Yoma 42

Kapitel 42

א כלי עץ העשוי לנחת הוא וכל כלי העשוי לנחת אינו מקבל טומאה וחוצץ בפני טומאה אלא מלמד שמגביהין אותו לעולי רגלים ואומרים להם ראו חיבתכם לפני המקום שסילוקו כסדורו שנאמר (שמואל א כא, ז) לשום לחם חום ביום הלקחו
1 aber er war ja ein ruhendes Holzgerät, und das ruhende Holzgerät ist ja nicht verunreinigungsfähig, auch begrenzt es die Unreinheit!? Dies lehrt vielmehr, daß man ihn vor den Wallfahrern hochzuheben und zu ihnen zu sprechen pflegte: Schauet eure Beliebtheit bei Gott: beim Fortnehmen ist es ebenso [frisch] wie beim Anrichten! So heißt es auch: <i>frisches Brot aufzulegen am Tage, da es fortgenommen wird</i>. –
ב ותו ליכא והאמר רב אושעיא בשעה שבנה שלמה בית המקדש נטע בו כל מיני מגדים של זהב והיו מוציאין פירותיהן בזמנן וכשהרוח מנשבת בהן נושרין שנא' (תהלים עב, טז) ירעש כלבנון פריו וכשנכנסו נכרים להיכל יבש שנאמר (נחום א, ד) ופרח לבנון אומלל ועתיד הקב"ה להחזירן שנאמר (ישעיהו לה, ב) פרוח תפרח ותגל אף גילת ורנן כבוד הלבנון נתן לה
2 Gibt es denn weiter keine mehr, R. Ošaja sagte ja, daß, als Šelomo den Tempel erbaut hatte, er allerlei goldene Köstlichkeiten pflanzte, die zur heranreichenden Zeit Früchte hervorbrachten, die beim Wehen des Windes abfielen, wie es heißt: <i>seine Frucht wird wie der Lebanon rauschen</i>, und die, als die Nichtjuden in den Tempel drangen, verdorrten, wie es heißt: <i>die Blüte des Lebanon verwelkt</i>, die aber der Heilige, gepriesen sei er, dereinst zurückkehren lassen wird, wie es heißt: <i>üppig soll sie aufspriessen und jubeln, ja jubeln und jauchzen; die Herrlichkeit des Lebanon wird ihr geschenkt</i>!? –
ג ניסי דקביעי לא קא חשיב השתא דאתית להכי ארון וכרובים נמי ניסי דקביעי נינהו
3 Andauernde Wunder zählt er nicht mit. Jetzt nun, wo du darauf gekommen bist: auch bei der Bundeslade und den Kerubim waren es andauernde Wunder.
ד אמר מר ועשן המערכה ומי הוה עשן במערכה והתניא חמשה דברים נאמרו באש של מערכה רבוצה כארי וברה כחמה ויש בה ממש ואוכלת לחין כיבשין ואינה מעלה עשן
4 Der Meister sagte: Und der Rauch des Holzstosses. War denn am Holzstoße überhaupt ein Rauch vorhanden, es wird ja gelehrt: Fünferlei wird vom Feuer des Holzstosses berichtet: es lagerte wie ein Löwe, es war klar wie die Sonne, es war greifbar, es verzehrte Feuchtes wie Trockenes, und es rauchte nicht!? –
ה כי קא אמרינן בדהדיוט דתניא (ויקרא א, ז) ונתנו בני אהרן הכהן אש על המזבח אע"פ שאש יורדת מן השמים מצוה להביא מן ההדיוט
5 Wir sprachen vom profanen Feuer. Es wird nämlich gelehrt: <i>Die Söhne Ahrons, des Priesters, sollen Feuer auf den Altar tun</i>; obgleich ein Feuer vom Himmel herabstieg, so ist es dennoch Gebot, auch profanes zu holen. –
ו רבוצה כארי והתניא א"ר חנינא סגן הכהנים אני ראיתיה ורבוצה ככלב לא קשיא כאן במקדש ראשון כאן במקדש שני
6 «Es lagerte wie ein Löwe.» Es wird ja aber gelehrt, R. Ḥanina, der Priesterpräses erzählte, er habe es gesehen, und es habe wie ein Hund gelagert!? – Das ist kein Einwand; eines im ersten Tempel und eines im zweiten Tempel. –
ז ובמקדש שני מי הואי והאמר רב שמואל בר איניא מאי דכתיב (חגי א, ח) וארצה בו ואכבד וקרינן ואכבדה מאי שנא דמחוסר ה"א אלו חמשה דברים שהיו בין מקדש ראשון למקדש שני ואלו הן ארון וכפורת וכרובים אש ושכינה ורוח הקודש ואורים ותומים אמרי אין מיהוה הוה סיועי לא מסייעא
7 War es denn im zweiten Tempel überhaupt vorhanden, R. Šemuél b.Inja sagte ja: Es heißt: <i>daß ich Wohlgefallen daran habe, veekabed [und geehrt werde]</i>, gelesen wird aber <i>veekabdah</i>; weshalb felht das <i>He</i>! Dies deutet auf die fünf Dinge, durch welche der zweite Tempel sich vom ersten unterschieden hatte, und zwar: die Bundeslade mit der Deckplatte und den Kerubim, das [Altar]feuer, die Göttlichkeit, der heilige Geist und das Orakelschild!? – Ich will dir sagen, sie waren vorhanden, jedoch ohne Wirkung.
ח ת"ר שש אשות הן יש אוכלת ואינה שותה ויש שותה ואינה אוכלת ויש אוכלת ושותה ויש אוכלת לחין כיבשין ויש אש דוחה אש ויש אש אוכלת אש
8 Die Rabbanan lehrten: Es gibt sechserlei Feuer, manches verzehrt und trinkt nicht, manches trinkt und verzehrt nicht, manches verzehrt und trinkt, manches verzehrt Feuchtes wie Trockenes, manches Feuer drängt das andere zurück und manches Feuer verzehrt das andere.
ט יש אש אוכלת ואינה שותה הא דידן שותה ואינה אוכלת דחולין אוכלת ושותה דאליהו דכתיב (מלכים א יח, לח) ואת המים אשר בתעלה לחכה אוכלת לחין כיבשין דמערכה יש אש דוחה אש דגבריאל ויש אש אוכלת אש דשכינה דאמר מר הושיט אצבעו ביניהם ושרפן
9 Manches Feuer verzehrt und trinkt nicht: das unsrige. Trinkt und verzehrt nicht: Nicht: das der Kranken. Manches verzehrt und trinkt: das des Elijahu, wie es heißt: <i>auch das Wasser, das im Graben war, leckte es auf</i>. Manches verzehrt Feuchtes wie Trocknes: das des Altars. Manches Feuer drängt das andere zurück: das des Gabriél. Manches Feuer verzehrt das andere: das der Göttlichkeit, denn der Meister sagte, er habe seinen Finger zwischen sie gesteckt und sie verbrannt.
י ועשן המערכה אפילו כל הרוחות שבעולם אין מזיזות אותו ממקומו והאמר ר' יצחק בר אבדימי במוצאי יו"ט האחרון של חג הכל צופין לעשן המערכה נוטה כלפי צפון עניים שמחין ובעלי בתים עצבין מפני שגשמי שנה מרובין ופירותיהן מרקיבין נטה כלפי דרום עניים עצבין ובעלי בתים שמחין מפני שגשמי שנה מועטין ופירותיהן משתמרין
10 «Daß der Rauch des Holzstoßes, auch wenn alle Winde der Welt kamen und an ihm bliesen, sich nicht von seiner Stelle rührte.» Aber R. Jiçḥaq b.Evdämi sagte ja, daß am Ausgange des letzten Tages des [Hütten]festes jeder auf den Rauch des Altars schaute; neigte er sich nach Norden, so waren die Armen froh und die Besitzenden traurig, weil dies ein regnerisches Jahr bedeutete, sodaß die Früchte faulen; neigte er sich nach Süden, so waren die Armen traurig und die Besitzenden froh, weil dies ein regenarmes Jahr bedeutete, sodaß die Früchte sich verwahren lassen;
יא נטה כלפי מזרח הכל שמחין כלפי מערב הכל עצבין דאזיל ואתי כדיקלי ואבדורי לא הוה מיבדר
11 neigte es sich nach Osten, so waren alle froh; wenn nach Westen, so waren alle traurig!? – Er bewegte sich wie eine Palme, ohne sich zu lösen.
יב אמר מר כלפי מזרח הכל שמחין כלפי מערב הכל עצבין ורמינהו מזרחית לעולם יפה מערבית לעולם קשה רוח צפונית יפה לחטין בשעה שהביאו שליש וקשה לזיתים בזמן שהן חונטין רוח דרומית קשה לחטין בשעה שהביאו שליש ויפה לזיתים בזמן שהן חונטין
12 Der Meister sagte: Nach Osten, so waren alle froh; wenn nach Westen, so waren alle traurig. Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Der östliche [Wind] ist immer gut; der westliche ist immer schlecht; der nördliche Wind ist dem bis zu einem Drittel herangewachsenen Weizen zuträglich und den in der Blüte befindlichen Oliven schädlich; der südliche Wind ist dem bis zu einem Drittel herangewachsenen Weizen schädlich und den in der Blüte befindlichen Oliven zuträglich.
יג ואמר רב יוסף ואיתימא מר זוטרא וסימניך שלחן בצפון ומנורה בדרום האי מרבה דידיה והאי מרבה דידיה
13 Hierzu sagte auch R. Joseph, nach anderen Mar Zuṭra, als Merkzeichen diene dir: der Tisch nördlich und die Leuchte südlich; die eine [Seite] macht das ihrige gedeihen und die andere das ihrige!? –
יד לא קשיא הא לן והא להו
14 Das ist kein Einwand; das eine für uns und das eine für sie.
טו <br><br><big><strong>הדרן עלך שבעת ימים</strong></big><br><br>
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