Yevamot 199

Kapitel 199

א בריה בפני עצמה נינהו עבד נמי דלמא אתי לאסוקי מתרומה ליוחסין ערל וטמא משום דמאיסי נושא אשה שאינה הוגנת לו משום קנסא אלא אשה מאי טעמא לא
1 weil sie eigenartige Geschöpfe sind, desgleichen vom Sklaven, weil man ihn auf Grund der Hebe in den Priesterstand erheben könnte, auch vom Unbeschnittenen und vom Unreinen, weil sie widerwärtig sind, und ferner von dem, der eine für ihn unwürdige Frau geheiratet hat, als Maßregelung, weshalb aber keiner Frau!? –
ב פליגי בה רב פפא ורב הונא בריה דרב יהושע חד אמר משום גרושה וחד אמר משום יחוד
2 Hierüber streiten R. Papa und R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑; einer sagt, wegen der Geschiedenen, und einer sagt, wegen des Alleinseins. –
ג מאי בינייהו איכא בינייהו בי דרי דמקרב למתא ולא שכיחי בהו אינשי אי נמי דמרחק ושכיחי בה אינשי
3 Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? – Ein Unterschied besteht zwischen ihnen, wenn die Tenne nahe der Stadt ist, und Menschen da nicht verkehren, oder sie fern [von der Stadt] ist, und Menschen da verkehren.
ד וכולן משגרין להם לבתיהן חוץ מטמא ונושא אשה שאינה הוגנת לו אבל ערל משגרינן ליה מאי טעמא
4 «Diesen allen darf man sie ins Haus schicken, ausgenommen der Unreine und der, der eine für ihn unwürdige Frau geheiratet hat.» Demnach darf man einem Unbeschnittenen schicken, wohl deshalb,
ה משום דאניס טמא נמי הא אניס האי נפיש אונסיה והאי לא נפיש אונסיה
5 weil es ein Zwangsfall ist, und auch beim Unreinen liegt ja ein Zwangsfall vor!? – Bei jenem ist der Zwang größer, bei diesem ist der Zwang geringer.
ו תנו רבנן העבד והאשה אין חולקין להם תרומה בבית הגרנות ובמקום שחולקין נותנין לאשה תחלה ופוטרין אותה מיד מאי קאמר
6 Die Rabbanan lehrten: Einen Sklaven und einer Frau verabreiche man keine Hebe in der Tenne. In Orten, da man zu verabreichen pflegt, gebe man zuerst der Frau und fertige sie sofort ab. – Wie meint er es? –
ז הכי קאמר במקום שחולקין מעשר עני נותנין לאשה תחלה מ"ט משום זילותא
7 Er meint es wie folgt: was man [jedem] verabreicht, den Armenzehnten, gebe man zuerst der Frau, wegen der Entwürdigung,
ח אמר רבא מרישא כי הוו אתו גברא ואתתא לדינא קמאי הוה שרינא תיגרא דגברא ברישא אמינא דמיחייב במצות כיון דשמענא להא שרינא תיגרא דאתתא ברישא מ"ט משום זילותא:
8 Raba sagte: Früher pflegte ich, wenn ein Mann und eine Frau vor mir zu Gericht erschienen, zuerst die Streitsache des Mannes zu schlichten, weil ich mir sagte, ein Mann ist den Geboten unterworfen; seitdem aber ich dies gehört habe, schlichte ich die Streitsache der Frau zuerst, wegen der Entwürdigung.
ט הגדילו התערובות וכו': שיחררו אי בעי אין אי לא בעי לא ואמאי לישא שפחה אינו יכול בת חורין אינו יכול אמר רבא אימא כופין אותן ומשחררין זה את זה:
9 W<small>ENN DIE</small> V<small>ERMISCHTEN ERWACHSEN &amp;C</small>. ‘Freigelassen haben’, nur wenn sie es wollen, sonst aber nicht; weshalb denn, sie können ja weder Sklavinnen noch Freie heiraten!? Raba erwiderte: Sage: man zwinge sie, sich gegenseitig freizulassen.
י נותנין עליהם חומרי וכו': למאי הלכתא אמר רב פפא למנחתם נקמצת כמנחת ישראל ואינה נאכלת כמנחת כהנים הא כיצד הקומץ קרב בעצמו והשירים קריבין בעצמן
10 M<small>AN LEGE IHNEN AUF DIE</small> E<small>RSCHWERUNGEN &amp;C</small>. In welcher Hinsicht? R. Papa erwiderte: Hinsichtlich ihres Speisopfers; von diesem ist der Haufe abzuheben, gleich dem Speisopfer eines Jisraéliten, und es darf nicht gegessen werden, gleich dem Speisopfer eines Priesters. – Wie verfahre man? – Der Haufe werde besonders und das Zurückbleibende besonders dargebracht. –
יא איקרי כאן כל שממנו לאישים הרי הוא בבל תקטירו
11 Man sollte doch hierbei berücksichtigen, daß alles, wovon ein Teil aufs Feuer kommt, dem Verbote des Aufräucherns unterliege!?
יב א"ר יהודה בריה דרבי שמעון בן פזי דמסיק להו לשום עצים כר' אלעזר דתניא רבי אלעזר אומר לריח ניחוח אי אתה מעלה אבל אתה מעלה לשום עצים
12 R. Jehuda, Sohn des R. Šimo͑n b. Pazi, erwiderte: Man betrachte es als Brennholz. Dies nach R. Elea͑zar, denn es wird gelehrt: R. Elea͑zar sagte: <i>Zum wohlgefälligen Geruche</i>, als solches darfst du es nicht hinaufbringen, wohl aber darfst du es als Brennholz hinaufbringen. –
יג הניחא לר' אלעזר אלא לרבנן מאי איכא למימר דעביד לה כר' אלעזר ברבי שמעון דתניא ר' אלעזר בר' שמעון אומר הקומץ קרב לעצמו והשירים מתפזרין על בית הדשן ואפילו רבנן לא פליגי עליה דרבי אלעזר ברבי שמעון אלא במנחת חוטא של כהנים דבת הקרבה היא אבל הכא אפי' רבנן מודו:
13 Allerdings nach R. Elea͑zar, wie ist es aber nach den Rabbanan zu erklären!? Man verfahre damit nach R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n, denn es wird gelehrt: R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n sagte, der Haufe werde besonders dargebracht und das Zurückbleibende über den Aschenraum verstreut. Und auch die Rabbanan streiten gegen R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n nur hinsichtlich des Sündspeisopfers eines Priesters, das zur Darbringung geeignet ist, hierbei aber pflichten auch die Rabbanan bei.
יד <big><strong>מתני׳</strong></big> מי שלא שהתה אחר בעלה שלשה חדשים ונשאת וילדה ואין ידוע אם בן תשעה לראשון אם בן שבעה לאחרון היו לה בנים מן הראשון ובנים מן השני חולצין ולא מייבמין וכן הוא להם חולץ ולא מייבם
14 W<small>ENN EINE</small> [F<small>RAU</small>] <small>OHNE DREI</small> M<small>ONATE SEIT</small> [<small>DER</small> T<small>RENNUNG</small>] <small>VON IHREM</small> M<small>ANNE ABZUWARTEN SICH VERHEIRATET UND GEBOREN HAT, SODASS MAN NICHT WEISS, OB ES EIN</small> N<small>EUNMONATSKIND VOM ERSTEN ODER EIN</small> S<small>IEBENMONATKIND VOM ZWEITEN IST, UND AUSSERDEM</small> S<small>ÖHNE VOM ERSTEN UND</small> S<small>ÖHNE VOM ZWEITEN HAT, SO HABEN DIESE</small> <small>DIE</small> Ḥ<small>ALIÇA UND NICHT DIE</small> S<small>CHWAGEREHE ZU VOLLZIEHEN, UND EBENSO HAT DIESER AN IHREN</small> [W<small>ITWEN</small>] <small>DIE</small> Ḥ<small>ALIÇA UND NICHT DIE</small> S<small>CHWAGEREHE ZU VOLLZIEHEN</small>.