מן הסוכה חולה אין מצטער לא אמרי חולה הוא ומשמשיו פטורים מצטער הוא פטור משמשיו לא:
9 Raba vertrat hierbei seine Ansicht, denn Raba sagte, wer sich dabei quält, sei von der Festhütte frei. – Wir haben ja aber gelernt, Kranke und ihre Wärter seien von der Festhütte frei; nur der Kranke, nicht aber, wer sich dabei quält!? – Ich will dir sagen: der Kranke ist mit seinem Wärter frei, wer sich dabei quält, ist nur selber frei, seine Wärter aber nicht.
י אוכלים אכילת עראי חוץ לסוכה וכמה אכילת עראי אמר רב יוסף תרתי או תלת ביעי א"ל אביי והא זימנין סגיאין סגי ליה לאיניש בהכי והוה ליה סעודת קבע אלא אמר אביי כדטעים בר בי רב ועייל לכלה
10 M<small>AN DARF GELEGENTLICH AUSSERHALB DER</small> F<small>ESTHÜTTE ESSEN UND TRINKEN</small>. Was heißt ein gelegentliches Essen? R. Joseph erwiderte: Zwei oder drei Bissen. Abajje sprach zu ihm: Oft reicht dies ja für einen, somit ist es ja eine ordentliche Mahlzeit!? Vielmehr, erklärte Abajje, soviel als ein Jünger kostet, wenn er zur Vorlesung geht.
יא ת"ר אוכלין אכילת עראי חוץ לסוכה ואין ישנים שינת עראי חוץ לסוכה מ"ט אמר רב אשי גזרה שמא ירדם
11 Die Rabbanan lehrten: Man darf gelegentlich außerhalb der Festhütte essen, nicht aber darf man gelegentlich außerhalb der Festhütte schlafen. – Aus welchem Grunde? R. Aši erwiderte: Mit Rücksicht darauf, man könnte fest einschlafen.
יב א"ל אביי אלא הא דתניא ישן אדם שינת עראי בתפילין אבל לא שינת קבע ליחוש שמא ירדם אמר רב יוסף בריה דרב עילאי במוסר שינתו לאחרים
12 Abajje sprach zu ihm: Wieso wird demnach gelehrt, man dürfe gelegentlich mit den Tephillin schlafen, jedoch keinen regelmäßigen Schlaf, es ist ja zu befürchten, man könnte fest einschlafen!? R. Joseph, Sohn des R. I͑leaj, erwiderte: Wenn man seinen Schlaf anderen anvertraut.
יג מתקיף ליה רב משרשיא ערביך ערבא צריך אלא אמר רבה בר בר חנה א"ר יוחנן במניח ראשו בין ברכיו עסקינן רבא אמר אין קבע לשינה
13 R. Mešaršeja wandte ein: Dein Bürge benötigt ja eines Bürgen!? Vielmehr, erklärte Rabba b. Bar Ḥana im Namen R. Joḥanans, in dem Falle, wenn man nur den Kopf auf die Knie stützt. Raba erklärte: Beim Schlafe gibt es keine Regelmäßigkeit. –
יד תני חדא ישן אדם בתפילין שינת עראי אבל לא שינת קבע ותניא אידך בין קבע בין עראי ותניא אידך לא קבע ולא עראי לא קשיא הא דנקיט להו בידיה הא דמנחי ברישיה הא דפריס סודרא עלויה
14 Eines lehrt, man dürfe gelegentlich mit den Tephillin schlafen, jedoch keinen regelmäßigen Schlaf, ein Anderes lehrt, sowohl einen regelmäßigen, als auch einen gelegentlichen, und ein Anderes wiederum lehrt, weder einen regelmäßigen, noch einen gelegentlichen!? – Das ist kein Widerspruch; eines, wenn man sie in der Hand hält, eines, wenn man sie am Kopfe hat, und eines, wenn mit einem Gewande bedeckt. –
טו וכמה שינת עראי תני רמי בר יחזקאל כדי הילוך מאה אמה תניא נמי הכי הישן בתפילין ורואה קרי אוחז ברצועה
15 Was heißt ein gelegentlicher Schlaf? – Rami b. Jeḥezqel lehrte: Als man hundert Ellen gehen kann. Ebenso wird auch gelehrt: Wer mit den Tephillin schläft und Samenerguß bekommt, fasse sie am Riemen an,