Zevachim 45

Kapitel 45

א לפי אכלו למצוה
1 <i>jeder nach dem Quantum seines Essens</i>!? – Nur als Gebot. –
ב ולעכובי לא והתניא (שמות יב, ד) במכסת נפשות מלמד שאין הפסח נשחט אלא למנוייו שחטו שלא למנוייו יכול יהא כעובר על המצוה תלמוד לומר תכוסו הכתוב שנה עליו לעכב ואיתקש אוכלין למנויין
2 Etwa nicht als Pflicht, es wird ja gelehrt:<i>Nach der Zahl der Seelen,</i> dies lehrt, daß das Pesaḥopfer nur für die Beteiligten geschlachtet werde. Man könnte glauben, wenn man es für Nichtbeteiligte geschlachtet hat, sei nur ein Gebot übertretenworden, so heißt es:<i>sollt ihr zählen,</i> die Schrift hat es wiederholt, als Bedingung; und die Essenden werden mit den Beteiligtenverglichen!? –
ג זקני דרום לא מקשי וכי לא מקשי נמי מהא נמי אית להו פירכא ומה במקום שנטמאו בעלים בשרץ שמשלחין קרבנותיהם לכתחילה כהן שנטמא בשרץ אינו מרצה מקום שנטמאו בעלים במת שאין משלחין קרבנותיהן לכתחילה כהן שנטמא במת אינו דין שאינו מרצה
3 Die Ältesten des Südens vergleichen sie nicht. – Auch wenn sie sie nicht vergleichen, ist ja folgendes einzuwenden: wenn bei der Verunreinigung durch ein Kriechtier, wo der unreine Eigentümer das Opfer von vornherein hinschicken kann, der unreine Priester es nicht wohlgefällig machen kann, um wieviel weniger kann bei der Verunreinigung durch eine Leiche, wo der unreine Eigentümer das Opfer von vornherein nicht hinschicken kann, der unreine Priester es wohlgefällig machen.
ד מיתיבי מפני שאמרו נזיר ועושה פסח הציץ מרצה על טומאת דם ואין הציץ מרצה על טומאת הגוף
4 Man wandte ein: Sie sagten, beim Nazir und dem Pesaḥopfer mache das Stirnblattwohlgefällig nur bei Unreinheit des Blutes, nicht aber bei Unreinheit der Person.
ה במאי אילימא בטומאת שרץ האמרת שוחטין וזורקין על טומאת שרץ אלא טומאת מת וקתני אין הציץ מרצה אלמא נטמאו בעלים במת אין משלחין קרבנותיהם
5 Wobei, wollte man sagen, bei Unreinheit durch ein Kriechtier, so sagst du ja, daß man für einen Kriechtierunreinen [das Opfer] schlachte und [das Blut] sprenge; doch wohl bei Unreinheit durch eine Leiche, und er lehrt, das Stirnblatt mache nicht wohlgefällig. Hieraus also, daß, wenn der Eigentümer durch eine Leiche unrein geworden ist, er das Opfer nicht hinschicken könne!? –
ו לא אי דאיטמו בעלים במת ה"נ הכא במאי עסקינן כגון שנטמא כהן בשרץ
6 Nein, wenn der Eigentümer durch eine Leiche unrein geworden ist, erfolgt dieswohl, hier aber wird von dem Falle gesprochen, wenn der Priester durch ein Kriechtier unrein geworden ist. –
ז אי הכי אימא סיפא ניטמא טומאת התהום הציץ מרצה הא תני רבי חייא לא אמרו טומאת התהום אלא למת בלבד למת למעוטי מאי לאו למעוטי טומאת התהום דשרץ
7 Wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: Wurde er durch eine unsichtbare Unreinheitunrein, so macht [das Stirnblatt] es wohlgefällig. R. Ḥija lehrte ja, die unsichtbare Unreinheit gelte nur von einer Leiche, und diese Beschränkung schließt wohl die unsichtbare Unreinheit durch ein Kriechtier aus!? –
ח לא למעוטי טומאת התהום דזיבה
8 Nein, dies schließt die unsichtbare Unreinheit durch Samenfluß aus. –
ט ואלא הא דבעי רמי בר חמא כהן המרצה בקרבנותיהם הותרה לו טומא' התהום או לא הותרה לו טומאת התהום תפשוט דטומאת התהום הותרה לו דהא הכא בכהן קיימינא
9 Demnach sollte doch die Frage des Rami b. Ḥama, ob es auch dann wohlgefällig sei, wenn der darbringende Priester durch eine unsichtbare Unreinheit unrein geworden ist, oder nicht, hieraus zu entscheiden sein, daß es wohlgefällig sei, denn wir beziehen esja auf den Priester!? –
י דרמי בר חמא ודאי פליגי
10 Rami b. Ḥama streitet entschieden dagegen. –
יא תא שמע (שמות כח, לח) ונשא אהרן את עון הקדשי' וכי איזהו עון נושא
11 Komm und höre:<i>Ahron soll die Verfehlung inbetreff der heiligen Dinge auf sich nehmen;</i> welche Verfehlung soll er auf sich nehmen: