Yevamot 161

Kapitel 161

א לימא תיהוי תיובתא דרב המנונא דאמר שומרת יבם שזינתה פסולה ליבמה לא הוא הדין אפילו לאחר נמי ואיידי דתנא רישא בדידיה תנא נמי סיפא בדידיה:
1 demnach wäre dies eine Widerlegung des R. Hamnuna, welcher sagte, eine Anwärtern! der Schwagerehe, die gehurt hat, sei ihrem Schwager verboten? – Nein, dasselbe gilt auch von einem anderen, da er aber im Anfangsatze von ihm selbst lehrt, lehrt er auch im Schlußsatze von ihm selbst.
ב וכן איילונית שחלצו לה אחין כו': טעמא דבעלוה הא לא בעלוה לא כמאן דלא כרבי יהודה דאי רבי יהודה האמר איילונית זונה היא:
2 E<small>BENSO HABEN DIE</small> B<small>RÜDER</small>, <small>WENN SIE AN DER</small> S<small>TERILEN DIE</small> Ḥ<small>ALIÇA VOLLZOGEN HABEN</small> &amp;<small>C</small>. Nur wenn sie ihr beigewohnt haben, nicht aber, wenn sie ihr nicht beigewohnt haben; nicht nach R. Jehuda, denn R. Jehuda sagt, die Sterile gelte als Hure.
ג <big><strong>מתני׳</strong></big> סריס חמה כהן שנשא בת ישראל מאכילה בתרומה רבי יוסי ור"ש אומרים אנדרוגינוס כהן שנשא בת ישראל מאכילה בתרומה
3 <b>W</b><small>ENN EIN</small> P<small>RIESTER</small>, <small>DER</small> N<small>ATURKASTRAT IST</small>, <small>EINE</small> J<small>ISRAÉLITIN GEHEIRATET HAT</small>, <small>SO BERECHTIGT ER SIE</small> H<small>EBE ZU ESSEN</small>. R. J<small>OSE UND</small> R. Š<small>IMO͑N SAGEN</small>, <small>WENN EIN</small> P<small>RIESTER</small>, <small>DER</small> Z<small>WITTER IST</small>, <small>EINE</small> J<small>ISRAÉLITIN GEHEIRATET HAT</small>, <small>BERECHTIGE ER SIE</small> H<small>EBE ZU ESSEN</small>.
ד ר' יהודה אומר טומטום שנקרע ונמצא זכר לא יחלוץ מפני שהוא כסריס אנדרוגינוס נושא אבל לא נישא ר' אליעזר אומר אנדרוגינוס חייבין עליו סקילה כזכר:
4 R. J<small>EHUDA SAGT</small>, <small>EIN</small> G<small>ESCHLECHTSLOSER</small>, <small>DER AUFGERISSEN</small> <small>UND ALS</small> M<small>ANN BEFUNDEN WIRD</small>, <small>VOLLZIEHE DIE</small> Ḥ<small>ALIÇA NICHT</small>, <small>WEIL ER EINEM</small> K<small>ASTRATEN GLEICHT</small>. D<small>ER</small> Z<small>WITTER KANN HEIRATEN</small>, <small>ABER NICHT GEHEIRATET WERDEN</small>. R. E<small>LIE͑ZER SAGT</small>, <small>WEGEN DES</small> Z<small>WITTERS</small> <small>MACHE MAN SICH DER</small> S<small>TEINIGUNG SCHULDIG</small>, <small>WIE WEGEN EINES</small> M<small>ANNES</small>.
ה <big><strong>גמ׳</strong></big> פשיטא מהו דתימא מוליד מאכיל שאינו מוליד אינו מאכיל קמ"ל:
5 GEMARA. Selbstverständlich!? – Man könnte glauben, der Zeugungsfähige berechtige zu essen, der Zeugungsunfähige berechtige nicht zu essen, so lehrt er uns.
ו רבי יוסי ורבי שמעון אומרים אנדרוגינוס: אמר ר"ל מאכילה בתרומה ואין מאכילה בחזה ושוק רבי יוחנן אומר אף מאכילה בחזה ושוק ולריש לקיש מאי שנא חזה ושוק דאורייתא תרומה נמי דאורייתא
6 R. J<small>OSE UND</small> R. Š<small>IMO͑N SAGEN</small> &amp;<small>C</small>. <small>DER</small> Z<small>WITTER</small> &amp;<small>C</small>. Reš Laqiš sagte: Er berechtigt sie Hebe zu essen, nicht aber Brust und Schenkel zu essen. R. Joḥanan aber sagt, er berechtige sie auch Brust und Schenkel zu essen. – Nach Reš Laqiš gilt dies wohl von Brust und Schenkel deshalb, weil diese nach der Tora [zu entrichten] sind, und dies gilt ja auch von der Hebe nach der Tora!? –
ז הכא במאי עסקינן בתרומה בזמן הזה דרבנן אבל בזמן שבהמ"ק קיים מאי לא אדתני אין מאכילה בחזה ושוק ליפלוג וליתני בדידה בד"א בתרומה דרבנן אבל בתרומה דאורייתא לא
7 Hier wird von der Hebe in der Jetztzeit gesprochen, die rabbanitisch ist. – Weshalb lehrt er, wenn dies nicht von der Zeit gilt, wo der Tempel besteht, daß er sie Brust und Schenkel zu essen nicht berechtigt, sollte er doch bei [der Hebe] selbst einen Unterschied machen: dies gilt nur von der rabbanitischen Hebe, nicht aber von der Hebe der Tora!? –
ח הכי נמי קאמר כשהוא מאכילה מאכילה בתרומה בזה"ז דרבנן ואין מאכילה בזמן חזה ושוק ואפילו בתרומה דרבנן דלמא אתי לאוכלה בתרומה דאורייתא
8 Das sagt er auch: er berechtigt sie Hebe zu essen nur in der Jetztzeit, wo sie rabbanitisch ist, nicht aber berechtigt er sie dazu zur Zeit, wo Brust und Schenkel [zu entrichten sind], nicht einmal zur rabbanitischen Hebe, denn er könnte veranlaßt werden, sie Hebe der Tora essen zu lassen.
ט ור' יוחנן אמר אף מאכילה בחזה ושוק א"ל ר' יוחנן לר"ל מי סברת תרומה בזה"ז דרבנן א"ל אין שאני שונה עיגול בעגולים עולה
9 «R. Joḥanan aber sagt, er berechtige sie auch Brust und Schenkel zu essen.» R. Joḥanan sprach zu Reš Laqiš Du bist wohl der Ansicht, die Hebe sei in der Jetztzeit rabbanitisch? Dieser erwiderte: Allerdings, ich lese: ein Feigenkuchen unter Feigenkuchen geht auf.
י אמר ליה והלא אני שונה חתיכה בחתיכות עולה מי סברת כל שדרכו לימנות שנינו את שדרכו לימנות שנינו
10 Jener entgegnete: ich lese: ein Stück unter Stücken. Du glaubst wohl, die Lesart sei: wer zu zählen pflegt, die Lesart ist: was man zu zählen pflegt. –
יא מאי היא דתנן מי שהיו לו חבילי תלתן של כלאי הכרם ידלקו נתערבו באחרות
11 Welches Bewenden hat es damit? – Wir haben gelernt: Wenn jemand Bündel Bockshornklee von Mischfrucht eines Weinberges hat, so müssen alle verbrannt werden; sind sie mit anderen vermischt worden,