Yevamot 185

Kapitel 185

א קונם שאני עושה לפיך אין צריך להפר
1 [Sagte sie:] Qonam sei meine Arbeit für deinen Mund, so braucht er [das Gelübde] nicht aufzuheben.
ב ר"ע אומר יפר שמא תעדיף עליו יותר מן הראוי לו
2 R. A͑qiba sagt, er müsse es aufheben, weil sie mehr betragen kann, als ihm zukommt. –
ג הא איתמר עלה א"ר הונא בריה דרב יהושע באומרת יקדשו ידי לעושיהם דידים איתנהו בעלמא
3 Hierzu wurde gelehrt: R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, erklärte, wenn sie gesagt hat: meine Hände sollen ihrem Schöpfer geweiht sein, und ihre Hände sind auf der Welt vorhanden.
ד ופליגא דרב נחמן בר יצחק דאמר רב נחמן בר יצחק רב הונא כרב ורב כרבי ינאי ורבי ינאי כרבי חייא ור' חייא כרבי ורבי כרבי מאיר ור"מ כרבי אליעזר בן יעקב ור' אליעזר בן יעקב כר' עקיבא דאמר אדם מקנה דבר שלא בא לעולם
4 Er streitet somit gegen R. Naḥman b. Jiçḥaq, denn R. Naḥman b. Jiçḥaq sagte: R. Hona ist [derselben Ansicht] wie Rabh, Rabh wie R. Jannaj, R. Jannaj wie R. Ḥija, R. Ḥija wie Rabbi, Rabbi wie R. Meír, R. Meír wie R. Elie͑zer b. Ja͑qob, und R. Elie͑zer b. Ja͑qob wie R. A͑qiba, welcher sagt, man könne das zueignen, was noch nicht auf die Welt gekommen ist.
ה רב הונא מאי היא דאיתמר המוכר פירות דקל לחברו אמר רב הונא עד שלא באו לעולם יכול לחזור בו משבאו לעולם אין יכול לחזור בו
5 R. Hona, denn es wurde gelehrt: Wenn jemand seinem Nächsten die Früchte einer Dattelpalme verkauft hat, so kann er, wie R. Hona sagt, bevor sie auf die Welt gekommen sind, zurücktreten, nachdem sie aber auf die Welt gekommen sind, nicht mehr zurücktreten,
ו ור"נ אמר אף משבאו לעולם יכול לחזור בו אמר רב נחמן מודינא דאי שמיט ואכיל לא מפקינן מיניה
6 und R. Naḥman sagt, auch nachdem sie auf die Welt gekommen sind, zurücktreten. R. Naḥman sprach: Ich pflichte bei, daß, wenn [der Käufer] sie bereits verzehrt hat, man sie ihm nicht abnehmen kann.
ז רב דאמר רב הונא אמר רב האומר לחברו שדה זו שאני לוקח לכשאקחנה קנויה לך מעכשיו קנה
7 Rabh, denn R. Hona sagte im Namen Rabhs: Wenn jemand zu seinem Nächsten spricht: dieses Feld, das ich kaufen will, sei, sobald ich es gekauft habe, dir von jetzt ab zugeeignet, so hat dieser es erworben.
ח רבי ינאי כרבי חייא דרבי ינאי הוה ליה אריסא דהוה מייתי ליה כנתא דפירי כל מעלי שבתא ההוא יומא נגה ליה ולא אתא שקל עשר מפירי דביתיה עלייהו אתא לקמיה דרבי חייא
8 R. Jannaj wie R. Ḥija: R. Jannaj hatte einen Pächter, der ihm jeden Vorabend des Šabbaths einen Korb Früchte brachte. Einst wurde es spät und dieser kam nicht, da entrichtete er für diese den Zehnten von anderen Früchten, die er zuhause hatte. Als er hierauf zu R. Ḥija kam,
ט א"ל שפיר עבדת דתניא (דברים יד, כג) למען תלמד ליראה את ה' אלהיך כל הימים אלו שבתות ויו"ט למאי הלכתא אילימא לעשורי ומיכל איצטריך קרא למישרי טלטול דרבנן
9 sprach dieser zu ihm: Du hast recht getan, denn es wird gelehrt: <i>Damit du lernst, den Herrn, deinen Gott, alle Tage zu fürchten</i>, das sind die Šabbathe und die Festtage, In welcher Hinsicht, wenn hinsichtlich der Verzehntung zum Essen, so ist ja kein Schriftvers nötig, das rabbanitisch [verbotene] Umhertragen zu erlauben;