Zevachim 132

Kapitel 132

א <big><strong>גמ׳</strong></big> דשני במאי אילימא דשני במליקה נימא דלא כר' אלעזר בר' שמעון דאמר שמעתי שמבדילין בחטאת העוף
1 GEMARA. Wobei soll man unrichtig verfahren sein, wollte man sagen, beim Abkneifen, so schließt dies ja die Ansicht des R. Elea͑zar h. R. Šimo͑n aus, denn es wird gelehrt: R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n sagte, er habe gehört, daß man beim Geflügel-Sündopfer abtrennen dürfe. –
ב ולא אוקימנא דלא כר' אלעזר בר' שמעון
2 Wir haben ja bereits gesagt, daß sie nicht die Ansicht des R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n vertrete. –
ג לא דשני בהזאה
3 Nein, wenn er beim Sprengen unrichtig verfahren ist.
ד הכי נמי מסתברא מדקתני סיפא עשאה למעלה כמעשה כולן פסולה ואפילו כמעשה חטאת לשם חטאת דשני במאי אילימא דשני במליקה האמר מר מליקה בכל מקום במזבח כשירה אלא לאו דשני בהזאה ומדסיפא בהזאה רישא נמי בהזאה
4 Dies ist auch einleuchtend, denn im Schlußsatz lehrt er: hat man es oberhalb nach der Art eines von jenen hergerichtet, so ist es untauglich; also selbst, wenn nach der Art eines Sündopfers auf den Namen eines Sündopfers. Wobei soll man nun unrichtig verfahren sein, wollte man sagen, wenn man beim Abkneifen unrichtig verfahren ist, so sagte ja der Meister, das Abkneifen sei an jeder Stelle des Altars tauglich; doch wohl, wenn man beim Sprengen unrichtig verfahren ist, und wenn der Schlußsatz von dem Falle spricht, wenn man beim Sprengen unrichtig verfahren ist, so spricht auch der Anfangsatz von dem Falle, wenn man beim Sprengen unrichtig verfahren ist. –
ה מידי איריא הא כדאיתא והא כדאיתא:
5 Wieso denn, einer spricht von diesem Falle und einer von jenem Falle.
ו עולת העוף כו' דשני במאי
6 H<small>AT MAN DAS</small> G<small>EFLÜGEL</small>-B<small>RANDOPFER &amp;C</small>.
ז אילימא דשני במליקה מדקתני סיפא כולן אין מטמאין בבית הבליעה ומועלין בהן נימא דלא כרבי יהושע דאי כר' יהושע האמר אין מועלין
7 Wobei soll man unrichtig verfahrensein, wollte man sagen, beim Abkneifen, so schließt dies ja, da im Schlußsatz gelehrt wird, daß diese alleim Schlunde nicht verunreinigendsind und man an ihnen eine Veruntreuungbegehe, die Ansicht R. Jehošua͑s aus, denn R. Jehošua͑ sagt ja, man begehe daran keine Veruntreuung.
ח ואלא במיצוי
8 Wollte man sagen, beim Auspressen
ט אימא סיפא עולת העוף שעשאה למטה כמעשה חטאת לשם חטאת ר"א אומר מועלין בה ר' יהושע אומר אין מועלין בה דשני במאי
9 [des Blutes], wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: hat man das Geflügel-Brandopfer nach der Art eines Sündopfers auf den Namen eines Sündopfers unterhalb hergerichtet, so gibt es dabei, wie R. Elie͑zer sagt, eine Veruntreuung, und wie R. Jehošua͑ sagt, keine Veruntreuung. Wobei soll man nun hierbei unrichtig verfahren sein,
י אילימא במיצוי אימר דאמר ר' יהושע דשני במליקה במיצוי מי אמר
10 wollte man sagen, beim Auspressen, so ist ja R. Jehošua͑ dieser Ansicht nur hinsichtlich des Abkneifens, nicht aber hinsichtlich des Auspressens,
יא ואלא במליקה רישא וסיפא במליקה ומציעתא במיצוי
11 und wollte man sagen, beim Abkneifen, so sprechen die erste Lehreund die letzte Lehre vom Abkneifen und die mittlere vom Auspressen!? –
יב אין רישא וסיפא במליקה ומציעתא במיצוי:
12 Allerdings, die erste und die letzte vom Abkneifen und die mittlere vom Auspressen.
יג <big><strong>מתני׳</strong></big> וכולן אין מטמאין בבית הבליעה ומועלים בהן חוץ מחטאת העוף שעשאה למטה כמעשה חטאת לשם חטאת
13 <b>D</b><small>IESE ALLE SIND IM</small> S<small>CHLUNDE NICHT VERUNREINIGEND</small><small>UND MAN BEGEHT AN IHNEN EINE VERUNTREUUNG, AUSGENOMMEN DEN FALL, WENN MAN EIN</small> G<small>EFLÜGEL</small>-S<small>ÜNDOPFER NACH DER</small> A<small>RT EINES</small> S<small>ÜNDOPFERS AUF DEN</small> N<small>AMEN EINES</small> S<small>ÜNDOPFERS UNTERHALB HERGERICHTET</small><small>HAT</small>.
יד עולת העוף שעשאה למטה כמעשה חטאת לשם חטאת ר"א אומר מועלים בה ר' יהושע אומר אין מועלים בה
14 H<small>AT MAN EIN</small> G<small>EFLÜGELBRANDOPFER NACH DER</small> A<small>RT EINES</small> S<small>ÜNDOPFERS AUF DEN</small> N<small>AMEN EINES</small> S<small>ÜNDOPFERS</small> U<small>NTERHALB</small> H<small>ERGERICHTET,</small> S<small>O</small> G<small>IBT</small> E<small>S</small> D<small>ABEI,</small> W<small>IE</small> R. E<small>LIE͑ZER</small> S<small>AGT, EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>, <small>UND WIE</small> R. J<small>EHOŠUA͑ SAGT, KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>.
טו א"ר אליעזר ומה אם חטאת שאין מועלים בה לשמה כששינה את שמה מועלים בה עולה שמועלים בה לשמה כששינה את שמה אינו דין שימעלו בה
15 R. E<small>LIE͑ZER SPRACH</small>: <small>WENN ES BEI EINEM</small> S<small>ÜNDOPFER, WORAN ES AUF DEN RICHTIGEN</small> N<small>AMEN</small><small>KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG GIBT, AUF EINEN ANDEREN</small> N<small>AMEN EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small><small>GIBT, UM WIEVIEL MEHR GIBT ES BEI EINEM</small> B<small>RANDOPFER, WOBEI ES AUF DEN RICHTIGEN</small> N<small>AMEN EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG GIBT, EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG AUF EINEN ANDEREN</small> N<small>AMEN</small>.
טז א"ל ר' יהושע לא אם אמרת בחטאת ששינה את שמה לשם עולה שכן שינה את שמה לדבר שיש בו מעילה תאמר בעולה ששינה את שמה לשם חטאת שכן שינה את שמה לדבר שאין בו מעילה
16 R. J<small>EHOŠUA͑. ERWIDERTE</small>: N<small>EIN, WENN DIES VON DEM FALLE GILT, WENN MAN EIN SÜNDOPFER AUF DEN N AMEN EINES</small> B<small>RANDOPFERS HERGERICHTET HAT, WO DIE</small> Ä<small>NDERUNG AUF EINE</small> S<small>ACHE ERFOLGT IST, BEI DER ES EINE VERUNTREUUNG GIBT, SOLLTE ES AUCH VON DEM</small> F<small>ALLE GELTEN, WENN MAN EIN</small> B<small>RANDOPFER AUF DEN</small> N<small>AMEN EINES</small> S<small>ÜNDOPFERS HERGERICHTET HAT, WO ES AUF DEN</small> N<small>AMEN EINER</small> S<small>ACHE ERFOLGT</small> I<small>ST,</small> B<small>EI</small> D<small>ER</small> E<small>S</small> K<small>EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small> G<small>IBT!?</small>