Yevamot 121

Kapitel 121

א קברי עובדי כוכבים אינן מטמאין באהל שנא' (יחזקאל לד, לא) ואתן צאני צאן מרעיתי אדם אתם אתם קרויין אדם ואין העובדי כוכבים קרויין אדם
1 Die Gräber der Nichtjuden verunreinigen nichtdurch Bezeltung, denn es heißt: <i>ihr aber seid meine Schafe, die Schafe meiner Weide, Menschen seid ihr;</i> ihr heißt Menschen, die weltlichen Völker aber heißen nicht Menschen.
ב מיתיבי (במדבר לא, מ) ונפש אדם ששה עשר אלף משום בהמה
2 Man wandte ein: <i>Und sechzehntausend Menschenseelen</i>!? – [Als Gegensatz] zum Vieh. –
ג (יונה ד, יא) אשר יש בה הרבה משתים עשרה רבוא אדם אשר לא ידע בין ימינו לשמאלו (ובהמה רבה) משום בהמה
3 [Es heißt ja]: <i>in der mehr als zwölf Myriaden Menschen sind, die zwischen rechts und links nicht zu unterscheiden wissen, dazu vieles Vieh</i>!? – [Als Gegensatz] zum Vieh. –
ד (במדבר לא, יט) כל הורג נפש וכל נוגע בחלל תתחטאו דלמא איקטיל חד מישראל ורבנן לא נפקד ממנו איש ור' שמעון בן יוחי לא נפקד ממנו איש לעבירה
4 [Es heißt ja:] <i>jeder, der einen Menschen erschlagen, und jeder, der einen Erschlagenen berührt hat, ihr sollt euch reinigen</i>!? – Vielleicht war einer von den Jisraéliten erschlagen worden. – Und die Rabbanan!? – [Es heißt:] <i>es fehlt von uns kein Mann. –</i> Und R. Šimo͑n b. Joḥaj!? – Es fehlt von uns kein Mann, hinsichtlich der Sündhaftigkeit.
ה רבינא אמר נהי דמעטינהו קרא מאטמויי באהל דכתיב (במדבר יט, יד) אדם כי ימות באהל ממגע ומשא מי מעטינהו קרא:
5 Rabina erwiderte: Allerdings hat sie die Schrift hinsichtlich der Verunreinigung durch Bezeltung ausgeschlossen, denn es heißt: <i>wenn ein Mensch in einem Zelte stirbt,</i> aber hat sie die Schrift etwa hinsichtlich [der Verunreinigung] durch Berühren und Tragen ausgeschlossen!?
ו <big><strong>מתני׳</strong></big> אירס את האלמנה ונתמנה להיות כהן גדול יכנוס ומעשה ביהושע בן גמלא שקדש את מרתא בת ביתוס ומנהו המלך להיות כה"ג וכנסה שומרת יבם שנפלה לפני כהן הדיוט ונתמנה להיות כה"ג אע"פ שעשה בה מאמר הרי זה לא יכנוס:
6 <b>W</b><small>ENN ER SICH MIT EINER</small> W<small>ITWE VERLOBT UND DARAUF ZUM</small> H<small>OCHPRIESTER GEWÄHLT WIRD, SO DARF ER SIE HEIRATEN</small>. S<small>O EREIGNETE ES SICH MIT</small> J<small>EHOŠUA͑, DEM</small> S<small>OHNE</small> G<small>AMLAS; NACHDEM ER SICH DIE</small> M<small>ARTHA</small>, T<small>OCHTER DES</small> B<small>OËTHOS, ANGETRAUT HATTE, ERNANNTE IHN DER</small> K<small>ÖNIG ZUM</small> H<small>OCHPRIESTER, UND ER HEIRATETE SIE.</small> W<small>ENN DIE</small> A<small>NWÄRTERIN DER</small> S<small>CHWAGEREHE EINEM GEMEINEN</small> P<small>RIESTER ZUFÄLLT UND ER ZUM</small> H<small>OCHPRIESTER GEWÄHLT WIRD, SO DARF ER SIE, SELBST WENN ER AN SIE BEREITS DIE</small> E<small>HEFORMEL GERICHTET HAT, NICHT HEIRATEN.</small>
ז <big><strong>גמ׳</strong></big> ת"ר מנין שאם אירס את האלמנה ונתמנה להיות כהן גדול שיכנוס ת"ל (ויקרא כא, יד) יקח אשה א"ה שומרת יבם נמי אשה ולא יבמה:
7 GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Woher, daß, wenn er sich mit einer Witwe verlobt und darauf zum Hochpriester gewählt wird, er sie heiraten darf? Es heißt: <i>nehme er sich zur Frau</i>. – Demnach sollte dies auch von der Anwärterin der Schwagerehe gelten!? – <i>Frau,</i> nicht aber eine Schwägerin.
ח מעשה ביהושע וכו': מנהו אין נתמנה לא אמר רב יוסף קטיר קחזינא הכא דאמר רב אסי תרקבא דדינרי עיילה ליה מרתא בת ביתוס לינאי מלכא עד דמוקי ליה ליהושע בן גמלא בכהני רברבי:
8 S<small>O EREIGNETE ES SICH MIT</small> J<small>EHOŠUA͑</small> &amp;<small>C</small>. Er ernannte ihn, er war also nicht gewählt worden. R. Joseph sagte: Ich sehe hier eine Verbündung. R. Asi sagte nämlich: Einen Trikab Denare zahlte Martha, Tochter des Boëthos, an den König Jannaj, bis er Jehošua͑, den Sohn Gamlas, zum Hochpriester ernannte.
ט <big><strong>מתני׳</strong></big> כהן גדול שמת אחיו חולץ ולא מייבם:
9 E<small>IN</small> H<small>OCHPRIESTER, DESSEN</small> B<small>RUDER GESTORBEN IST, VOLLZIEHE DIE</small> Ḥ<small>ALIÇA UND NICHT DIE</small> S<small>CHWAGEREHE</small>.
י <big><strong>גמ׳</strong></big> קא פסיק ותני לא שנא מן האירוסין ולא שנא מן הנשואין בשלמא מן הנשואין עשה ולא תעשה הוא ואין עשה דוחה ל"ת ועשה אלא מן האירוסין יבא עשה וידחה את לא תעשה
10 GEMARA. Er lehrt dies allgemein, ob nach der Verlobung oder nach der Verheiratung; allerdings nach der Verheiratung, denn hierbei liegt ein Gebot und ein Verbot vor, und das Gebot verdrängt nicht ein Verbot und ein Gebot, wenn aber nach der Verlobung, sollte doch das Gebot das Verbot verdrängen!? –
יא גזירה ביאה ראשונה אטו ביאה שניה:
11 Bei der ersten Beiwohnung ist die folgende Beiwohnung berücksichtigt worden.
יב <big><strong>מתני׳</strong></big> כהן הדיוט לא ישא אילונית אלא א"כ יש לו אשה ובנים רבי יהודה אומר אע"פ שיש לו אשה ובנים לא ישא אילונית שהיא זונה האמורה בתורה וחכמים אומרים אין זונה אלא גיורת ומשוחררת ושנבעלה בעילת זנות:
12 <b>E</b><small>IN GEMEINER</small> P<small>RIESTER DARF KEINE</small> S<small>TERILE HEIRATEN, ES SEI DENN, DASS ER</small> F<small>RAU UND</small> K<small>INDER HAT.</small> R. J<small>EHUDA SAGT, AUCH WENN ER</small> F<small>RAU UND</small> K<small>INDER HAT, DÜRFE ER KEINE</small> S<small>TERILE HEIRATEN, DENN DIESE</small> <small>IST UNTER</small> ‘H<small>URE</small>’ <small>ZU VERSTEHEN, VON DER DIE</small> S<small>CHRIFT SPRICHT.</small> D<small>IE</small> W<small>EISEN SAGEN, UNTER</small> ‘H<small>URE</small>’ <small>SEIEN NUR DIE</small> P<small>ROSELYTIN, DIE FREIGELASSENE</small> S<small>KLAVIN</small> <small>UND DIE IN</small> U<small>NZUCHT</small> B<small>ESCHLAFENE</small> <small>ZU VERSTEHEN.</small>
יג <big><strong>גמ׳</strong></big> א"ל ריש גלותא לרב הונא מ"ט משום פריה ורביה אפריה ורביה כהנים הוא דמפקדי וישראל לא מפקדי אמר ליה משום דקא בעי למיתני סיפא רבי יהודה אומר אע"פ שיש לו אשה
13 GEMARA. Der Exilarch sprach zu R. Hona: Wohl wegen der Fortpflanzung, – ist denn die Fortpflanzung nur Priestern und nicht Jisraéliten geboten!? – Vielmehr, da er im Schlußsatze lehren will: R. Jehuda sagt, auch wenn er Frau