Sukkah 88

Kapitel 88

א כאן במקדש כאן בגבולין
1 eines für den Tempel und eines für die Provinz.
ב א"ר אמי ערבה צריכה שיעור ואינה ניטלת אלא בפני עצמה ואין אדם יוצא ידי חובתו בערבה שבלולב כיון דאמר מר אינה ניטלת אלא בפני עצמה פשיטא דאין אדם יוצא בערבה שבלולב
2 R. Ami sagte: Für die Bachweide ist die bestimmte Größe erforderlich, sie darf nur allein genommen werden, und man genügt seiner Pflicht nicht mit der Bachweide des Feststraußes. –
ג מהו דתימא הני מילי היכא דלא אגבהיה והדר אגבהיה אבל אגבהיה והדר אגבהיה אימא לא קמ"ל ורב חסדא א"ר יצחק אדם יוצא ידי חובתו בערבה שבלולב בי"ט ראשון של חג
3 Wenn der Meister sagt, sie dürfe nur allein genommen werden, ist es ja selbstverständlich, daß man seiner Pflicht nicht durch die Bachweide des Feststraußes genüge!? – Man könnte glauben, nur wenn man sie nicht hochhebt und wiederum hochhebt, nicht aber wenn man sie hochhebt und wiederum hochhebt, so lehrt er uns. R. Ḥisda aber sagte im Namen R. Jiçḥaqs: Man genügt am ersten Tage des Festes seiner Pflicht mit der Bachweide des Feststraußes. –
ד וכמה שיעורה אמר רב נחמן ג' בדי עלין לחין ורב ששת אמר אפילו עלה אחד ובד אחד עלה אחד ובד אחד ס"ד אלא אימא אפילו עלה אחד בבד אחד
4 Welches ist die bestimmte Größe? R. Naḥman erwiderte: Drei feuchte blättrige Zweiglein. R. Šešeth sagte: Selbst ein Zweiglein und ein Blatt. – Ein Zweiglein und ein Blatt, wie kommst du darauf!? – Sage vielmehr: selbst ein Zweiglein mit einem Blatte.
ה אמר אייבו הוה קאימנא קמיה דר"א בר צדוק ואייתי ההוא גברא ערבה קמיה שקיל חביט חביט ולא בריך קסבר מנהג נביאים הוא אייבו וחזקיה בני ברתיה דרב אייתו ערבה לקמיה דרב חביט חביט ולא בריך קא סבר מנהג נביאים הוא
5 Ajbu erzählte: Als ich einst vor R. Jiçhaq stand, brachte ihm jemand eine Bachweide, und er schlug sie, ohne den Segen zu sprechen. Er ist also der Ansicht, sie sei ein Brauch der Propheten. Ajbu und Ḥizqija, die Söhne der Tochter Rabhs, brachten Rabh eine Bachweide, und er schlug sie, ohne den Segen zu sprechen. Er ist also der Ansicht, sie sei ein Brauch der Propheten.
ו אמר אייבו הוה קאימנא קמיה דרבי אלעזר בר צדוק אתא לקמיה ההוא גברא א"ל קרייתא אית לי כרמיא אית לי זיתיא אית לי ואתו בני קרייתא ומקשקשין בכרמיא ואוכלין בזיתיא אריך או לא אריך א"ל לא אריך הוה קא שביק ליה ואזיל אמר כדו הויתי דיירי בארעא הדא מ' שנין ולא חמיתי בר אינש מהלך בארחן דתקנן כדין הדר ואתי וא"ל מאי מיעבד א"ל אפקר זיתיא לחשוכיא ותן פריטיא לקשקושי כרמים
6 Abju erzählte: Als ich einst vor R. Elie͑zer b. Jiçḥaq stand, kam jemand vor ihn und sprach: Ich besitze Dörfer, ich besitze Gärten und ich besitze Oliven; da kamen [im Siebentjahre] Dorfbewohner, gruben die Gärten um und aßen [dafür] von den Oliven; ist dies recht oder nicht? Dieser erwiderte: Es ist nicht recht. Als jener ihn verließ und fortging, sprach dieser: Bereits vierzig Jahre wohne ich in diesem Lande, und noch nie sah ich jemand, der so sehr auf rechten Pfaden wandelt, wie dieser Mann. Hierauf kam er wieder und dieser sprach zu ihm: Gib die Oliven den Armen frei, und denen, die die Gärten umgruben, gib einige Kupfermünzen. –
ז וקשקושי מי שרי והא תניא (שמות כג, יא) והשביעית תשמטנה ונטשתה תשמטנה מלקשקש ונטשתה מלסקל אמר רב עוקבא בר חמא תרי קשקושי הוו חד סתומי פילי וחד אברויי אילני אברויי אילני אסור סתומי פילי שרי
7 Ist denn das Umgraben im Siebentjähre erlaubt, es wird ja gelehrt: <i>Im siebenten Jahre sollst da es unbestellt und brach lassen</i>; unbestellt, nicht umgraben; und brach, nicht entsteinigen. R. U͑qaba b. Ḥama erwiderte: Es gibt zweierlei Arten des Umgrabens: die Ritzen ausfüllen und die Bäume kräftigen; die Bäume kräftigen ist verboten, die Ritzen ausfüllen ist erlaubt.
ח אמר אייבו משום רבי אלעזר בר צדוק אל יהלך אדם בערבי שבתות יותר מג' פרסאות אמר רב כהנא לא אמרן אלא לביתיה אבל לאושפיזיה אמאי דנקיט סמיך
8 Ajbu sagte im Namen des R. Elea͑zar b. Çadoq: Man gehe am Vorabend des Šabbaths nicht mehr als drei Parasangen. R. Kahana sprach: Dies nur nach Hause, wenn aber nach der Herberge, so rechnet man mit dem, was man bei sich hat.
ט ואיכא דאמרי אמר רב כהנא לא נצרכא אלא אפי' לביתיה אמר רב כהנא בדידי הוה עובדא ואפילו כסא דהרסנא לא אשכח:
9 Manche lesen: R. Kahana sprach: Sogar in dem Falle, wenn man nach Hause geht. R. Kahana erzählte: Mir passierte es, daß ich nicht einmal Bratfische vorfand.
י מצות לולב כיצד: תני תנא קמיה דרב נחמן סודרין על גג האיצטבא א"ל
10 W<small>IE VERFÄHRT MAN MIT DEM</small> G<small>EBOTE DES</small> F<small>ESTSTRAUSSES</small>. Ein Schüler rezitierte vor R. Naḥman: Sie ordnen sie auf dem Dache des Säulenganges. Da sprach dieser zu ihm: