Arakhin 55

Kapitel 55

א היכי דמי דאמור בעשרים ואחד הבעלים קודמין ואם לאו אומר לו הגעתיך:
1 wenn er nämlich einundzwanzig geboten hat, so geht der Eigentümer vor; wenn aber nicht, so sagt man zu ihm: du hast es erstanden.
ב <big><strong>מתני׳</strong></big> מחרים אדם מצאנו ומבקרו ומעבדיו ומשפחותיו הכנענים ומשדה אחוזתו ואם החרים את כולם אינם מוחרמים דברי ר"א א"ר אלעזר בן עזריה מה אם לגבוה אין אדם רשאי להחרים כל נכסיו על אחת כמה וכמה שיהא אדם חס על נכסיו:
2 <b>M</b><small>AN KANN ALS</small> B<small>ANNGUT WEIHEN</small> [<small>EINEN</small> T<small>EIL</small>] <small>VON SEINEN</small> S<small>CHAFEN, SEINEN</small> R<small>INDERN, SEINEN KENAA͑NITISCHEN</small> S<small>KLAVEN UND</small> S<small>KLAVINNEN UND VON SEINEM</small> E<small>RBBESITZFELDE.</small> H<small>AT JEMAND ALLES ALS</small> B<small>ANNGUT GEWEIHT, SO IST ES KEIN</small> B<small>ANNGUT — SO</small> R. E<small>LIE͑ZER</small>. R. E<small>LEA͑ZAR B.</small> A͑<small>ZARJA SPRACH:</small> W<small>ENN EIN</small> M<small>ENSCH NICHT EINMAL DEM</small> H<small>ÖCHSTEN ALL SEINE</small> G<small>ÜTER ALS</small> B<small>ANNGUT WEIHEN DARF, UM WIEVIEL MEHR IST ES SONST</small> P<small>FLICHT EINES</small> M<small>ENSCHEN, SEINE</small> G<small>ÜTER ZU SCHONEN</small>.
ג <big><strong>גמ׳</strong></big> מנא הני מילי דתנו רבנן (ויקרא כז, כח) מכל אשר לו ולא כל אשר לו מאדם ולא כל אדם מבהמה ולא כל בהמה משדה אחוזה ולא כל שדה אחוזה
3 GEMARA. Woher dies? — Die Rabbanan lehrten: <i>Von allem, was sein</i>, nicht aber alles, was sein; <i>von Menschen</i>, nicht aber alle Menschen; <i>vom Vieh</i>, nicht aber alles Vieh; <i>vom Erbbesitzfelde</i>, nicht aber alle Erbbesitzfelder.
ד יכול לא יחרים ואם החרים יהו מוחרמין ת"ל אך דברי רבי אליעזר אמר ר"א בן עזריה מה אם לגבוה אין אדם רשאי להחרים כל נכסיו על אחת כמה וכמה שיהא אדם חס על נכסיו
4 Man könnte glauben, man dürfe es nicht als Banngut weihen, wenn man aber geweiht hat, sei es gültig, so heißt es <i>nur</i> — so R. Elie͑zer. R. Elea͑zar b. A͑zarja sprach: Wenn ein Mensch nicht einmal dem Höchsten all seine Güter als Banngut weihen darf, um wieviel mehr ist es sonst Pflicht eines Menschen, sein Vermögen zu schonen.
ה וצריכא דאי כתב רחמנא מכל אשר לו הוה אמינא כל דאית ליה לא לחרים אבל מין אחד ליחרמיה כוליה כתב רחמנא מאדם ולא כל אדם
5 Und alles ist nötig. Würde der Allbarmherzige nur geschrieben haben: <i>von allem, was sein</i>, so könnte man glauben, alles, was er hat, dürfe man nicht als Banngut weihen, eine Art aber dürfe man vollständig als Banngut weihen, daher schrieb der Allbarmherzige: <i>von Menschen</i>, nicht aber alle Menschen.
ו ואי כתב רחמנא מאדם דלא סגיא ליה בלא עבודה אבל שדה סגיא ליה בדיסתורן ואי אשמעינן הני תרתי משום דהכא חיותא והכא חיותא אבל מטלטלין ליחרמינהו כולהו צריכי
6 Und würde der Allbarmherzige nur geschrieben haben: <i>von Menschen</i>, [so könnte man glauben,] weil man ohne Arbeit nicht auskommen kann, bei einem Felde aber ist Pacht möglich. Und würde er es nur von beiden gelehrt haben, so könnte man glauben, weil dieses zum Leben nötig ist und jene zum Leben nötig sind, bewegliche Sachen aber könne man vollständig als Banngut weihen. Daher ist alles nötig.
ז בהמה למה לי לכדתניא יכול יחרים אדם בנו ובתו עבדו ושפחתו העבריים ושדה מקנתו תלמוד לומר בהמה מה בהמה יש לו רשות למוכרה אף כל שיש לו רשות למוכרה
7 Wozu ist dies vom Vieh nötig? — Wegen der folgenden Lehre: Man könnte glauben, ein Mensch dürfe seinen Sohn, seine Tochter, seine hebräischen Sklaven und Sklavinnen und sein gekauftes Feld als Banngut weihen, so heißt es <i>Vieh</i>; wie es einem freisteht, sein Vieh zu verkaufen, ebenso alles andre, was er verkaufen darf.
ח והלא בתו קטנה יש לו רשות למוכרה יכול יחרימנה תלמוד לומר בהמה מה בהמה יש לו רשות למוכרה לעולם אף כל שיש לו רשות למוכרה לעולם:
8 Man könnte glauben, man dürfe seine minderjährige Tochter, die man verkaufen darf, als Banngut weihen, so heißt es <i>Vieh</i>; wie man sein Vieh für immer verkaufen darf, ebenso alles andere, was man für immer verkaufen darf.
ט אמר רבי אלעזר בן עזריה אם לגבוה אין אדם רשאי כו': היינו ת"ק
9 R. E<small>LEA͑ZAR B.</small> A<small>͑ZARJA SPRACH:</small> W<small>ENN EIN</small> M<small>ENSCH NICHT EINMAL DEM</small> H<small>ÖCHSTEN &amp;C</small>. Das sagt ja auch der erste Autor!? —
י איכא בינייהו דרבי אילא דאמר רבי אילא באושא התקינו המבזבז אל יבזבז יותר מחומש
10 Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich der Lehre R. Ilas, denn R. Ila sagte: In Uša haben sie angeordnet, wer verschwenderisch spendet, verschwende nicht mehr als ein Fünftel.
יא מעשה באחד שבקש לבזבז יותר מחומש ולא הניחו לו חבריו ומנו רבי ישבב ואמרי לה רבי ישבב ולא הניחו לו חביריו ומנו רבי עקיבא:
11 Einst wollte jemand mehr als ein Fünftel verschwenden, und seine Genossen ließen es nicht zu; das war R. Ješebab. Manche sagen, R. Ješebab wollte es, und seine Genossen ließen es nicht zu, das war R. A͑qiba.
יב <big><strong>מתני׳</strong></big> המחרים בנו ובתו ועבדו ושפחתו העברים ושדה מקנתו אין מוחרמין שאין אדם מחרים דבר שאינו שלו הכהנים והלוים אין מחרימין דברי רבי יהודה ר"ש אומר הכהנים אין מחרימין שהחרמין שלהן והלוים מחרימין שאין החרמין שלהן
12 <b>W</b><small>ENN JEMAND SEINEN</small> S<small>OHN, SEINE</small> T<small>OCHTER, SEINEN HEBRÄISCHEN</small> S<small>KLAVEN, SEINE HEBRÄISCHE</small> S<small>KLAVIN ODER SEIN GEKAUFTES</small> F<small>ELD ALS</small> B<small>ANNGUT WEIHT, SO SIND SIE KEIN</small> B<small>ANNGUT, DENN NIEMAND KANN ALS</small> B<small>ANNGUT</small> <small>WEIHEN, WAS NICHT IHM GEHÖRT</small>. P<small>RIESTER UND</small> L<small>EVITEN KÖNNEN NICHTS ALS</small> B<small>ANNGUT WEIHEN — SO</small> R. J<small>EHUDA</small>. R. Š<small>IMO͑N SAGT,</small> P<small>RIESTER KÖNNEN NICHT ALS</small> B<small>ANNGUT WEIHEN, WEIL DAS</small> B<small>ANNGUT IHNEN</small> <small>ZUFÄLLT,</small> L<small>EVITEN KÖNNEN ALS</small> B<small>ANNGUT WEIHEN, WEIL DAS</small> B<small>ANNGUT NICHT IHNEN ZUFÄLLT</small>.
יג אמר רבי נראין דברי רבי יהודה בקרקעות שנאמר כי אחוזת עולם היא להם ודברי ר"ש במטלטלין שאין החרמין שלהן:
13 R<small>ABBI SAGTE:</small> D<small>IE</small> W<small>ORTE</small> R. J<small>EHUDAS SIND EINLEUCHTEND BEI</small> G<small>RUNDSTÜCKEN, DENN ES HEISST</small>: <i>denn ein ewiger Erbbesitz ist es ihnen</i>, <small>UND DIE</small> W<small>ORTE</small> R. Š<small>IMO͑NS BEI BEWEGLICHEN</small> S<small>ACHEN, DENN DAS</small> B<small>ANNGUT GEHÖRT NICHT IHNEN</small>.
יד <big><strong>גמ׳</strong></big> ור' יהודה בשלמא כהנים אין מחרימין שחרמין שלהן אלא לוים בשלמא מקרקעי לא מחרמי דכתיב כי אחוזת עולם היא להם אלא מטלטלי ליחרמי אמר קרא מכל אשר לו ומשדה אחוזתו מקיש מטלטלין לקרקעות
14 GEMARA. Einleuchtend ist es nach R. Jehuda, daß Priester nichts als Banngut weihen können, weil das Banngut ihnen gehört, Leviten aber sollten doch, wenn sie auch Grundstücke nicht als Banngut weihen können, denn es heißt: <i>denn ein ewiger Erbbesitz ist es ihnen</i>, bewegliche Sachen als Banngut weihen können!? — Die Schrift sagt: <i>von allem, was ihm gehört &amp;c. von seinem Erbbesitzfelde</i>, sie vergleicht bewegliche Sachen mit Grundstücken. —
טו ורבי שמעון בשלמא כהנים כדאמרן אלא לוים בשלמא מטלטלים לחרים דלא מקיש אלא מקרקעי אמאי הכתיב אחוזת עולם היא להם מאי מחרימין נמי דקאמר מטלטלי
15 Erklärlich ist es nach R. Šimo͑n von Priestern, wie wir eben gesagt haben, wieso aber können Leviten, wenn sie auch bewegliche Sachen als Banngut weihen können, weil er sie nicht vergleicht, Grundstücke weihen, es heißt ja: <i>denn ein ewiger Erbbesitz ist es ihnen</i>!? — Das Bannen, von dem er spricht, bezieht sich auch nur auf bewegliche Sachen. —
טז והא מדקתני סיפא אמר רבי נראין דברי רבי יהודה במקרקעי ודברי רבי שמעון במטלטלי מכלל דרבי שמעון מקרקעי נמי קאמר הכי קאמר אמר רבי נראין דברי רבי יהודה לרבי שמעון בקרקעות שאף ר"ש לא נחלק [עליו] אלא במטלטלין אבל בקרקעות מודה ליה:
16 Im Schlußsatz lehrt er ja aber: Rabbi sagte: Die Worte R. Jehudas sind einleuchtend bei Grundstücken und die Worte R. Šimo͑ns bei beweglichen Sachen. Demnach spricht ja R. Šimo͑n auch von Grundstücken!? — Er meint es wie folgt: Rabbi sagte: Die Worte R. Jehudas sind auch R. Šimo͑n einleuchtend bei Grundstücken, denn R. Šimo͑n streitet gegen ihn nur über bewegliche Sachen, bei Grundstücken aber pflichtet er ihm bei.
יז א"ר חייא בר אבין החרים מטלטלין נותנן לכל כהן שירצה שנאמר כל חרם בישראל
17 R. Ḥija b. Abin sagte: Hat jemand bewegliche Sachen als Banngut geweiht, so gebe er sie jedem ihm beliebigen Priester, denn es heißt: <i>alles</i> <i>Gebannte in Jisraél </i>