Zevachim 31

Kapitel 31

א זר שאינו אוכל אינו דין שאם עבד חילל
1 um wieviel mehr entweiht es ein Gemeiner, der davon nicht essen darf, durch die Dienstverrichtung.
ב מה לבעל מום שכן עשה בו קרב כמקריב
2 [Entgegnet man:] wohl der Gebrechenbehaftete, weil hierbei das Opfer dem Opfernden gleicht, so ist vom Unreinen [das Entgegengesetzte] zu beweisen.
ג טמא יוכיח מה לטמא שכן מטמא
3 [Entgegnet man:] wohl der Unreine, weil er verunreinigend ist,
ד בעל מום יוכיח וחזר הדין לא ראי זה כראי זה ולא ראי זה כראי זה הצד השוה שבהן שמוזהרין ואם עבדו חיללו אף אני אביא זר שהוא מוזהר ואם עבד חילל
4 so ist vom Gebrechenbehafteten [das Entgegengesetzte] zu beweisen. Die Replikation wiederholt sich nun: die Eigenheit des einen gleicht nicht der Eigenheit des anderen und die Eigenheit des anderen gleicht nicht der Eigenheit des einen; das Gemeinsame bei ihnen ist, daß ihnen die Dienstverrichtungverboten ist, und wenn sie es getan haben, haben sie es entweiht, somit ist auch ein Gemeiner einbegriffen, ihm ist die Dienstverrichtung ebenfalls verboten, und wenn er den Dienst verrichtet hat, hat er es entweiht. –
ה מנלן דמוזהר אי מוינזרו חילול בגופיה כתיב ביה אלא (במדבר יח, ד) מוזר לא יקרב אליכם
5 Woher, daß ihm dies verboten ist? – Aus: <i>sie sollen sich fern halten</i>. – Dies steht ja in diesem selber!? – Vielmehr, aus:<i>ein Gemeiner darf nicht zu euch</i> <i>herantreten.</i> –
ו איכא למיפרך מה להצד השוה שבהן שכן לא הותרו בבמה
6 Es ist ja zu entgegnen: das Gemeinsame bei ihnenist, daß sie bei einem Privataltar unzulässig sind!? –
ז לא תימא טמא יוכיח אלא אימא אונן יוכיח מה לאונן שכן אסור במעשר [בעל מום] יוכיח
7 Sage nicht, vom Unreinen sei [das Entgegengesetzte] zu beweisen, sondern, vom Trauernden sei [das Entgegengesetzte] zu beweisen. [Entgegnet man:] wohl der Trauernde, weil ihm der Zehntverboten ist, so ist von jenem [das Entgegengesetzte] zu beweisen.
ח וחזר הדין לא ראי זה כראי זה הצד השוה שבהן שמוזהרין כו'
8 Die Replikation wiederholt sich nun: die Eigenheit des einen gleicht nicht der Eigenheit des anderen und die Eigenheit des anderen gleicht nicht der Eigenheit des einen; das Gemeinsame bei ihnen ist, daß es ihnen verboten ist &amp;c. –
ט ה"נ לפרוך מה להצד השוה שבהן שכן לא הותרו בבמה מתקיף לה רב סמא בריה דרבא ומאן לימא לן דאונן אסור בבמה דלמא שרי בבמה
9 Auch hierbei ist ja zu entgegnen: das Gemeinsame bei ihnen ist, daß sie bei einem Privataltar unzulässig sind!? R. Sama, der Sohn Rabas, entgegnete: Wer sagt uns, daß ein Trauernder bei einem Privataltar unzulässig ist, vielleicht ist er bei einem Privataltar zulässig!?
י רב משרשיא אמר אתיא ק"ו מיושב מה יושב שאוכל אם עבד חילל זר שאינו אוכל אינו דין שאם עבד חילל
10 R. Mešaršeja erwiderte: Dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere vom Sitzenden zu folgern: wenn ein Sitzender, der davon essen darf, es durch die Dienstverrichtung entweiht, um wieviel mehr entweiht es ein Gemeiner, der davon nicht essen darf, durch die Dienstverrichtung. –
יא מה ליושב שכן פסול לעדות מיושב ת"ח
11 Wohl ein Sitzender, weil er auch als Zeuge unzulässigist!? – Von einem Sitzenden, der Gelehrterist. –
יב מה לשם יושב שכן פסול לעדות שם יושב לא פריך ואם ת"ל פריך אתיא מיושב ומחדא מהנך
12 Wohl der als Sitzender bezeichnete, weil er auch als Zeuge unzulässigist!? – Von der Bezeichnung ist nichtseinzuwenden. Wenn du aber sagst, es sei wohl einzuwenden, so ist es vom Sitzenden und einem von jenenzu entnehmen. –
יג ויושב דכשר בבמה מנלן אמר קרא (דברים י, ח) לעמוד לפני ה' לשרתו לפני ה' ולא לפני במה:
13 Woher, daß bei einem Privataltar ein Sitzender zulässigist!? – Die Schrift sagt:<i>daß er vor dem Herrn stehe und ihn bediene;</i> vor dem Herrn, nicht aber vor einem Privataltar.
יד אונן: מנלן דכתיב (ויקרא כא, יב) ומן המקדש לא יצא ולא יחלל הא אחר שלא יצא חילל
14 E<small>IN</small> T<small>RAUERNDER.</small> Woher dies? – Es heißt:<i>aus dem Heiligtume soll er nicht hinausgehen, damit er nicht entweihe;</i> wenn aber ein anderernicht hinausgeht, so entweiht er.
טו רבי אלעזר אמר מהכא (ויקרא י, יט) הן הקריבו אני הקרבתי מכלל דאי אינהו אקריב שפיר אישתרוף
15 R. Elea͑zar entnimmt dies hieraus:<i>haben sie es denn dargebracht,</i> ich habe es dargebracht; demnach würde es, wenn sie es dargebracht hätten, mit Recht verbrannt wordensein. –
טז ורבי אלעזר מאי טעמא לא אמר מומן המקדש לא יצא אמר לך מי כתיב הא אחר שלא יצא חילל
16 Weshalb entnimmt R. Elea͑zar es nicht aus [den Worten:] aus <i>dem Heiligtume soll er nicht hinausgehen</i>? – Er kann dir erwidern: heißt es denn, wenn ein anderer nicht hinausgeht, entweihe er es!? –
יז ואידך מ"ט לא אמר מהן הקריבו קסבר מפני טומאה נשרפה
17 Weshalb entnimmt jener es nicht aus [den Worten:] <i>haben sie es denn dargebracht</i>? – Er ist der Ansicht, es war wegen Unreinheit verbranntworden.
יח דבי רבי ישמעאל תנא אתיא בק"ו מבעל מום ומה
18 In der Schule R. Jišma͑éls wurde gelehrt: Dies sei [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere vom Gebrechenbehafteten zu folgern: wenn ein