Beitzah 22

Kapitel 22

א התם לא מוכחא מלתא משום דחזי למזגא עליה הכא אתי למימר מאי טעמא שרו לי רבנן כי היכי דלא לסרח מה לי למשטחינהו מה לי לממלחינהו
1 Bei dieser ist es nicht ersichtlich, da sie auch zum Sitzen verwendbar ist, hierbei aber könnte man folgern: die Rabbanan haben es erlaubt, damit sie nicht übelriechend werde, so ist es ja einerlei, ob Ausbreiten oder Salzen!?
ב אמר רב יהודה אמר שמואל מולח אדם כמה חתיכות בשר בבת אחת אף על פי שאינו צריך אלא לחתיכה אחת רב אדא בר אהבה מערים ומלח גרמא גרמא:
2 R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Man darf mehrere Stücke Fleisch zusammen salzen, auch wenn man nur eines braucht. R. Ada b.Ahaba wandte eine List an und salzte Stück nach Stück.
ג <big><strong>מתני׳</strong></big> בית שמאי אומרים אין מסלקין את התריסין ביום טוב ובית הלל מתירין אף להחזיר:
3 <b>D</b><small>IE</small> S<small>CHULE</small> Š<small>AMMAJS SAGT, MAN DÜRFE AM</small> F<small>ESTTAGE DIE</small> S<small>CHALTER NICHT ABNEHMEN; DIE</small> S<small>CHULE</small> H<small>ILLELS ERLAUBT SOGAR, SIE WIEDER EINZUHÄNGEN</small>.
ד <big><strong>גמ׳</strong></big> מאי תריסין אמר עולא תריסי חנויות
4 GEMARA. Welche Schalter? U͑la erwiderte: Schalter der Krämerbuden.
ה אמר עולא שלשה דברים התירו סופן משום תחלתן ואלו הן עור לפני הדורסן ותריסי חנויות
5 Ferner sagte U͑la: Dreierlei haben sie als Beendigung wegen des Anfangs erlaubt, und zwar: die Haut zum Darauftreten [hinlegen], die Schalter der Krämerbuden [abnehmen]
ו וחזרת רטיה במקדש
6 und beim Tempel[dienste] ein Pflaster wieder auflegen.
ז ורחבא אמר רבי יהודה אף הפותח חביתו ומתחיל בעיסתו על גב הרגל
7 Reḥaba sagte im Namen R. Jehudas: Auch die Beendigung, wenn man für den Festbedarf ein Faß geöffnet oder den Teig angeschnitten hat,
ח ואליבא דרבי יהודה דאמר יגמור
8 nach R. Jehuda, welcher sagt, er dürfe [den Verkauf] beendigen. –
ט עור לפני הדורסן תנינא מהו דתימא טעמייהו דבית הלל משום דחזי למזגא עלייהו ואפילו מערב יום טוב נמי קמ"ל התירו סופן משום תחלתן דיום טוב אין דערב יום טוב לא
9 Von der Haut zum Darauftreten haben wir es ja ausdrücklich gelernt!? – Da dies nach der Schule Hillels aus dem Grunde [erlaubt ist], weil sie verwendbar ist, sich darauf zu setzen, so könnte man glauben, auch ein am Vorabend des Festes [abgezogenes], so lehrt er uns, daß man die Beendigung wegen des Anfangs erlaubt habe, nur vom Festtage, nicht aber vom Vorabend des Festes. –
י תריסי חנויות נמי תנינא [ובית הלל מתירין אף להחזיר] מהו דתימא טעמייהו דבית הלל משום דאין בנין בכלים ואין סתירה בכלים ואפילו דבתים נמי קמ"ל התירו סופן משום תחלתן דחנויות אין דבתים לא
10 Von den Schaltern der Krämerbuden haben wir es ja ebenfalls ausdrücklich gelernt: die Schule Hillels erlaubt sogar sie wieder einzuhängen!? – Da dies nach der Schule Hillels aus dem Grunde [erlaubt] ist, weil es bei Geräten kein Bauen und kein Niederreißen gibt, so könnte man glauben, auch solche an Häusern, so lehrt er uns, daß man die Beendigung wegen des Anfangs erlaubt habe, nur der Krämerbuden, nicht aber der Häuser. –
יא חזרת רטיה במקדש נמי תנינא מחזירין רטיה במקדש אבל לא במדינה מהו דתימא טעמא מאי משום דאין שבות במקדש אפילו כהן דלאו בר עבודה הוא קמ"ל התירו סופן משום תחלתן דבר עבודה אין דלאו בר עבודה לא
11 Vom Wieder auf legen eines Pflasters beim Tempel[dienste] haben wir es ja ebenfalls ausdrücklich gelernt: Man darf im Tempel ein Pflaster wieder auflegen, nicht aber in der Provinz!? Da dies aus dem Grunde [erlaubt ist], weil es im Tempel kein [Verbot] des Feierns wegen gibt, so könnte man glauben, auch ein Priester, der nicht den Tempeldienst verrichtet, so lehrt er uns, daß man die Beendigung wegen des Anfangs erlaubt habe, nur der den Tempeldienst verrichtet, nicht aber, der den Tempeldienst nicht verrichtet. –
יב פותח את חביתו נמי תנינא הפותח את חביתו ומתחיל בעיסתו על גב הרגל רבי יהודה אומר יגמור וחכמים אומרים לא יגמור
12 Vom Öffnen eines Fasses haben wir es ja ebenfalls ausdrücklich gelernt: Wer für den Festbedarf ein Faß geöffnet oder einen Leib angeschnitten hat, darf [den Verkauf], wie R. Jehuda sagt, beendigen, und wie die Weisen sagen, nicht beendigen!?
יג מהו דתימא טומאת עם הארץ ברגל כטהרה שויוה רבנן ואף על גב דלא התחיל נמי קמ"ל התירו סופן משום תחלתן התחיל אין לא התחיל לא
13 Da die Rabbanan die Unreinheit der Leute aus dem gemeinen Volke während des Festes der Reinheit gleichgestellt haben, so könnte man glauben, auch wenn man nicht angefangen hat, so lehrt er uns, daß man die Beendigung wegen des Anfangs erlaubt habe, nur wenn er bereits angefangen hat, nicht aber, wenn er nicht angefangen hat. –
יד ועולא מאי טעמא לא אמר הא בפלוגתא לא קא מיירי הנך נמי פלוגתא נינהו בית שמאי במקום בית הלל אינה משנה
14 Weshalb zählt U͑la dies nicht mit? [Von dem, worüber] ein Streit besteht, spricht er nicht. – Auch über jene besteht ja ein Streit!? – Die Ansicht der Schule Šammajs gegen die Schule Hillels gilt nichts. –
טו מתניתין דלא כי האי תנא דתניא אמר רבי שמעון בן אלעזר מודים בית שמאי ובית הלל שמסלקין את התריסין ביום טוב לא נחלקו אלא להחזיר שבית שמאי אומרים אין מחזירין ובית הלל אומרים אף מחזירין במה דברים אמורים בשיש להן ציר אבל אין להן ציר דברי הכל מותר
15 Unsere Mischna vertritt nicht die Ansicht des Autors der folgenden Lehre: R. Šimo͑n b. Elea͑zar sagte: Die Schule Šammajs und die Schule Hillels stimmen überein, daß man am Festtage die Schalter abnehmen darf, sie streiten nur über das Wiedereinhängen; die Schule Šammajs sagt, man dürfe sie nicht wiedereinhängen, und die Schule Hillels sagt, man dürfe sie wiedereinhängen. Diese Worte gelten nur, Wenn sie Angeln haben, wenn sie aber keine Angeln haben, stimmen alle überein, daß es erlaubt ist. –
טז והתניא במה דברים אמורים בשאין להן ציר אבל יש להן ציר דברי הכל אסור אמר אביי בשיש להן ציר מן הצד דברי הכל אסור אין להן ציר כל עיקר דברי הכל מותר כי פליגי בשיש להן ציר באמצע
16 Es wird ja aber gelehrt: Diese Worte gelten nur, wenn sie keine Angeln haben, wenn sie aber Angeln haben, stimmen alle überein, daß es verboten ist!? – Abajje erwiderte: Wenn sie Angeln an der Seite haben, stimmen alle überein, daß es verboten ist, wenn sie überhaupt keine Angeln haben, stimmen alle überein, daß es erlaubt ist, sie streiten nur über den Fall, wenn sie Angeln in der Mitte haben;