Temurah 61

Kapitel 61

א ולד טרפה כו' למ"ד טרפה (אינה) ילדה משכחת לה כגון שנטרפה ולבסוף עיברה
1 D<small>AS</small> J<small>UNGE DES</small> T<small>OTVERLETZTEN &amp;C</small>. Nach demjenigen, welcher sagt, das Totverletzte könne gebären, kann dies in dem Falle vorkommen, wenn es totverletzt war und nachher trächtig wurde,
ב ובהא פליגי דר' אליעזר סבר זה וזה גורם אסור ורבנן סברי זה וזה גורם מותר
2 und ihr Streit besteht in folgendem: R. Elie͑zer ist der Ansicht, was beide veranlassen, sei verboten, und die Rabbanan sind der Ansicht, was beide veranlassen, sei erlaubt.
ג למ"ד טריפה אינה חיה משכחת לה כגון שעיברה ולבסוף נטרפה ובהא פליגי דר' אליעזר סבר עובר ירך אמו הוא ורבנן סברי עובר לאו ירך אמו הוא
3 Und nach demjenigen, welcher sagt, das Totverletzte könne nicht gebären, kann es in dem Falle vorkommen, wenn es trächtig war und nachher totverletzt wurde, und ihr Streit besteht in folgendem: R. Elie͑zer ist der Ansicht, die Geburt sei ein Glied der Mutter, und die Rabbanan sind der Ansicht, die Geburt sei nicht Glied, der Mutter.
ד א"ר הונא מודים חכמים לר' אליעזר באפרוח ביצת טרפה שאסור מ"ט ע"כ לא פליגי עליה דרבי אליעזר אלא בולד בהמה דמאוירא קא רביא אבל ביצת טרפה מגופה דתרנגולתא קא רביא אפי' רבנן מודו
4 R. Hona sagte: Die Weisen pflichten R. Elie͑zer bei hinsichtlich eines Küchleins von einem Ei einer totverletzten [Henne], daß es verboten sei. – Aus welchem Grunde? – Sie streiten gegen R. Elie͑zer nur hinsichtlich des Jungen eines Viehs, das sich in der Luftentwickelt, hinsichtlich des Eies einer Totverletzten aber, das sich vom Körper der Henne entwickelt, pflichten auch die Rabbanan bei.
ה א"ל רבא לרב הונא תניא דמסייע לך מלא תרוד רימה הבאה מאדם חי רבי אליעזר מטמא וחכמים מטהרין עד כאן לא פליגי רבנן עליה אלא ברימה דפירשא בעלמא הוא אבל ביצה דמגופה דתרנגולת הוא אפילו רבנן מודו
5 Raba sprach zu R. Hona: Es gibt eine Lehre als Stütze für dich: Ein Löffelvoll Moder von einem lebenden Menschen ist nach R. Elie͑zer verunreinigend und nach den Weisen rein. Die Rabbanan streiten gegen ihn nur über den Moder, der [vom Körper] getrennt ist, bei einem Eiaber, das vom Körper der Henne kommt, pflichten auch die Rabbanan bei.
ו א"ל אביי אדרבה איפכא מסתברא ע"כ לא פליג ר' אליעזר עלייהו דרבנן אלא ברימה דאיקרי אדם מחיים רימה דכתיב (איוב כה, ו) ותקות אנוש רמה ובן אדם תולעה
6 Abajje sprach zu ihm: Im Gegenteil, das Entgegengesetzte ist ja einleuchtend: R. Elie͑zer streitet gegen die Rabbanan nur über den Moder, weil der Mensch schon bei Lebzeiten Moder genannt wird, wie es heißt:<i>nun gar der Mensch, Moder, und der Menschensohn, Gewürm</i>,
ז אבל גבי ביצה [אימת גדלה לכי מסרחא וכי אסרחא עפרא בעלמא הוא] אפי' ר"א מודה ועוד תניא בהדיא מודה ר"א לחכמים באפרוח ביצת טרפה שמותר א"ל אי תניא תניא
7 bei einem Ei aber pflichtet auch R. Elie͑zer bei. Ferner wird ausdrücklich gelehrt: R. Elie͑zer pflichtet den Weisen bei, daß das Küchlein von einem Ei einer totverletzten [Henne] erlaubt sei. Dieser erwiderte: Ist dies gelehrt worden, so ist es gelehrt worden.
ח רבי חנינא בן אנטיגנוס אומר כשרה כו' מ"ט אילימא דמפטמא מינה אלא מעתה האכילה כרשיני ע"ז ה"נ דאסירא
8 R. Ḥ<small>ANINA B</small>. A<small>RTIGONOS SAGT, WENN EIN TAUGLICHES &amp;C</small>. Aus welchem Grunde, wollte man sagen, weil es von diesem gemästet wird, so müßte es demnach verboten sein, auch wenn man ihm Wicken vom Götzendienste zu fressen gegeben hat!?
ט אלא תני ר' חנינא טריטאה קמיה דרבי יוחנן כגון שהניקה חלב רותח משחרית לשחרית הואיל ויכולה לעמוד עליה מעת לעת
9 Vielmehr, lehrte R. Ḥanina aus Ṭriṭa vor R. Joḥanan, wenn es jeden Morgen die warme Milch gesogen hat, weil es damit von einer Stunde bis zur gleichen Stundeauskommen kann.
י כל הקדשים שנעשו טרפה אין פודין כו' מנא ה"מ דת"ר (דברים יב, טו) תזבח ולא גיזה ואכלת ולא לכלביך בשר ולא חלב מכאן שאין פודים את הקדשים להאכילן לכלבים
10 A<small>LLE</small> O<small>PFERTIERE, DIE TOTVERLETZT WURDEN, DÜRFEN NICHT AUSGELÖST WERDEN &amp;C</small>. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten:<i>Du sollst schlachten</i>, aber nicht scheren; <i>du sollst essen</i>, aber nicht für deine Hunde; <i>Fleisch</i>, aber nicht Talg. Hieraus, daß man nicht Heiliges auslösen darf, um es Hunden zum Fressen zu geben.
יא איכא דאמרי תזבח ואכלת אין לך בהן היתר אלא משעת זביחה ואילך קסבר פודין את הקדשים להאכילן לכלבים
11 Manche lesen: <i>Du sollst schlachten und essen</i>, du darfst davon essen erst nach dem Schlachten. Er ist der Ansicht, man dürfe Heiliges auslösen, um es den Hunden zum Fressen zu geben.
יב <br><br><big><strong>הדרן עלך כל האסורין</strong></big><br><br>
12 
יג מתני׳ <big><strong>יש</strong></big> בקדשי מזבח שאין בקדשי בדק הבית ויש בקדשי בדק הבית שאין בקדשי מזבח
13 <b>M</b>ANCHES <small>GILT BEIM</small> G<small>EHEILIGTEN FÜR DEN</small> A<small>LTAR, WAS NICHT BEIM</small> G<small>EHEILIGTEN FÜR DEN</small> T<small>EMPELREPARATURFONDS, UND MANCHES BEIM</small> G<small>EHEILIGTEN FÜR DEN</small> T<small>EMPELREPARATURFONDS, WAS NICHT BEIM</small> G<small>EHEILIGTEN FÜR DEN</small> A<small>LTAR</small>.
יד שקדשי מזבח עושין תמורה וקדשי בדק הבית אין עושין תמורה קדשי מזבח חייבין עליו משום פיגול נותר וטמא
14 D<small>AS</small> G<small>EHEILIGTE FÜR DEN</small> A<small>LTAR KANN UMGETAUSCHT WERDEN</small>, G<small>EHEILIGTES FÜR DEN</small> T<small>EMPELREPARATURFONDS KANN NICHT UMGETAUSCHT WERDEN; BEIM</small> G<small>EHEILIGTEN FÜR DEN</small> A<small>LTAR IST MAN SCHULDIG WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM</small>, Z<small>URÜCKGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM, </small>