Temurah 50

Kapitel 50

א המשחרר חצי עבדו יצא לחירות גיטו וידו באין כאחת
1 [Rabbi sagt,] wenn jemand die Hälfte seines Sklaven freiläßt, gehe er frei aus, denn seine Freilassungsurkunde und seine Handkommen gleichzeitig,
ב ואי אמרת שיירו משוייר עובר לאו ירך אמו הוא אמאי זכתה לו והא תניא נראין שהעבד זוכה לקבל גט שחרור של חברו מיד רבו שאינו שלו ולא מיד רבו שלו אלא ש"מ אם שיירו אינו משוייר ותיובתא דרבי יוחנן תיובתא
2 wieso aber erwirbt sie sie für dieses, wenn du sagst, was man zurückläßt, bleibe zurück, und die Geburt sei nicht Glied der Mutter, es wird ja gelehrt, es sei einleuchtend, daß ein Sklave die Freilassungsurkunde seines Nächsten aus der Hand eines fremden Herrn eignen kann, nicht aber aus der Hand seines eigenen Herrn!? Hieraus ist also zu entnehmen, daß das, was man zurückläßt, nicht zurückbleibe, und dies ist eine Widerlegung R. Joḥanans. Eine Widerlegung.
ג לימא אם שיירו משוייר תנאי היא דתניא האומר לשפחתו הרי את בת חורין וולדך עבד ולדה כמוה דברי ר' יוסי הגלילי וחכמים אומרים דבריו קיימין משום שנאמר (שמות כא, ד) האשה וילדיה תהיה לאדוניה
3 Es wäre anzunehmen, daß darüber, ob das, was man zurückläßt, zurückbleibe, Tannaím streiten, denn es wird gelehrt: Wenn jemand zu seiner Sklavin gesagt hat: du werde frei und deine Geburt sei Sklave, so gleicht ihre Geburt ihr selber– so R. Jose der Galiläer. Die Weisen sagen, seine Worte seien gültig, denn es heißt:<i>das Weib und ihre Kinder verbleiben ihrem Herrn</i>, –
ד קרא מאי תלמודא לרבנן אמר רבא (אמר) קרא לרבי יוסי הגלילי דקתני ולדה כמוה שנאמר האשה וילדיה תהיה לאדוניה בזמן שהאשה לאדוניה ולדה לאדוניה
4 Welche Stütze ist der Schriftvers für die Rabbanan? Raba erwiderte: Der Schriftvers bezieht sich auf R. Jose den Galiläer; dieser lehrt, die Geburt gleiche ihr, denn es heißt: <i>das Weib und ihre Kinder verbleiben ihrem Herrn</i>. [Nur] wenn das Weib ihrem Herrn gehört, gehören auch ihre Kinder dem Herrn.
ה מאי לאו בהא קמיפלגי דרבי יוסי סבר שיירו אינו משוייר ורבנן סברי משוייר
5 Ihr Streit besteht wahrscheinlich in folgendem: R. Jose ist der Ansicht, was man zurückläßt, bleibe nicht zurück, und die Rabbanan sind der Ansicht, es bleibe zurück. –
ו אמר לך ר' יוחנן דכולי עלמא שיירו משוייר והכא היינו טעמא דאמר קרא האשה וילדיה תהיה לאדוניה
6 R. Joḥanan kann dir erwidern: alle sind der Ansicht, was man zurückläßt, bleibe zurück, hierbei aberaus folgendem Grunde: die Schrift sagt: <i>das Weib und ihre Kinder verbleiben ihrem Herrn</i>.
ז אלא ודאי לימא כי הני תנאי דתניא השוחט את החטאת ומצא בה בן ד' חי תני חדא אין נאכלת אלא לזכרי כהונה ואינה נאכלת אלא ליום אחד ואינה נאכלת אלא לפנים מן הקלעים
7 Vielmehr streiten hierüber folgende Tannaím: (Es wird gelehrt:) Wenn jemand ein Sündopfer schlachtet und darin eine lebende Vier[monats]geburt findet, so darf sie, wie Eines lehrt, nur von Männern der Priesterschaft, und nur einen Tag, und nur innerhalb der Vorhänge gegessen werden,
ח ותניא אידך נאכלת לכל אדם ונאכלת בכל מקום ונאכלת לעולם
8 und wie ein Anderes lehrt, von jedem Menschen, an jedem Orte und unbeschränkte Zeit gegessen werden.
ט מאי לאו תנאי דת"ק סבר שיירו אינו משוייר ומר סבר שיירו משויר
9 Wahrscheinlich streiten hierüber Tannaím: der erste Autor ist der Ansicht, was man zurückläßt, bleibe nicht zurück, und der andere ist der Ansicht, was man zurückläßt, bleibe zurück. –
י אמר לך רבי יוחנן דכ"ע אם שיירו משוייר והני תנאי בהא קמיפלגי דמר סבר ולדי קדשים בהוייתן הן קדושים ומר סבר ולדי קדשים במעי אמן הן קדושים
10 R. Joḥanan kann dir erwidern: alle sind der Ansicht, was man zurückläßt, bleibe zurück, und diese Tannaím streiten über folgendes: einer ist der Ansicht, die Geburten der Opfertiere seien heilig, erst wenn sie da sind, und einer ist der Ansicht, die Geburten der Opfertiere seien heilig schon im Leibe ihrer Mutter.
יא ואיבעית אימא לא קשיא כאן בשהקדישה ולבסוף נתעברה
11 Wenn du aber willst, sage ich: dies ist kein Widerspruch; eines gilt von dem Falle, wenn man es geheiligt hat und es nachher trächtig wurde,
יב כאן בשנתעברה ולבסוף הקדישה
12 und eines von dem Falle, wenn es trächtig war und man es nachher geheiligt hat.
יג מתקיף לה רבא ממאי דטעמא דרבי יוחנן אם שיירו משוייר דלמא היינו טעמא דר' יוחנן דאדם מתכפר בשבח הקדש
13 Raba wandte ein: Woher, daß der Grund R. Joḥanans ist, weil das, was man zurückläßt, zurückbleibe, vielleicht ist der Grund R. Joḥanans, weil man durch den Zuwachs des Opfertieres Sühne erlangenkönne!?
יד אמר ליה רב המנונא רבי אלעזר תלמידיה דרבי יוחנן ויתיב לקמיה דרבי יוחנן ולא אהדר ליה האי שינויא ואת אמרת טעמא דר' יוחנן משום דאדם מתכפר בשבח הקדש
14 R. Hamnuna erwiderte ihm: R. Elea͑zar war ein Schüler R. Joḥanans, und er saß vor R. Joḥanan, der ihm diese Antwort nicht gab, und du sagst, der Grund R. Joḥanans sei, weil man durch den Zuwachs des Opfertieres Sühne erlangen könne.
טו אם משאמר הרי זו שלמים נמלך כו' פשיטא ולדן שלמים אלא כל אימת דבעי מימלך
15 W<small>ENN EU ABER, NACHDEM ER ‘DIESES SELBST SEI EIN</small> H<small>EILSOPFER’ GESAGT HAT, SICH ÜBERLEGT &amp;C</small>. Selbstverständlich ist es das Junge eines Heilsopfers, sollte er denn, so lange er will, sich überlegen dürfen!?
טז אמר רב פפא לא נצרכה אלא שאמר בתוך כדי דיבור מהו דתימא תוך כדי דיבור כדיבור והאי עייוני הוא דקמעיין קמ"ל
16 R.Papa erwiderte: Dies gilt von dem Falle, wenn er es innerhalb der Zeit, in der man einen Satzausspricht, gesagt hat; man könnte glauben, innerhalb dieser Zeit gelte es als ein Satz, nur habe er darüber nachgedacht, so lehrt er uns.
יז <big><strong>מתני׳</strong></big> הרי זו תמורת עולה תמורת שלמים הרי זו תמורת עולה דברי רבי מאיר
17 <b>S</b><small>AGTE JEMAND</small>:] <small>DIESES SEI</small> E<small>INGETAUSCHTES AUF DAS</small> B<small>RANDOPFER</small>, E<small>INGETAUSCHTES AUF DAS</small> H<small>EILSOPFER, SO IST ES</small> E<small>INGETAUSCHTES AUF DAS</small> B<small>RANDOPFER – SO</small> R. M<small>EÍR</small>.
יח אמר רבי יוסי אם לכן נתכוין תחלה הואיל ואי אפשר לקרות ב' שמות כאחת דבריו קיימים ואם משאמר תמורת עולה נמלך ואמר תמורת שלמים הרי זו תמורת עולה
18 R. J<small>OSE SPRACH</small>: H<small>AT ER ES</small><small>VON VORNHEREIN BEABSICHTIGT, SO SIND, DA MAN NICHT ZWEI</small> N<small>AMEN GLEICHZEITIG AUSSPRECHEN KANN, SEINE</small> W<small>ORTE GÜLTIG</small>, <small>WENN ER ABER, NACHDEM ER</small> ‘E<small>INGETAUSCHTES AUF DAS</small> B<small>RANDOPFER’ GESAGT HAT, SICH ÜBERLEGT UND SAGT</small>: E<small>INGETAUSCHTES AUF DAS</small> H<small>EILSOPFER, SO IST ES</small> E<small>INGETAUSCHTES EINES</small> B<small>RANDOPFERS</small>.