Temurah 5

Kapitel 5

א על של חבירו טובת הנאה שלו
1 wenn jemand von seinem [Getreide] die Hebe für einen anderen entrichtet, so gehört der Dank ihm.
ב א"ל התם הוא דקאתי מכח ישראל משום הכי אזלינן בתר מתכפר והוה ליה תחילתו וסופו ביד ישראל אבל הכא הכי קא מיבעיא ליה מי בעינן מתחילה ועד סוף דתיקו ברשות מאן דעביד תמורה תיקו
2 Dieser erwiderte: Da, wo es von einem Jisraéliten kommt, richten wir uns nach dem, der die Sühne erlangt, denn es war von Anfang bis Ende in der Hand eines Jisraéliten, hierbei aber ist folgendes fraglich: muß es von Anfang bis Ende im Besitze dessen sein, der es umtauscht? – Dies bleibt unentschieden.
ג אמר מר מוקדשי עובדי כוכבים לא נהנין ולא מועלין לא נהנין מדרבנן ולא מועלין מדאורייתא
3 Der Meister sagte: Von Opfertieren von Nichtjuden darf man nichts genießen, und man begeht an ihnen keine Veruntreuung. Man darf nichts genießen, rabbanitisch, und man begeht an ihnen keine Veruntreuung, nach der Tora. –
ד מ"ט דכתיב (ויקרא ה, טו) נפש כי תמעול מעל וחטאה בשגגה וילפינן חטא חטא מתרומה ובתרומה כתיב (במדבר יח, כג) בני ישראל ולא עובדי כוכבים
4 Weshalb? – Es heißt:<i>wenn jemand eine Veruntreuung begeht und versehentlich sündigt</i>; wir folgern durch [das Wort] <i>Sünde</i>, das auch bei der Hebe gebrauchtwird, und bei der Hebe heißt es: <i>Kinder Jisraél</i>, nicht aber Nichtjuden.
ה ואין חייבין עליהם משום פיגול נותר וטמא דכתיב בה בטומאה (ויקרא כב, ב) דבר אל אהרן ואל בניו וינזרו מקדשי בני ישראל ולא יחללו את שם [וגו']
5 «Man ist ihretwegen nicht schuldig wegen Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinem.» Von der Unreinheit heißt es:<i>rede zu Ahron und seinen Söhnen, daß sie sich fern halten von den Heiligtümern der Kinder Jisraél und nicht entweihen &amp;c</i>.,
ו ויליף נותר חילול חילול מטומאה דכתיב גבי טומאה (ויקרא כב, ב) בני ישראל ולא יחללו וגו' וכתיב גבי נותר (ויקרא יט, ח) ואוכליו עונו ישא כי את קדש ה' חלל
6 und man folgere hinsichtlich des Übriggebliebenen durch [das Wort] <i>entweihen</i> vom Unreinen; beim Unreinen heißt es:<i>der Kinder Jisraél, und sie sollen nicht entweihen &amp;c</i>., und beim Übriggebliebenen heißt es:<i>und wer es ißt, ladet eine Schuld auf sich, denn er hat das Heilige des Herrn entweiht</i>.
ז ויליף פיגול עון עון מנותר דכתיב גבי פיגול (ויקרא ז, יח) והנפש האוכלת ממנו עונה תשא וכתיב גבי נותר (ויקרא יט, ח) ואוכליו עונו ישא כי את קדש ה' חלל וכולהו בני ישראל ולא עובדי כוכבים
7 Ferner folgere man hinsichtlich des Verwerflichen durch [das Wort] <i>Schuld</i> vom Übriggebliebenen, denn beim Verwerflichen heißt es:<i>und die Person, die davon ißt, ladet Schuld auf sich</i>, und beim Übriggebliebenen heißt es:<i>und wer es ißt, ladet Schuld auf sich, denn er hat das Heilige des Herrn entweiht</i>. Und bei diesen allen heißt es: <i>die Kinder Jisraél</i>, nicht aber Nichtjuden.
ח ואין עושין תמורה דכתיב (ויקרא כז, י) לא יחליפנו ולא ימיר וכתיב בריש ענין (ויקרא כז, ב) דבר אל בני ישראל (לאמר) איש כי יפליא נדר בערכך
8 «Sie werden nicht umgetauscht.» Denn es heißt:<i>er darf es nicht auswechseln und er darf es nicht umtauschen</i>, und am Beginne dieses Abschnittes heißt es:<i>rede zu den Kindern Jisraél also: Wenn jemand ein Gelübde ausspricht, die Schätzung</i>.
ט לישנא אחרינא ואין עושין תמורה מ"ט דאיתקשא תמורת בהמה למעשר בהמה ומעשר בהמה למעשר דגן וגבי מעשר דגן כתיב (במדבר יח, כד) (כל) [כי את] מעשר בני ישראל אשר ירימו לה' בני ישראל ולא עובדי כוכבי'
9 Eine andere Lesart: Sie werden nicht umgetauscht. Aus welchem Grunde? Man vergleiche den Umtausch eines Viehs mit dem Viehzehnten und den Viehzehnten mit dem Getreidezehnten, und beim Getreidezehnten heißt es:<i>denn den Zehnten der Kinder Jisraél, den sie dem Herrn abheben</i>, der Kinder Jisraél, nicht aber der Nichtjuden.
י ואין מביא (עליהן) נסכים אבל קרבנו טעון נסכים דברי רבי שמעון מנה"מ דתנו רבנן (במדבר טו, יג) אזרח אזרח מביא נסכים ואין העובד כוכבים מביא נסכים יכול לא תהא עולתו טעונה נסכים ת"ל ככה
10 «Sie bringen kein Gußopfer dar; ihre Opfer aber benötigen des Gußopfers – so R. Šimo͑n». Woher dies? – Die Rabbanan lehrten:<i>Eingeborener</i>, ein Eingeborener bringt Gußopfer dar, nicht aber bringt ein Nichtjude Gußopfer dar. Man könnte glauben, auch sein Brandopfer benötige nicht des Gußopfers, so heißt es<i>so</i>.
יא אמר ר' יוסי רואה אני בכולן להחמיר מאי טעמא (ויקרא כב, יח) לה' כתיב ביה
11 «R. Jose sprach: Ich finde, daß bei allen zu erschweren ist.» Aus welchem Grunde? – Bei ihnen heißt es:<i>für den Herrn</i>.
יב בד"א בקדשי מזבח אבל בקדשי בדק הבית מועלין בהן מ"ט דכי גמרינן מעילה חטא חטא מתרומה דומיא דתרומה דקדוש קדושת הגוף אבל בקדושת בדק הבית דקדושת דמים לא
12 «Dies gilt nur vom Geheiligten für den Altar, am Geheiligten für den Tempelreparaturfonds aber begeht man eine Veruntreuung.» Aus welchem Grunde? – Wenn wir auch hinsichtlich der Veruntreuung durch [das Wort] <i>Sünde</i> von der Hebe folgern,so gilt dies nur dann, wenn es der Hebe gleicht, die an sich heilig ist, nicht aber vom Geheiligten für den Tempelreparaturfonds, von dem nur der Geldwert heilig ist.
יג אמר רב יהודה אמר רב כל לא תעשה בתורה עשה בה מעשה חייב לא עשה בה מעשה פטור
13 R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Wegen aller Verbote der Tora ist man, wenn man dabei eine Tätigkeit ausgeübt hat, schuldig, und wenn man dabei keine Tätigkeit ausgeübt hat, frei. –
יד וכללא הוא דלאו שאין בו מעשה פטור והרי מימר דלאו שאין בו מעשה הוא ולקי דתנן לא שהוא רשאי להמיר אלא שאם המיר מומר וסופג את הארבעים
14 Ist es denn eine stichhaltige Regel, daß man wegen eines Verbotes, wobei keine Tätigkeit ausgeübt wird, frei ist, das Umtauschen ist ja ein Verbot, wobei keine Tätigkeit ausgeübt wird, und man ist dieserhalb zu geißeln!? Wir haben nämlich gelernt: Nicht etwa, daß man umtauschen darf, sondern daß, wenn jemand umgetauscht hat, der Umtausch gültig ist, und er erhält die vierzig Geißelhiebe. –
טו אמר לך רב הא מני רבי יהודה היא דאמר לאו שאין בו מעשה לוקין עליו
15 Rabh kann dir erwidern: Hier ist die Ansicht R. Jehudas vertreten, welcher sagt, wegen eines Verbotes, wobei keine Tätigkeit ausgeübt wird, sei zu geißeln. –
טז ומי מצית מוקמת למתניתין כר' יהודה והא אוקימתא לרישא דלא כרבי יהודה דקתני הכל ממירין הכל לאיתויי מאי לאיתויי יורש ודלא כרבי יהודה
16 Wieso kannst du unsere Mišna R. Jehuda addizieren, du hast ja beim Anfangsatze erklärt, sie vertrete nicht die Ansicht R. Jehudas!? Dieser lehrt, jeder könne umtauschen, und [du erklärtest, das Wort] ‘jeder’ schließe den Erben ein, nicht wie R. Jehuda. –
יז האי תנא סבר לה כוותיה בחדא דלאו שאין בו מעשה לוקין עליו ופליג עליה בחדא דאילו רבי יהודה סבר יורש אינו סומך יורש אינו ממיר ותנא דידן סבר יורש סומך יורש ממיר
17 Dieser Autor ist seiner Ansicht in einer Hinsicht, daß wegen eines Verbotes, wobei keine Tätigkeit ausgeübt wird, zu geißeln sei, und streitet gegen ihn in einer Hinsicht, denn R. Jehuda ist der Ansicht, der Erbe könne nicht stützen und der Erbe könne nicht umtauschen, während unser Autor der Ansicht ist, der Erbe könne stützen und der Erbe könne umtauschen.
יח אמר רב אידי בר אבין אמר רב עמרם א"ר יצחק א"ר יוחנן משום ר' יוסי הגלילי כל לא תעשה שבתורה עשה בו מעשה לוקה לא עשה בו מעשה פטור חוץ מנשבע ומימר ומקלל חבירו בשם אף על פי שלא עשה מעשה חייב משום רבי יוסי ברבי חנינא אמרו אף המקדים תרומה לביכורים
18 R. Idi b. Abin sagte im Namen des R. A͑mram im Namen des R. Jiçḥaq im Namen des R. Johanan im Namen R. Jose des Galiläers: Wegen aller Verbote der Tora ist man, wenn man dabei eine Tätigkeit ausgeübt hat, zu geißeln, und wenn man dabei keine Tätigkeit ausgeübt hat, frei, ausgenommen das Schwören, das Umtauschen und das Fluchen (seines Nächsten) beim Gottesnamen; obgleich man dabei keine Tätigkeit ausübt, ist man schuldig. Im Namen des R. Jose b. R. Ḥanina sagten sie, auch wenn man die Hebe vor den Erstlingen entrichtet.
יט נשבע מנלן א"ר יוחנן משום ר"מ אמר קרא (שמות כ, ז) כי לא ינקה ה' את אשר ישא את שמו לשוא בית דין של מעלה
19 Woher dies vom Schwören? R. Joḥanan erwiderte im Namen des R. Meír: Die Schrift sagt:<i>denn der Herr läßt den nicht ungestraft, der seinen Namen freventlich ausspricht</i>; das Gericht droben