Beitzah 49

Kapitel 49

א חוץ לתחום אסור והבא בשביל ישראל זה מותר לישראל אחר
1 wenn von außerhalb des [Šabbath]gebietes, verboten. Und was für einen Jisraéliten gebracht wird, ist für einen anderen Jisraéliten erlaubt.
ב אמר רבה בר רב הונא אמר רב הסוכר אמת המים מערב יום טוב ולמחר השכים ומצא בה דגים מותרין
2 Rabba b.R. Hona sagte im Namen Rabhs: Wenn man am Vorabend des Festes den Teich absperrt und am folgenden Morgen in diesem Fische findet, so sind sie erlaubt.
ג אמר רב חסדא מדברי רבינו נלמוד חיה שקננה בפרדס אינה צריכה זמון אמר רב נחמן נפל חברין ברברבתא איכא דאמרי אמר רבה בר רב הונא מדברי רבינו נלמוד חיה שקננה בפרדס אינה צריכה זמון אמר רב נחמן נפל בר חברין ברברבתא
3 R. Ḥisda sprach: Aus den Worten unseres Meisters lernen wir, daß, wenn ein Tier in einem Obstgarten haust, man nicht [die Jungen für das Fest] besonders zu bestimmen braucht. R. Naḥman sprach: Unser Kollege geriet unter die Großen. Manche lesen: Rabba b.R. Hona sprach: Aus den Worten unseres Meisters lernen wir, daß, wenn ein Tier in einem Obstgarten haust, man nicht [die Jungen für das Fest] besonders zu bestimmen braucht. R. Naḥman sprach: Der Sohn unseres Kollegen geriet unter die Großen.
ד התם לא קא עביד מעשה הכא קא עביד מעשה
4 Hierbei hat man ja keine Tätigkeit ausgeübt, während man da eine Tätigkeit ausgeübt hat.
ה ולא בעיא זמון והתניא חיה שקננה בפרדס צריכה לזמן וצפור דרור צריך לקשור בכנפיה כדי שלא תתחלף באמה וזו עדות שהעידו מפי שמעיה ואבטליון תיובתא
5 Und ist etwa keine besondere Bestimmung nötig, es wird ja gelehrt: Wenn ein Tier in einem Obstgarten haust, so muß man [die Jungen für das Fest] besonders bestimmen; einem frei umherfliegenden Vogel muß man etwas an den Flügel binden, damit man ihn nicht mit der Mutter verwechsle. Dies bekundeten sie im Namen von Šema͑ja und Ptollion!? Dies ist eine Widerlegung. –
ו ומי בעיא זמון והתניא אמר ר"ש בן אלעזר מודים בית שמאי ובית הלל על שהזמינן בתוך הקן ומצא לפני הקן שאסורין במה דברים אמורים ביוני שובך ויוני עליה וצפרים שקננו בטפיחין ובבירה אבל אווזים ותרנגולים ויוני הרדסיאות וחיה שקננה בפרדס מותרין ואין צריכין זמון וצפור דרור צריכה לקשר בכנפיה כדי שלא תתחלף באמה
6 Ist denn eine Bestimmung nötig, es wird ja gelehrt: R. Šimo͑n b.Elea͑zar sagte: Die Schule Šammajs und die Schule Hillels stimmen überein, daß, wenn man [Tauben] im Neste bestimmt hat und welche vor dem Neste findet, sie verboten sind. Diese Worte gelten nur von im Schlage und auf dem Boden sich aufhaltenden Tauben und in Nestern und Wölbungen nistenden Vögeln, Gänse aber, Hühner, Haustauben und im Obstgarten hausende Tiere sind erlaubt, ohne daß man sie besonders zu bestimmen braucht. Einem frei umherfliegenden Vogel binde man etwas an den Flügel, damit man ihn nicht mit der Mutter verwechsle.
ז והמקושרים והמנוענעין בבורות ובבתים ובשיחין ובמערות מותרין ובאילנות אסורין שמא יעלה ויתלוש והמקושרין והמנוענעין בכל מקום אסורין משום גזל
7 An denen etwas festgebunden ist, die befühlt worden sind, sind, wenn sie sich in Gewölben, Häusern, Graben oder Höhlen befinden, erlaubt, wenn aber auf Bäumen, verboten, weil man heraufsteigen und etwas abpflücken könnte. [Tauben,] an denen etwas festgebunden ist, oder die befühlt worden sind, sind überall als fremdes Eigentum verboten!?
ח אמר רב נחמן לא קשיא הא בה הא באמה אמה בזמון סגי לה צידה מעליותא בעיא
8 R. Naḥman [b. Jiçḥaq] erwiderte: Das ist kein Einwand; das eine gilt von den Jungen und das andere von der Mutter. – Genügt denn für die Mutter die Bestimmung, diese muß ja eingefangen werden!?
ט אלא אמר ר"נ בר יצחק אידי ואידי בדידה הא בגנה הסמוכה לעיר הא בגנה שאינה סמוכה:
9 Vielmehr, erwiderte R. Naḥman b.Jiçḥaq, gilt beides von den Jungen, nur gilt das eine von einem nahe der Stadt gelegenen Garten und das andere von einem nicht nahe der Stadt gelegenen Garten.
י <big><strong>מתני׳</strong></big> בהמה מסוכנת לא ישחוט אלא אם כן יש שהות ביום לאכול ממנה כזית צלי ר"ע אומר אפילו כזית חי מבית טביחתה
10 <b>E</b><small>IN IN</small> L<small>EBENSGEFAHR</small> S<small>CHWEBENDES</small> V<small>IEH DARF MAN</small> <small>NUR DANN SCHLACHTEN</small>, <small>WENN MAN VON DIESEM NOCH AM</small> T<small>AGE EIN OLIVENGROSSES</small> S<small>TÜCK GEBRATEN ESSEN KANN;</small> R. A͑<small>QIBA SAGT, AUCH WENN NUR EIN OLIVENGROSSES</small> S<small>TÜCK ROH VON DER</small> S<small>CHLACHTSTELLE</small>.
יא שחטה בשדה לא יביאנה במוט ובמוטה אבל מביא בידו אברים אברים:
11 H<small>AT MAN ES AUF DEM</small> F<small>ELDE GESCHLACHTET</small>, <small>SO DARF MAN ES NICHT AN EINER</small> S<small>TANGE ODER AUF EINER</small> T<small>RAGE HEIMBRINGEN, WOHL ABER GLIEDWEISE IN DER</small> H<small>AND</small>.
יב <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רמי בר אבא הפשט ונתוח בעולה והוא הדין לקצבים מכאן למדה תורה דרך ארץ שלא יאכל אדם בשר קודם הפשט ונתוח
12 GEMARA. Rami b.Abba sagte: Enthäuten und Zerlegen erfolgt beim Brandopfer, und dasselbe gilt auch für Schlächter; die Tora lehrt damit Lebensart, daß man vor dem Enthäuten und dem Zerlegen vom Fleische nicht esse. –
יג (לאפוקי) מאי קמ"ל אילימא לאפוקי מדרב הונא דאמר רב הונא בהמה בחייה בחזקת איסור עומדת עד שיודע לך במה נשחטה
13 Was schließt dies aus: wollte man sagen, die Lehre R. Honas, denn R. Hona sagte, das lebende Vieh befinde sich solange im Zustande des Verbotenen, bis dir bekannt wird, wie es geschlachtet worden ist,
יד נשחטה בחזקת היתר עומדת עד שיודע לך במה נטרפה
14 das geschlachtete Vieh befinde sich solange im Zustande des Erlaubten, bis dir bekannt wird, wodurch es verboten worden ist,
טו והאנן תנן מתניתין כדרב הונא דתנן ר"ע אומר אפילו כזית חי מבית טביחתה מאי לאו מבית טביחתה ממש
15 so lehrt ja unsere Mišna übereinstimmend mit R. Hona!? Wir haben nämlich gelernt: R. A͑qiba sagt, auch wenn nur ein olivengroßes Stück roh von der Schlachtstelle. Doch wohl wörtlich, von der Stelle, wo es geschlachtet wird. –
טז לא ממקום שטובחת אכילתה
16 Nein, von der Stelle, wo es die Speisen verdaut. –
יז והא תני רבי חייא מקום טביחתה ממש אלא רמי בר אבא
17 Aber R. Ḥija lehrte ja: Wörtlich, von der Stelle, wo es geschlachtet wird!? – Vielmehr, Rami b. Abba