Sukkah 56

Kapitel 56

א השוה הכתוב אשה לאיש לכל עונשין שבתורה אמר אביי לעולם סוכה הלכתא ואיצטריך ס"ד אמינא תשבו כעין תדורו מה דירה איש ואשתו אף סוכה איש ואשתו קמ"ל
1 die Schrift hat damit die Frau hinsichtlich aller Strafgesetze der Tora dem Manno gleichgestellt. Abajje erwiderte: Tatsächlich ist das Gebot der Festhütte eine überlieferte Lehre, und sie ist dennoch nötig; man könnte glauben, das Sitzen gleiche dem Wohnen, wie in der Wohnung Mann und Frau, ebenso auch in der Festhütte Mann und Frau, so lehrt er uns.
ב רבא אמר איצטריך ס"ד אמינא יליף חמשה עשר חמשה עשר מחג המצות מה להלן נשים חייבות אף כאן נשים חייבות קמ"ל
2 Raba erwiderte: [Die überlieferte Lehre] ist nötig; man könnte glauben, man folgere aus dem Worte <i>fünfzehn</i>, das auch beim Feste des Ungesäuerten gebraucht wird, wie da Frauen verpflichtet sind, ebenso seien sie auch hierbei verpflichtet, so lehrt er uns. –
ג והשתא דאמרת סוכה הלכתא קרא למה לי לרבות את הגרים סד"א (ויקרא כג, מב) האזרח בישראל אמר רחמנא ולא את הגרים קמ"ל
3 Wozu ist nun, wo du sagst, das Gebot der Festhütte sei eine überlieferte Lehre, der Schriftvers nötig? – Um Proselyten einzuschließen; man könnte glauben, der Allbarmherzige sagt ja <i>alle Eingeborenen in Jisraél,</i> nicht aber Proselyten, so lehrt er uns. –
ד יום הכפורים מדרב יהודה אמר רב נפקא לא נצרכא אלא לתוספת עינוי סד"א הואיל ומיעט רחמנא לתוספת עינוי מעונש ומאזהרה לא נתחייבו נשים כלל קמ"ל:
4 Hinsichtlich des Versöhnungstages geht es ja schon [aus der Lehre] R. Jehudas im Namen Rabhs hervor!? – Es ist wegen des Kasteiungszusatzes nötig; da der Allbarmherzige den Kasteiungszusatz von Strafe und Verwarnung ausgeschlossen hat, so könnte man glauben, Frauen seien dazu überhaupt nicht verpflichtet, so lehrt er uns.
ה אמר מר כל לרבות את הקטנים והתנן נשים ועבדים וקטנים פטורין מן הסוכה ל"ק כאן בקטן שהגיע לחינוך כאן בקטן שלא הגיע לחינוך קטן שהגיע לחינוך מדרבנן הוא מדרבנן וקרא אסמכתא בעלמא הוא:
5 Der Meister sagte: <i>Jeder,</i> dies schließt Minderjährige ein. Es wird ja aber gelehrt, Frauen, Sklaven und Minderjährige seien von der Festhütte frei!? – Das ist kein Widerspruch; das eine, wenn der Minderjährige bereits zur Einübung herangewachsen ist, und das andere, wenn der Minderjährige noch nicht zur Einübung herangewachsen ist. – Der zur Einübung herangewachsene Minderjährige ist ja nur rabbanitisch [verpflichtet]!? – Rabbanitisch, und der Schriftvers ist nur eine Anlehnung.
ו קטן שאינו צריך לאמו כו' היכי דמי קטן שאינו צריך לאמו אמרי דבי ר' ינאי כל שנפנה ואין אמו מקנחתו רבי (שמעון) אומר כל שנעור משנתו ואינו קורא אמא [אמא] גדולים נמי קרו אלא (אימא) כל שנעור ואינו קורא אמא אמא:
6 E<small>IN</small> K<small>IND, DAS SEINER</small> M<small>UTTER NICHT MEHR BEDARF</small> &amp;<small>C</small>. Welches heißt ein Kind, das seiner Mutter nicht mehr bedarf? In der Schule R. Jannajs erklärten sie: Das seine Notdurft verrichtet und seine Mutter es nicht abzuwischen braucht. R. Šimo͑n erklärte: Das beim Erwachen nicht ‘Mutter’ ruft. – Auch Erwachsene rufen ja ‘Mutter’!? – Vielmehr, das beim Erwachen nicht ruft ‘Mutter, Mutter!’
ז מעשה וילדה כלתו כו': מעשה לסתור חסורי מחסר' והכי קתני ושמאי מחמיר ומעשה נמי וילדה כלתו של שמאי הזקן ופחת את המעזיבה וסיכך על המטה בשביל הקטן:
7 A<small>LS EINST DIE</small> S<small>CHWIEGERTOCHTER</small> [Š<small>AMMAJS</small>] &amp;<small>C. NIEDERKAM</small>. Ein Tatfall zur Widerlegung!? – [Unsere Mišna] ist lückenhaft und muß wie folgt lauten: Šammaj ist hierbei erschwerend; und als einst die Schwiegertochter Šammajs des Älteren niederkam, durchbrach er den Estrich und legte des Kindes wegen Hüttenbedachung über dem Bette.
ח <big><strong>מתני׳</strong></big> כל שבעת הימים אדם עושה סוכתו קבע וביתו עראי ירדו גשמים מאימתי מותר לפנות משתסרח המקפה משלו משל למה הדבר דומה לעבד שבא למזוג כוס לרבו ושפך לו קיתון על פניו:
8 <b>W</b><small>ÄHREND ALLER SIEBEN</small> T<small>AGE MACHE MAN SEINE</small> F<small>ESTHÜTTE ZUM PERMANENTEN UND SEINE</small> W<small>OHNUNG ZUM GELEGENTLICHEN</small> [A<small>UFENTHALTE</small>]. W<small>ANN DARF MAN, WENN ES REGNET, FORTSCHAFFEN</small>? W<small>ENN DER</small> B<small>REI VERDIRBT</small>. S<small>IE SAGTEN EIN</small> G<small>LEICHNIS</small>. D<small>IES IST EBENSO, ALS WENN EIN</small> D<small>IENER SEINEM</small> H<small>ERRN EINEN</small> B<small>ECHER EINZUSCHENKEN SICH ANSCHICKT UND DIESER IHM DIE</small> K<small>ANNE INS</small> G<small>ESICHT SCHÜTTET</small>.
ט <big><strong>גמ׳</strong></big> ת"ר כל שבעת הימים אדם עושה סוכתו קבע וביתו עראי כיצד היו לו כלים נאים מעלן לסוכה מצעות נאות מעלן לסוכה אוכל ושותה ומטייל בסוכה מה"מ דת"ר (ויקרא כג, מב) תשבו כעין תדורו מכאן אמרו כל שבעת הימים עושה אדם סוכתו קבע וביתו עראי כיצד היו לו כלים נאים מעלן לסוכה מצעות נאות מעלן לסוכה אוכל ושות' ומטייל בסוכה ומשנן בסוכה
9 GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Während aller sieben Tage mache man seine Festhütte zum permanenten und seine Wohnung zum zeitweiligen [Aufenthalte]. Zum Beispiel. Hat man schöne Geräte, so bringe man sie in die Festhütte, schöne Polster, so bringe man sie in die Festhütte; auch esse, trinke und verbringe man in der Festhütte. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten: Sitzen gleich dem Wohnen; hieraus folgerten sie, daß man während aller sieben Tage seine Festhütte zum permanenten und seine Wohnung zum zeitweiligen [Aufenthalte] mache. Zum Beispiel. Hat man schöne Geräte, so bringe man sie in die Festhütte; schöne Polster, so bringe man sie in die Festhütte; auch esse, trinke, verbringe und studiere man in der Festhütte. –
י איני והאמר רבא מקרא ומתנא במטללתא ותנוי בר ממטללתא ל"ק הא במגרס הא בעיוני
10 Dem ist ja aber nicht so, Raba sagte ja: Schrift und Mišna [lese man] in der Festhütte, [Talmud] studiere man aber außerhalb der Festhütte!? – Das ist kein Einwand; das eine flüchtig, das andere erläuternd.