Zevachim 53

Kapitel 53

א חוץ למקומו פסול ואין בו כרת חוץ לזמנו פיגול וחייבין עליו כרת
1 davon außerhalb des Raumes [zu essen], so ist es untauglich und er verfällt nichtder Ausrottung; wenn aber außerhalb der Frist, so ist es verwerflich und er verfällt der Ausrottung.
ב למחר פסול חזר וחישב בין חוץ לזמנו בין חוץ למקומו פסול ואין בו כרת
2 Wennfür den folgenden Tag, so ist es untauglich. Hat er nachherbeabsichtigt, davon ob außerhalb der Frist oder außerhalb des Raumes [zu essen], so ist es untauglich und er verfällt nichtder Ausrottung.
ג ואי שלא במקומו כמקומו דמי האי פסול פיגול הוא
3 Wieso ist es, wenn man nun sagen wollte, auf die unrichtige Stelle sei ebenso, wie auf die richtige Stelle, untauglich, es ist javerwerflich!?
ד אמר מר זוטרא זריקה דשריא בשר באכילה מייתא לידי פיגול זריקה דלא שריא בשר באכילה לא מייתא לידי פיגול
4 Mar Zuṭra erwiderte: Das das Fleisch zum Essen erlaubtmachende Sprengenbringt es zur Verwerflichmachung, das das Fleisch nicht zum Essen erlaubtmachende Sprengen bringt es nicht zur Verwerflichmachung.
ה א"ל רב אשי למר זוטרא מנא לך הא דכתיב (ויקרא ז, יח) ואם האכל יאכל מבשר זבח שלמיו פיגול יהיה מי שפיגולו גרם לו יצא זה שאין פיגולו גרם לו אלא איסור דבר אחר גרם לו
5 R. Aši sprach zu Mar Zuṭra: Woher hast du dies? – Es heißt:<i>sollte aber am dritten Tage gegessen werden vom Fleische der Schlachtung seines Heilsopfers &amp;c., so ist es verwerflich;</i> nur wenn die Verwerflichkeit esverursacht hat, ausgenommen ist dieser Fall, wo nicht die Verwerflichkeit es verursacht hat, sondern ein anderes Verbot. –
ו אי הכי איפסולי נמי לא ליפסל
6 Demnachsollte es auch nicht untauglich sein!?
ז אמר רב נחמן בר יצחק מידי דהוה אמחשבת הינוח ואליבא דרבי יהודה
7 R. Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte: Es ist ja die Absicht des Stehenlassenszu berücksichtigen.
ח ריש לקיש אמר לעולם פסול ממש ושלא במקומו כמקומו דמי ולא קשיא כאן שנתן בשתיקה כאן שנתן באמירה
8 Reš Laqiš erklärte: Tatsächlich ist esvollständiguntauglich, auch ist es auf die unrichtige Stelle, ebenso wie auf die richtige Stelle, dennoch ist dies kein Widerspruch; einesgilt von dem Falle, wenn er es schweigend aufgetragen hat, und einesvon dem Falle, wenn er es sprechendaufgetragen hat, nach R. Jehuda. –
ט תנן חישב ליתן את הניתנין למטה למעלה למעלה למטה עד מידי דהוה אמחשבת הינוח ואליבא דרבי יהודה כו'
9 Wir haben gelernt: Dasunterhalb zu sprengende oberhalb zu sprengen, das oberhalb zu sprengende unterhalb zu sprengen &amp;c. bis: es ist ja die Absicht des Stehenlassens zu berücksichtigen. Nach R. Jehuda.
י רבי יוחנן אמר אידי ואידי שנתן בשתיקה ושלא במקומו לאו כמקומו דמי והא דאיכא דם הנפש הא דליכא דם הנפש
10 R. Joḥanan erklärte: Beides von dem Falle, wenn er es schweigend auf getragen hat, auch ist es auf die unrichtige Stelle, nicht wie auf die richtige Stelle, nur gilt eines von dem Falle, wenn noch Lebensblut vorhanden ist, und eines von dem Falle, wenn Lebensblut nicht mehr vorhandenist. –
יא תנן פסול ואין בו כרת בשלמא לריש לקיש היינו דקתני פסול ואין בו כרת
11 Wir haben gelernt: so ist es untauglich und man verfällt nicht der Ausrottung. Einleuchtend ist es nach Reš Laqiš, daß er lehrt, es sei untauglich und man verfalle nicht der Ausrottung,
יב אלא לרבי יוחנן מאי אין בו כרת קשיא
12 wozu aber heißt es nach R. Joḥanan, man verfalle nicht der Ausrottung!? – Ein Einwand. –
יג ולשמואל מאי אין בו כרת ה"ק אם נתן במחשבה פסול ואין בו כרת
13 Wozu heißt es nach Šemuél, man verfalle nicht der Ausrottung? – Er meint es wie folgt: wenn man aufgetragen und beabsichtigthat, so ist es untauglich, und man verfällt nicht der Ausrottung. –
יד ורבי יוחנן אי שלא במקומו לאו כמקומו דמי ליהוי כי נשפך מן הכלי על הרצפה ויאספנו
14 Sollte es doch nach R. Joḥanan, wenn es auf die unrichtige Stelle nicht ebenso ist, wie auf die richtige Stelle, als aus dem Gefäße auf den Estrich ausgeschüttet betrachtet werden, und man sollte es aufsammeln!? –
טו סבר לה כמ"ד לא יאספנו דאמר רב יצחק בר יוסף א"ר יוחנן הכל מודים בניתנין למעלה שנתנן למעלה למטה שנתנן למטה שלא כמצותן לא יאספנו לא נחלקו אלא בניתנין למעלה שנתנן למטה למטה שנתנן למעלה שרבי יוסי אומר לא יאספנו ורבי שמעון אומר יאספנו
15 Er ist der Ansicht desjenigen, welcher sagt, man dürfe es nicht aufsammeln. R. Jiçḥaq b. Joseph sagte nämlich im Namen R. Joḥanans: Alle stimmen überein, daß, wenn man das oberhalb zu sprengende oberhalb oder das unterhalb zu sprengende unterhalb nicht nach Vorschriftgesprengt hat, man es nicht aufsammeln dürfe, sie streiten nur über den Fall, wenn man das oberhalb zu sprengende unterhalb oder das unterhalb zu sprengende oberhalb gesprengt hat; R. Jose ist der Ansicht, man dürfe es nicht aufsammeln, und R. Šimo͑n ist der Ansicht, man sammle es auf.