Bekhorot 22

Kapitel 22

א ממורחין מן העובד כוכבים מעשרן והן שלו
1 glattgestrichenes Getreide von einem Nichtjuden kauft, so verzehnte er es und [der Zehnt] ist sein.
ב דמרחינהו מאן אילימא דמרחינהו עובד כוכבים דגנך אמר רחמנא ולא דגן עובד כוכבים
2 Wer soll es glattgestrichen haben: hat der Nichtjude es glattgestrichen, so sagt ja der Allbarmherzige: <i>dein Getreide,</i> nicht aber das Getreide eines Nichtjuden!? –
ג אלא דמרחינהו ישראל מרשות עובד כוכבים מעשרן דאין קנין לעובד כוכבים בארץ ישראל להפקיע מיד מעשר והן שלו דאמר ליה קאתינא מכח גברא דלא מצית אישתעיה דינא בהדיה
3 Vielmehr, wenn der Jisraélit es im Besitze des Nichtjuden glattgestrichen hat. Er entrichte davon den Zehnten, weil ein Nichtjude im Jisraéllande kein Aneignungsrecht hat, etwas der Verzehntung zu entziehen, und [der Zehnt] ist sein, denn er kann zu ihmsagen: ich bin Rechtsnachfolger eines Mannes, mit dem du nicht prozessieren kannst.
ד תנן התם המפקיד פירותיו אצל הכותי ואצל עם הארץ בחזקתן למעשר ולשביעית
4 Dort haben wir gelernt: Wenn jemand seine Früchte einem Samaritaner oder einem Manne aus dem gemeinen Volkezur Aufbewahrung gibt, so verbleiben sie in ihrem Zustande hinsichtlich der Zehnte und des Siebentjahres;
ה אצל העובד כוכבים כפירותיו ר"ש אומר דמאי
5 wenn bei einem Fremdlinge, so gleichen sie seinen Früchten. R. Šimo͑n sagt, sie seien Demaj.
ו אר"א להפריש כולי עלמא לא פליגי כי פליגי ליתנן לכהן תנא קמא סבר ודאי חלפינהו ובעי מיתננהו לכהן ור' שמעון סבר דמאי
6 R. Elea͑zar sagte: Über die Absonderung streiten sie nicht, sie streiten nur, ob man sie dem Priester gebe. Der erste Autor ist der Ansicht, jener habe sie entschieden vertauscht, und man muß sie daher dem Priester geben, und R. Šimo͑n ist der Ansicht, sie seien Demaj.
ז יתיב רב דימי וקאמר להא שמעתא א"ל אביי טעמא דמספקא לן אי חלפינהו אי לא חלפינהו הא ודאי חלפינהו דכולי עלמא בעי למיתבינהו לכהן והאמר ר' שמואל אמר ר' חנינא הלוקח טבלים מן העובד כוכבים ממורחין מעשרן והן שלו
7 R. Dimi saß und trug diese Lehre vor, da sprach Abajje zu ihm: Also nur aus dem Grunde, weil es uns zweifelhaft ist, ob er sie vertauscht hat oder nicht vertauscht hat, wenn er sie aber sicher vertauscht hat, sind alle der Ansicht, er müsse sie dem Priester geben; aber R. Šemuél sagte ja im Namen R. Ḥaninas, wer von einem Nichtjuden unverzehntetes glattgestrichenes Getreide kauft, Verzehnte es, und es ist sein eigen!? –
ח דלמא כאן בתרומה גדולה כאן בתרומת מעשר
8 Vielleicht gilt eines von der großen Hebe und eines von der Zehnthebe.
ט אזכרתן מילתא דא"ר יהושע בן לוי מנין ללוקח טבלים ממורחין מן העובד כוכבים שהוא פטור מתרומת מעשר שנאמר (במדבר יח, כו) ואל הלוים תדבר ואמרת אליהם כי תקחו מאת בני ישראל טבלים שאתה לוקח מבני ישראל אתה מפריש מהן תרומת מעשר ונותנה לכהן טבלים שאתה לוקח מן העובד כוכבים אי אתה מפריש מהן תרומת מעשר ונותנה לכהן:
9 Du hast mich einer Sache erinnert, die R. Jehošua͑ b. Levi gesagt hat: Woher, daß, wenn jemand unverzehntetes glattgestrichenes Getreide von einem Nichtjuden kauft, er von der Zehnthebe frei sei? Es heißt:<i>und zu den Leviten rede und spricht zu ihnen: wenn ihr von den Kindern Jisraél kaufet;</i> von Unverzehntetem, das du von einem Jisraéliten kaufst, sondere die Zehnthebe ab und gib sie dem Priester, von Unverzehntetem aber, das du von einem Nichtjuden kaufst, brauchst du nicht die Zehnthebe abzusondern und dem Priester zu geben.
י ואם מת נהנים בו: דמית היכא אילימא דמית בי כהן ונהנה בו כהן פשיטא ממונא דידיה הוא אלא דמית בי בעלים ונהנה בו כהן הא נמי פשיטא
10 I<small>ST ES VERENDET, SO DARF MAN ES NUTZNIESSEN.</small> Bei wem verendet, wollte man sagen, beim Priester verendet, so ist es ja selbstverständlich, daß der Priester es nutznießen darf, es ist ja sein Geld, und wenn beim Eigentümer verendet, so ist es ja ebenfalls selbstverständlich, daß der Priester es nutznießen darf!? –
יא סד"א כל כמה דלא מטא לידיה לא זכה ביה קמ"ל דמעידנא דאפרשיה ברשותיה דכהן קאי:
11 Man könnte glauben, solange es nicht in seine Hand gekommen ist, habe er es nicht geeignet, so lehrt er uns, daß es schon seit der Absonderung sich im Besitze des Priesters befindet.