Temurah 17

Kapitel 17

א בוצינא טב מקרא
1 lieber eine Gurke [sofort als später] ein Kürbis.
ב <big><strong>מתני׳</strong></big> ממירין מן הצאן על הבקר ומן הבקר על הצאן ומן הכבשים על העזים ומן העזים על הכבשים מן הזכרים על הנקבות ומן הנקבות על הזכרים מן התמימים על בעלי מומין מן בעלי מומין על התמימים
2 <b>M</b><small>AN KANN UMTAUSCHEN</small>K<small>LEINVIEH AUF</small> R<small>INDER</small>, R<small>INDER AUF</small> K<small>LEINVIEH</small>, S<small>CHAFE AUF</small> Z<small>IEGEN</small>, Z<small>IEGEN AUF</small> S<small>CHAFE</small>, M<small>ÄNNCHEN AUF</small> W<small>EIBCHEN</small>, W<small>EIBCHEN AUF</small> M<small>ÄNNCHEN</small>, F<small>EHLERFREIE AUF</small> F<small>EHLERBEHAFTETE UND</small> F<small>EHLERBEHAFTETE AUF</small> F<small>EHLERFREIE, </small>
ג שנאמר (ויקרא כז, י) לא יחליפנו ולא ימיר אותו טוב ברע או רע בטוב ואיזהו טוב ברע בעלי מומין שקדם הקדישן את מומן
3 DENN ES HEISST:<i>er soll es nicht auswechseln und nicht umtauschen, ein gutes auf ein schlechtes oder ein schlechtes auf ein gutes</i>. W<small>AS HEISST GUTES AUF SCHLECHTES</small>? D<small>EREN</small> H<small>EILIGUNG FRÜHER ERFOLGT IST ALS IHRE</small> F<small>EHLERHAFTIGKEIT</small>.
ד <big><strong>גמ׳</strong></big> מנא הני מילי דתנו רבנן (ויקרא כז, י) בהמה בבהמה מכאן שממירין מן הצאן על הבקר ומן הבקר על הצאן מן הכבשים על העזים ומן העזים על הכבשים ומן הזכרים על הנקבות ומן הנקבות על הזכרים ומן בעלי מומין על התמימים ומן התמימים על בעלי מומין
4 GEMARA. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten:<i>Ein Vieh auf ein Vieh</i>, hieraus, daß man Kleinvieh auf Rinder, Rinder auf Kleinvieh, Schafe auf Ziegen, Ziegen auf Schafe, Männchen auf Weibchen, Weibchen auf Männchen, Fehlerbehaftete auf Fehlerfreie und Fehlerfreie auf Fehlerbehaftete umtauschen kann.
ה יכול אפילו קדם מום להקדישן ת"ל לא יחליפנו ולא ימיר אותו טוב ברע או רע בטוב ואיזהו טוב ברע בעלי מומין שקדם הקדישן את מומן
5 Man könnte glauben, auch wenn ihre Fehlerhaftigkeit früher eingetreten ist als ihre Heiligung, so heißt es: <i>er soll es nicht auswechseln und nicht umtauschen, ein gutes auf ein schlechtes oder ein schlechtes auf ein gutes</i>. Was heißt gutes auf schlechtes? Fehlerbehaftete, deren Heiligung früher erfolgt ist als ihre Fehlerhaftigkeit.
ו מאי תלמודא אמר אביי נימא קרא לא יחליפנו ולא ימיר אותו טוב ברע או רע בו בטוב אחרינא ל"ל שמע מינה טוב מעיקרו עושה תמורה רע מעיקרו אין עושה תמורה
6 Wieso geht dies hieraus hervor? Abajje erwiderte: Der Schriftvers sollte ja lauten: er soll es nicht auswechseln und nicht umtauschen, ein gutes auf ein schlechtes oder ein schlechtes darauf, wozu heißt es nochmals: auf ein gutes? Schließe hieraus: war es vorher gut, so erfolgt ein Umtausch, war es vorher schlecht, so erfolgt kein Umtausch.
ז רבא אמר תרווייהו טוב ייתורי מייתרי אם כן נכתוב קרא לא יחליפנו ולא ימיר אותו ברע או רע בו למה לי למכתב תרוייהו טוב חד טוב אפי' בטוב נמי כי ממיר לקי ואידך טוב מעיקרו עושה תמורה רע מעיקרו אין עושה תמורה
7 Raba sagte: [Das Wort] <i>gutes</i> ist beide Male überflüssig; der Schriftvers sollte ja lauten: er soll es nicht auswechseln und nicht umtauschen auf ein schlechtes oder ein schlechtes darauf, wozu heißt es zweimal <i>gutes</i>? Ein <i>gutes</i> deutet darauf, daß auch wegen des Umtauschens auf ein gutes zu geißeln ist, und das andere deutet darauf, daß, wenn es vorher gut war, ein Umtausch erfolge, und wenn es vorher schlecht war, kein Umtausch erfolge. –
ח ואביי אמר קל וחומר הוא ומה טוב ברע דעלויי קא מעלי ליה לקי טוב בטוב דכי הדדי נינהו לא כל שכן דלקי
8 Und Abajje!? – Er kann dir erwidern: es ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu folgern: wenn wegen eines guten auf ein schlechtes, wobei man es bessert, zu geißeln ist, um wieviel mehr ist zu geißeln wegen eines guten auf ein gutes, die einander gleichen. –
ט ורבא אין עונשין מן הדין ואביי אמר לך הא לאו דינא הוא מי גרע טוב מרע
9 Und Raba!? – Man folgere keine Bestrafung durch einen Schluß. – Und Abajje!? – Er kann dir erwidern: dies ist keine Schlußfolgerung, denn ein gutes ist ja nicht geringer als ein schlechtes.
י תנו רבנן לא יחליפנו בשל אחרים ולא ימיר אותו בשל עצמו ולכתוב לא יחליפנו ולא בעי לא ימיר אותו
10 Die Rabbanan lehrten: <i>Er soll es nicht auswechseln</i>, auf fremdes; <i>und nicht umtauschen</i>, auf eigenes. Sollte er doch nur geschrieben haben: <i>er soll es nicht auswechseln</i>, und nicht: <i>und nicht umtauschend</i>? –
יא אי כתב הכי הוה אמינא תצא זו ותכנס זו הוא דתילקי אבל ממיר דתרווייהו קא מקדיש להו אימא לא לקי קא משמע לן
11 Würde er es so geschrieben haben, so könnte man glauben, nur wenn dieses ausscheidet und jenes eintritt, sei zu geißeln, nicht aber sei zu geißeln, wenn man umtauscht, sodaß beide heilig sind, so lehrt er uns. –
יב האי בשל אחרים היכי דמי אי נימא בהמה דהקדש דידיה וחולין דעלמא מי מצי מקדיש (ויקרא כז, יד) איש כי יקדיש את ביתו קדש לה' אמר רחמנא מה ביתו ברשותו אף כל ברשותו ואלא בהמה דהקדש דעלמא וחולין דידיה מי מתפיס בדבר שאינו שלו
12 Was heißt ‘auf fremdes’: wollte man sagen, sein geheiligtes Vieh auf ein fremdes profanes, so kann man es ja nicht heiligen, denn der Allbarmherzige sagt: <i>wenn jemand sein Haus dem Herrn weiht</i>, wie sein Haus ihm gehört, ebenso alles andere, was ihm gehört; und wenn etwa ein fremdes geheiligtes Vieh auf sein profanes, so kann er es ja nicht erfassen lassen durch das, was nicht ihm gehört!? –
יג לעולם בבהמה דהקדש דעלמא וחולין דידיה כגון דאמר מריה דבהמה דהקדש כל הרוצה להמיר בבהמתו יבא וימיר
13 Tatsächlich ein fremdes geheiligtes Vieh auf sein profanes, wenn nämlich der Eigentümer des geheiligten Viehs gesagt hat: wer es auf sein Vieh umtauschen will, komme und tausche es um.
יד <big><strong>מתני׳</strong></big> ממירין אחד בשנים ושנים באחד אחד במאה ומאה באחד ר"ש אומר אין ממירין אלא אחד באחד שנאמר (ויקרא כז, י) והיה הוא ותמורתו יהיה קדש מה הוא מיוחד אף היא מיוחדת
14 <b>M</b><small>AN KANN UMTAUSCHEN EINES AUF ZWEI UND ZWEI AUF EINES, EINES AUF HUNDERT UND HUNDERT AUF EINES</small>. R. Š<small>IMO͑N SAGT, MAN KÖNNE NUR EINES AUF EINES UMTAUSCHEN, DENN ES HEISST</small>:<i>so sei es und sein Eingetauschtes heilig</i>, <small>WIE ES SELBST EINES IST, EBENSO AUCH DIESES EINES</small>.
טו <big><strong>גמ׳</strong></big> מנא ה"מ דת"ר בהמה בבהמה מכאן שממירין אחד בב' וב' באחד אחד במאה ומאה באחד ר"ש אומר אין ממירין אלא אחד באחד שנאמר בהמה בבהמה ולא בהמה בבהמות ולא בהמות בבהמה
15 GEMARA. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten: <i>Ein Vieh auf ein Vieh</i>, hieraus, daß man eines auf zwei und zwei auf eines, eines auf hundert und hundert auf eines umtauschen kann. R. Šimo͑n sagt, man könne nur eines auf eines umtauschen, denn es heißt: <i>ein Vieh auf ein Vieh</i>, nicht aber ein Vieh auf Viehe und nicht Viehe auf ein Vieh.
טז אמר לו מצינו בהמות שקרויה בהמה שנאמר (יונה ד, יא) ובהמה רבה ור"ש בהמה רבה איקרי בהמה סתם לא איקרי
16 Man erwiderte ihm: Wir finden, daß Viehe ‘Vieh’ genannt werden, denn es heißt:<i>und viel Vieh</i>. – Und R. Šimo͑n!? – Sie heißen wohl ‘viel Vieh’, nicht aber ‘Vieh’ schlechthin. –
יז וטעמא דר"ש משום בהמה הוא והא טעמא דר"ש משום הוא מה הוא מיוחד אף תמורה מיוחדת
17 Ist denn der Grund R. Šimo͑ns, weil es <i>ein Vieh</i> heißt, der Grund R. Šimo͑ns ist ja, weil es <i>es</i> heißt, wie es selbst eines ist, ebenso auch das Eingetauschte, wenn es eines ist!? –
יח מעיקרא אמר להן ר"ש מן והיה הוא ותמורתו וכי חזא דדרשי רבנן מבהמה בבהמה אמר להם איהו מהתם נמי מצינן למילף טעמא דידי
18 Zuerst folgerte es R. Šimo͑n aus [den Worten:] <i>so sei es und sein Eingetauschtes</i>, als er aber sah, daß die Rabbanan es folgern aus [den Worten:] <i>ein Vieh auf ein Vieh</i>, sprach er zu ihnen: auch meine Begründung ist hierauszu entnehmen.
יט אמר ר"ל מודה ר"ש שממירין וחוזרין וממירין מ"ט קדושה ראשונה דהקדש להיכן הלכה ורבי יוחנן אמר כשם שאין ממירין ב' באחד כן אין ממירין וחוזרין וממירין
19 Reš Laqiš sagte: R. Šimo͑n pflichtet bei, daß man umtauschen und wiederum umtauschenkönne, denn wo sollte die Heiligkeit des ersten hingekommensein? R. Johanan aber sagt, wie man nicht eines auf zwei umtauschen kann, ebenso kann man nicht umtauschen und wiederum umtauschen. Es gibt eine Lehre übereinstimmend mit R. Joḥanan, und es gibt eine Lehre übereinstimmend mit Reš Laqiš.
כ תניא כוותיה דרבי יוחנן תניא כוותיה דר"ל תניא כוותיה דרבי יוחנן כשם שאין ממירין אחד בשנים כך אין ממירין וחוזרין וממירין תניא כוותיה דר"ל יכול כשם שאר"ש שאין ממירין שנים באחד כך אין ממירין וחוזרין וממירין ת"ל והיה הוא ותמורתו אפילו במאה
20 Es gibt eine Lehre übereinstimmend mit R. Joḥanan: Wie man nicht eines auf zwei umtauschen kann, ebenso kann man nicht umtauschen und wiederum umtauschen. Es gibt eine Lehre übereinstimmend mit Reš Laqiš: Man könnte glauben, wie R. Šimo͑n sagt, man könne nicht eines auf zwei umtauschen, ebenso könne man nicht umtauschen und wiederum umtauschen, so heißt es: <i>so sei es und sein Eingetauschtes heilig</i>, auch hundert.
כא בעי רבי אבין לדברי האומר אין ממירין וחוזרין וממירין הפריש אשם להתכפר בו והמיר בו
21 R. Abin fragte: Wie ist es nach demjenigen, welcher sagt, man könne nicht umtauschen und wiederum umtauschen, wenn jemand sein Schuldopfer zur Sühne abgesondert und es umgetauscht hat,