Yevamot 166

Kapitel 166

א אין אדם אוסר דבר שאינו שלו
1 niemand könne das verboten machen, was nicht ihm gehört.
ב איבעיא להו באנדרוגינוס מה לי אמר שמואל ת"ש דאמר שמואל לרב ענן ליתא לברייתא מקמי מתני'
2 Sie fragten: Was sagte Šemuél hinsichtlich des Zwitters? – Komm und höre: Šemuél sagte zu R. A͑nan, wegen unserer Mišna sei die Barajtha nicht aufrecht zu erhalten. –
ג הרכבה מה לי אמר שמואל תא שמע דא"ל שמואל לרב ענן תני כמאן דאמר שלשה ושלשים
3 Was sagte Šemuél hinsichtlich des Pfropfens? – Komm und höre: Šemuél sagte zu R. A͑nan: lehre wie derjenige, welcher sagt: drei und dreißig. –
ד קושי מה לי אמר רב תיקו
4 Was sagte Rabh hinsichtlich der schweren Geburt? – Dies bleibt unentschieden. –
ה קידוש מה לי אמר רב אמר רב יוסף ת"ש דאמר רב הונא אמר רב אין הלכה כרבי יוסי אמר ליה אביי מאי חזית דסמכת אהא סמוך אהא דאמר רב אדא אמר רב הלכה כרבי יוסי אמרי בי רב מנו רב הונא ורב הונא אמר אין הלכה:
5 Was [sagte Rabh] hinsichtlich der Verbotenmachung? R. Joseph erwiderte: Komm und höre: R. Hona sagte im Namen Rabhs, die Halakha sei nicht wie R. Jose. Abajje sprach zu ihm: Was veranlaßt dich, dich hierauf zu stützen, stütze dich doch auf das, was R. Ada im Namen Rabhs gesagt hat, daß nämlich die Halakha wie R. Jose sei!? – ‘In der Schule Rabh sagten sie’, das ist R. Hona, und R. Hona sagte, die Halakha sei nicht wie er.
ו רבי יהודה אומר טומטום וכו': א"ר אמי מאי עביד ליה רבי יהודה לטומטום דבירי דאותבוה אבי כורסיה ואיקרע ואוליד שבע בנין ור' יהודה א"ל חזר על בניו מאין הם
6 R. J<small>EHUDA SAGT</small>, <small>WENN EIN</small> G<small>ESCHLECHTSLOSER</small> &amp;<small>C</small>. R. Ami sprach: Was macht R. Jehuda mit dem Geschlechtslosen in Biri, den man auf einen Stuhl gelegt und aufgerissen hat, worauf er sieben Söhne zeugte!? – Und R. Jehuda!? – Forsche man doch nach, von wem seine Kinder sind.
ז תניא ר' יוסי בר' יהודה אומר טומטום לא יחלוץ שמא יקרע ונמצא סריס חמה אטו כל דמקרע זכר הוי הכי קאמר שמא יקרע ונמצא נקבה ואפילו נמצא זכר שמא ימצא סריס חמה
7 Es wird gelehrt: R. Jose b. R. Jehuda sagte: Der Geschlechtslose vollziehe nicht die Ḥaliça, denn er könnte aufgerissen werden und ein Naturkastrat sein. – Ist denn jeder, der aufgerissen wird, ein Mann!? – Er meint es wie folgt: er könnte aufgerissen werden und ein Weib sein, und selbst wenn ein Mann, könnte er Naturkastrat sein. –
ח מאי בינייהו אמר רבא לפסול במקום אחין ולחלוץ שלא במקום אחין איכא בינייהו
8 Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? Raba erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich der Untauglichmachung, falls Brüder vorhanden sind, und der Vollziehung der Ḥaliça, falls keine Brüder vorhanden sind.
ט אמר רב שמואל בר יהודה א"ר אבא אחוה דר' יהודה בר זבדי אמר רב יהודה אמר רב אנדרוגינוס חייבין עליו סקילה משתי מקומות מיתיבי רבי אליעזר אמר אנדרוגינוס חייבין עליו סקילה כבזכר בד"א בזכרות שלו אבל בנקבות שלו פטור
9 R. Šemuél b. Jehuda sagte im Namen R. Abbas, des Bruders des R. Jehuda b. Zabhdi, im Namen R. Jehudas im Namen Rabhs: Wegen des Zwitters macht man sich wegen beider Stellen der Steinigung schuldig. Man wandte ein: R. Elie͑zer sagt, wegen des Zwitters mache man sich der Steinigung schuldig, wie wegen eines Mannes. Dies nur, wenn an seiner männlichen Stelle, wegen seiner weiblichen aber ist man frei!? –
י הוא דאמר כי האי תנא דתניא רבי סימאי אומר אנדרוגינוס חייבין עליו סקילה משתי מקומות מ"ט דרבי סימאי אמר רבא בר המדורי אסברא לי (ויקרא יח, כב) ואת זכר לא תשכב משכבי אשה אי זהו זכר שיש בו שני משכבות הוי אומר זה אנדרוגינוס
10 Er ist der Ansicht des Autors der folgenden Lehre: R. Simaj sagt, wegen des Zwitters mache man sich der Steinigung schuldig, wegen beider Stellen. – Was ist der Grund des R. Simaj? Raba erwiderte: Bar Hamduri erklärte es mir: <i>deinen Mann sollst du nicht beschlafen, wie man ein Weib beschläft</i>, und ein Mann, bei dem es zweierlei Beschlafungen gibt, ist der Zwitter. –
יא ורבנן אע"ג דאית ביה שני משכבות את זכר כתיב
11 Und die Rabbanan!? – Trotzdem es bei ihm zweierlei Beschlafungen gibt; es heißt: <i>einen Mann</i>. –
יב ורבנן זכר גרידא מנא להו מאשה באשה שלא כדרכה מנא להו מואשה
12 Woher entnehmen es die Rabbanan hinsichtlich eines gewöhnlichen Mannes!? – Aus <i>und einen</i>. – Woher entnehmen sie es hinsichtlich der widernatürlichen Art bei einem Weibe? – Aus [dem Worte] <i>Weib</i>.
יג אמר רב שזבי אמר רב חסדא לא לכל א"ר אליעזר אנדרוגינוס זכר מעליא הוא שאם אתה אומר כן במוקדשין יקדש
13 R. Šezbi sagte im Namen R. Ḥisdas: Nicht in jeder Hinsicht sagt R. Elie͑zer, der Zwitter gelte als richtiger Mann, denn wenn dem so wäre, sollte [ein zwitterhaftes Vieh] als Opfer geheiligt werden können. –
יד ומנלן דלא קדש דת"ר הנרבע והמוקצה והנעבד והאתנן ומחיר וטומטום ואנדרוגינוס מטמאין בגדים אבית הבליעה
14 Woher, daß ein solches nicht geheiligt werden kann? – Die Rabbanan lehrten: Das zur Bestialität verwandte, für den Götzendienst abgesonderte, angebetete, als Hurengabe oder Hundelohn entrichtete, das geschlechtslose und das zwitterhafte [Geflügel] macht im Schlunde die Kleider unrein.
טו רבי אליעזר אומר טומטום ואנדרוגינוס אין מטמאין בגדים אבית הבליעה שהיה ר"א אומר כל מקום שנאמר זכר ונקבה אתה מוציא טומטום ואנדרוגינוס מביניהם ועוף הואיל ולא נאמר בו זכר ונקבה אי אתה מוציא טומטום ואנדרוגינוס מביניהם:
15 R. Elie͑zer sagte nämlich: Überall, wo es männlich und weiblich heißt, sind Geschlechtslose und Zwitter auszuschließen, beim Geflügel aber heißt es nicht männlich und weiblich, somit sind bei diesem Geschlechtslose und Zwitter nicht auszuschließen.
טז אר"נ בר יצחק אף אנן נמי תנינא רבי אליעזר אומר
16 R. Naḥman b. Jiçḥaq sagte: Auch wir haben demgemäß gelernt: R. Elie͑zer sagt,