Zevachim 84

Kapitel 84

א והא בין בין קתני קשיא
1 Es heißt ja aber ‘ob’, ‘oder’!? – Dies ist ein Einwand.
ב אמר מר רבי מאיר אומר פיגול וחייבין עליו כרת מכדי כרת לא מיחייב עד שיקרבו כל מתיריו דאמר מר כהרצאת כשר כך הרצאת פסול מה הרצאת כשר עד שיקרבו כל מתיריו אף הרצאת פסול עד שיקרבו כל מתיריו
2 Der Meister sagte: So ist [das Opfer], wie R. M’eir sagt, verwerflich, und man verfällt der Ausrottung. Merke, der Ausrottung verfällt man ja erst dann, wenn alles, was es erlaubt macht, dargebracht worden ist, denn der Meister sagte, die Wohlgefälligmachung des Untauglichen gleicheder Wohlgefälligmachung des Tauglichen, wie die Wohlgefälligmachung des Tauglichen erst dann erfolgt, wenn alles, was es erlaubt macht, dargebracht worden ist,
ג והא כיון דחשיב ביה בפנים פסולה כמאן דלא אדי דמי כי הדר מדי בהיכל מיא בעלמא הוא דקא אדי
3 ebenso gilt dies auch vom Untauglichen erst dann, wenn alles, was es erlaubt macht, dargebracht worden ist, und wenn man es hierbei durch die Absicht bei den inneren [Sprengungen] untauglich gemacht hat, so ist es ja ebenso, als würde man überhaupt nicht gesprengt haben, und wenn man später im Tempel sprengt, so ist es ebenso, als würde man Wassersprengen!?
ד אמר רבה משכחת לה בארבעה פרים ובד' שעירים
4 Rabba erwiderte: Dies kann bei vier Farren und vier Ziegenböckenvorkommen.
ה רבא אמר אפילו תימא בפר אחד ושעיר אחד לפיגולו מרצה
5 Raba sagte: Du kannst auch sagen, bei einem Farren und einem Ziegenbocke, denn hinsichtlich der Verwerflichmachung ist es gültig. –
ו ארבעים ושלש והא תניא ארבעים ושבע הא כמאן דאמר מערבין לקרנות והא כמאן דאמר אין מערבין לקרנות
6 Wieso dreiundvierzig, es wird ja gelehrt: siebenundvierzig!? – Eines nach demjenigen, welcher sagt, man vermische [das Blut]für die Hörner, und eines nach demjenigen, welcher sagt, man vermische es nichtfür die Hörner. –
ז והא תניא ארבעים ושמונה הא כמאן דאמר שיריים מעכבין הא כמאן דאמר אין שיריים מעכבין:
7 Es wird ja aber gelehrt: achtundvierzig!? – Eines nach demjenigen, welcher sagt, das Fortgießensei unerläßlich, und eines nach demjenigen, welcher sagt, das Fortgießen sei nicht unerläßlich.
ח מיתיבי במה דברים אמורים בקמיצה במתן כלי ובהילוך
8 Man wandte ein: Diesgilt nur vom Abhäufen, vom Hineinlegen in das Gefäß und vom Hinbringen,
ט אבל בא לו להקטרה נתן את הקומץ במחשבה ואת הלבונה בשתיקה או שנתן את הקומץ בשתיקה ואת הלבונה במחשבה רבי מאיר אומר פיגול וחייבין עליו כרת וחכמים אומרים אין בו כרת עד שיפגל בכל המתיר
9 bei der Aufräucherung aber ist es, wenn man den Haufen beabsichtigend und den Weihrauch stillschweigend oder den Haufen stillschweigend und den Weihrauch beabsichtigend hinaufgelegt hat, wie R. Meír sagt, verwerflich, und man verfällt der Ausrottung; die Weisen sagen, man verfalle der Ausrottung nur dann, wenn man es beim vollständigen Erlaubtmachenden verwerflich gemacht hat.
י קתני מיהא את הקומץ בשתיקה ואת הלבונה במחשבה ופליג אימא כבר נתן את הלבונה במחשבה
10 Hier wird von dem Falle gelehrt, wenn den Haufen stillschweigend und den Weihrauch beabsichtigend, und sie streiten!? – Lies: und vorher den Weihrauch beabsichtigend hinaufgelegt. –
יא חדא דהיינו רישא ועוד הא תניא ואחר כך קשיא:
11 Dies ist erstens der Fall des Anfangsatzes, und zweitens heißt es ja in einer anderen Lehre: und nachher!? – Ein Einwand.
יב <big><strong>מתני׳</strong></big> ואלו דברים שאין חייבין עליהם משום פיגול הקומץ והקטרת והלבונה
12 <b>B</b><small>EI FOLGENDEN</small> D<small>INGEN IST MAN NICHT SCHULDIG</small><small>WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM</small>: <small>BEIM</small> H<small>AUFEN, DEM</small> R<small>ÄUCHERWERKE, DEM</small> W<small>EIHRAUCH, </small>