Sukkah 82

Kapitel 82

א (ויקרא כג, יד) עד עצם היום הזה עד עיצומו של יום וקסבר עד ועד בכלל
1 <i>bis zu diesem Tage selbst</i>, bis zum ‘selbst’ des Tages, und er ist der Ansicht, ‘bis’ heiße einschließlich. –
ב ומי סבר ליה כוותיה והא מפליג פליג עליה (דתניא) משחרב בית המקדש התקין רבן יוחנן בן זכאי שיהא יום הנף כולו אסור אמר לו רבי יהודה והלא מן התורה הוא אסור דכתיב עד עצם היום הזה עד עיצומו של יום
2 Ist er denn seiner Ansicht, er streitet ja gegen ihn!? Es wird nämlich gelehrt: Nachdem der Tempel zerstört wurde, ordnete R. Joḥanan b. Zakkaj an, daß am ganzen Schwingetage [diesjährige Feldfrucht] verboten sei. R. Jehuda sprach zu ihm: Dies ist ja auch nach der Tora verboten, denn es heißt: <i>bis zu diesem Tage selbst</i>, bis zum ‘selbst’ des Tages. –
ג רבי יהודה הוא דקא טעי הוא סבר מדרבנן קאמר ולא היא מדאורייתא קאמר והא התקין קאמר מאי התקין דרש והתקין:
3 R. Jehuda hatte ihn mißverstanden; er glaubte, jener meine es rabbanitisch; dem ist aber nicht so, er meinte nach der Tora. – Es heißt ja aber Ordnete an’!? – ‘Ordnete an’ heißt er legte [den Schriftvers] aus und ordnete es an.
ד <big><strong>מתני׳</strong></big> י"ט הראשון של חג שחל להיות בשבת כל העם מוליכין את לולביהן לבית הכנסת למחרת משכימין ובאין כל אחד ואחד מכיר את שלו ונוטלו מפני שאמרו חכמים אין אדם יוצא ידי חובתו ביום טוב הראשון בלולבו של חבירו ושאר ימות החג אדם יוצא ידי חובתו בלולבו של חבירו רבי יוסי אומר יום טוב הראשון של חג שחל להיות בשבת ושכח והוציא את הלולב לרשות הרבים פטור מפני שהוציאו ברשות:
4 <b>W</b><small>ENN DER ERSTE</small> F<small>ESTTAG AUF EINEN</small> Š<small>ABBATH FÄLLT, SO BRINGT DAS GANZE</small> V<small>OLK SEINE</small> F<small>ESTSTRÄUSSE</small> [<small>AM</small> V<small>ORABENDE</small>] <small>NACH DEM</small> B<small>ETHAUSE, UND AM NÄCHSTEN</small> M<small>ORGEN KOMMT JEDER FRÜH, ERKENNT DEN SEINIGEN UND NIMMT IHN</small>. D<small>IE</small> W<small>EISEN SAGTEN NÄMLICH, AM ERSTEN</small> F<small>ESTTAGE GENÜGE MAN SEINER</small> P<small>FLICHT NICHT MIT DEM</small> F<small>ESTSTRAUSSE SEINES</small> N<small>ÄCHSTEN, AN DEN ÜBRIGEN</small> T<small>AGEN DES</small> F<small>ESTES GENÜGE MAN SEINER</small> P<small>FLICHT AUCH MIT DEM</small> F<small>ESTSTRAUSSE SEINES</small> N<small>ÄCHSTEN</small>. R. J<small>OSE SAGT, WENN DER ERSTE</small> F<small>ESTTAG AUF EINEN</small> Š<small>ABBATH FÄLLT UND MAN VERGESSENTLICH DEN</small> F<small>ESTSTRAUSS AUF ÖFFENTLICHES</small> G<small>EBIET HINAUSTRÄGT, SO IST MAN</small> <small>FREI, WEIL MAN IHN FÜGLICH</small> <small>HINAUSGETRAGEN HAT</small>.
ה <big><strong>גמ׳</strong></big> מנה"מ דת"ר (ויקרא כג, מ) ולקחתם שתהא לקיחה ביד כל אחד ואחד לכם משלכם להוציא את השאול ואת הגזול מכאן אמרו חכמים אין אדם יוצא ידי חובתו בי"ט הראשון של חג בלולבו של חבירו אלא אם כן נתנו לו במתנה
5 GEMARA. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten: <i>Ihr sollt nehmen</i>, Das Nehmen muß durch jeden besonders erfolgen; <i>euch</i>, nur von eurem, ausgenommen das Geborgte und das Geraubte. Hieraus folgerten die Weisen, daß man am ersten Festtage seiner Pflicht nicht mit dem Feststrauße seines Nächsten genüge, es sei denn, daß dieser ihn ihm schenkt.
ו ומעשה ברבן גמליאל ורבי יהושע ורבי אלעזר בן עזריה ורבי עקיבא שהיו באין בספינה ולא היה לולב אלא לרבן גמליאל בלבד שלקחו באלף זוז נטלו רבן גמליאל ויצא בו ונתנו לרבי יהושע במתנה נטלו רבי יהושע ויצא בו ונתנו לרבי אלעזר בן עזריה במתנה נטלו רבי אלעזר בן עזריה ויצא בו ונתנו במתנה לרבי עקיבא נטלו ר"ע ויצא בו והחזירו לרבן גמליאל
6 Einst reisten R. Gamliél, R. Jehošua͑, R. Elea͑zar b. A͑zarja und R. A͑qiba auf einem Schiffe, und nur R. Gamliél hatte einen Feststrauß, den er um tausend Zuz gekauft hatte. Da nahm ihn R. Gamliél, genügte damit seiner Pflicht und schenkte ihn R. Jehošua͑: dann nahm ihn R. Jehošua͑, genügte damit seiner Pflicht und schenkte ihn R. Elea͑zar b. A͑zarja; dann nahm ihn R. Elea͑zar b. A͑zarja, genügte damit seiner Pflicht und schenkte ihn R. A͑qiba; dann nahm ihn R. A͑qiba, genügte damit seiner Pflicht und gab ihn R. Gamliél zurück. –
ז למה לי למימר החזירו מלתא אגב אורחיה קא משמע לן מתנה על מנת להחזיר שמה מתנה
7 Wozu erzählt er, daß er ihn ihm zurückgab? – Beiläufig lehrt er uns etwas: daß eine Schenkung mit der Bedingung der Rückgabe Schenkung heiße.
ח כי הא דאמר רבא הא לך אתרוג זה על מנת שתחזירהו לי נטלו ויצא בו החזירו יצא לא החזירו לא יצא
8 So sagte auch Raba: [Wenn jemand zu einem sagt:] ‘da hast du diesen Etrog mit der Bedingung, daß du ihn mir zurückgibst’, und dieser ihn nimmt und damit seiner Pflicht genügt, so hat er, wenn er ihn ihm zurückgibt, seiner Pflicht genügt, und wenn er ihn ihm nicht zurückgibt, seiner Pflicht nicht genügt. –
ט למה לי למימר שלקחו באלף זוז להודיעך כמה מצות חביבות עליהן
9 Wozu erzählt er, daß er ihn um tausend Zuz gekauft hatte? – Um dich wissen zu lassen, wie lieb ihnen die Gebote waren.
י א"ל מר בר אמימר לרב אשי אבא צלויי קא מצלי ביה מיתיבי לא יאחז אדם תפילין בידו וספר תורה בחיקו ויתפלל ולא ישתין בהן מים ולא יישן בהן לא שינת קבע ולא שינת עראי
10 Mar b. Amemar sprach zu R. Aši: Mein Vater pflegte mit diesem das Gebet zu verrichten. Man wandte ein: Man darf nicht Tephillin in seiner Hand oder eine Torarolle in seinem Schoße halten und beten; ferner darf man mit ihnen nicht urinieren, auch nicht mit ihnen schlafen, weder einen regelmäßigen Schlaf noch einen gelegentlichen Schlaf.
יא ואמר שמואל סכין וקערה ככר ומעות הרי אלו כיוצא בהן התם לאו מצוה נינהו וטריד בהו הכא מצוה נינהו ולא טריד בהו
11 Šemuél sagte: Messer, Schüssel, Brot und Geld gleichen hierin diesen. – Da ist es ja kein Gebot, und man ist dabei beunruhigt, hierbei aber ist es ein Gebot, und man ist dabei nicht beunruhigt.
יב תניא רבי אלעזר בר צדוק אומר כך היה מנהגן של אנשי ירושלים אדם יוצא מביתו ולולבו בידו הולך לבית הכנסת לולבו בידו קורא קריאת שמע ומתפלל ולולבו בידו קורא בתורה ונושא את כפיו מניחו על גבי קרקע הולך לבקר חולים ולנחם אבלים לולבו בידו נכנס לבית המדרש משגר לולבו ביד בנו וביד עבדו וביד שלוחו
12 Es wird gelehrt: R. Elea͑zar b. Çadoq erzählte: Die Leute in Jerušalem pflegten wie folgt zu verfahren. Verließ einer seine Wohnung, mit dem Feststrauße in der Hand; ging er in das Bethaus, mit dem Feststrauße in der Hand; las er das Šema͑ und verrichtete er das Gebet, mit dem Feststrauße in der Hand; las er aus der Tora oder erhob er die Hände [zum Priestersegen], so legte er ihn auf die Erde; ging er Kranke besuchen oder Leidtragende trösten, mit dem Feststrauße in der Hand; ging er ins Lehrhaus, so schickte er den Feststrauß durch einen Sohn, seinen Sklaven oder seinen Boten [nach Hause]. –
יג מאי קמ"ל להודיעך כמה היו זריזין במצות:
13 Was lehrt er uns damit? – Wie achtsam sie mit den Geboten waren.
יד רבי יוסי אומר י"ט: אמר אביי
14 R. J<small>OSE SAGT, WENN DER</small> F<small>ESTTAG</small>. Abajje sprach: