Bekhorot 75

Kapitel 75

א כמלא נקב של עול אישתיק וא"ל רב חסדא שמא מקדח וחיסומו שנינו
1 so groß wie das Loch an der Jochdeichsel. Als er darauf schwieg, sprach R. Ḥisda zu ihm: Vielleicht lautet die Lehre: wie die des Bohrers und seiner Ausweitung.
ב וא"ל רב תחליפא לא תימא שמא אלא ודאי מקדח וחיסומו צריך להתלות עליה כחזקיה אבי עקש
2 Hierauf sprach R. Taḥlipha zu ihm: Sage nicht vielleicht, sondern entschieden: wie die des Bohrers und seiner Ausweitung. Du kannst dich darauf verlassen, wie Ḥizqija, der Vater des I͑qqeš.
ג דתנן זו עדות העיד חזקיה אבי עקש לפני רבן גמליאל ביבנה שאמר משום רבן גמליאל הזקן כל שאין לו תוך בכלי חרס אין לו אחורים לחליקה נטמא תוכו נטמא גבו נטמא גבו נטמא תוכו
3 Wir haben nämlich gelernt: Folgende Bekundung bekundete Ḥizqija, der Vater des I͑qqeš, vor R. Gamliél in Jabne im Namen R. Gamliéls des Älteren: Jedes Tongefäß, das kein Innereshat, hat kein Äußeres hinsichtlich der Teilung; wird sein Inneres unrein, so ist auch sein Äußeres unrein, wird sein Äußeres unrein, so ist auch sein Inneres unrein. –
ד כלי חרס בתוכו תלה רחמנא אית ליה תוך איטמי ליה לית ליה תוך לא איטמי ליה
4 Beim Tongefäße hat es ja der Allbarmherzige vom Inneren abhängig gemacht: hat es ein Inneres, so wird es unrein, und hat es kein Inneres, so wird es nicht unrein!?
ה א"ר יצחק בר אבין הכי קאמר כל שאין לו תוך בכלי חרס כנגדו בכלי שטף אין לו אחורים לחליקה נטמא תוכו נטמא גבו נטמא גבו נטמא תוכו
5 R. Jiçḥaq b. Abin erwiderte: Er meint es wie folgt: Was beim Tongefäße kein Inneres hat, hat entsprechend beim Holzgefäßekein Äußeres hinsichtlich der Teilung; wird sein Inneres unrein, so ist auch sein Äußeres unrein, wird sein Äußeres unrein, so ist auch sein Inneres unrein. –
ו למה לי למיתלייה בכלי חרס נימא כל שאין לו תוך בכלי שטף אין לו אחורים לחליקה
6 Wozu die Anlehnung an das Tongefäß, sollte er doch sagen: was beim Holzgefäße kein Inneres hat, hat kein Äußeres hinsichtlich der Teilung!? –
ז הא קמ"ל דיש לו תוך הרי הוא ככלי חרס מה כלי חרס נטמא תוכו נטמא גבו לא נטמא תוכו לא נטמא גבו אף כלי שטף נטמא תוכו נטמא גבו לא נטמא תוכו לא נטמא גבו
7 Folgendes lehrt er uns: hat es ein Inneres, so gleicht es einem Tongefäße: wie beim Tongefäße, wenn sein Inneres unrein wird, auch sein Äußeres unrein ist, und wenn sein Inneres nicht unrein wird, auch sein Äußeres nicht unrein ist, ebenso ist beim Holzgefäße, wenn sein Inneres unrein wird, auch sein Äußeres unrein, und wenn sein Inneres nicht unrein wird, auch sein Äußeres nicht unrein. –
ח בשלמא כלי חרס גלי ביה רחמנא תוכו אלא כלי שטף מי גלי ביה רחמנא תוכו
8 Allerdings sagt der Allbarmherzige beim Tongefäße ‘Inneres’, aber sagt etwa der Allbarmherzige ‘Inneres’ beim Holzgefäße!? –
ט אי בטומאה דאורייתא ה"נ הכא במאי עסקינן בטומאת משקין דרבנן דתנן כלי שנטמא אחוריו במשקין אחוריו טמאין תוכו אגנו אזנו וידיו טהורין נטמא תוכו כולו טמא
9 Bei einer Unreinheit nach der Tora ist demauch so, hier aber handelt es sich um die rabbanitische Unreinheit durch eine Flüssigkeit. Wir haben nämlich gelernt: Wird das Äußere eines Gefäßes durch Flüssigkeit unrein, so ist sein Äußeres unrein, sein Inneres, sein Rand, sein Henkel und sein Griff sind rein; wird aber sein Inneres unrein, so ist es vollständig unrein.
י דמדאורייתא אין אוכל מטמא כלי ואין משקה מטמא כלי ורבנן הוא דגזור משום משקה זב וזבה
10 Nach der Tora macht eine Speise kein Gefäß unrein und macht eine Flüssigkeit kein Gefäß unrein, nur haben die Rabbanan dies angeordnet, wegen der Flüssigkeit von männlichen oder weiblichen Flußbehafteten;
יא הלכך שויוה רבנן כטומאה דכלי חרס ולא שויוה רבנן כטומאה דאורייתא דנפשיה
11 daher haben die Rabbanan es der Unreinheit des Tongefäßes gleichgestellt und nicht der eigentlichen Unreinheit der Tora.
יב עבדו רבנן היכירא כי היכי דלא לישרוף עליה תרומה וקדשים אי הכי אין לו תוך נמי ליעביד נמי היכירא
12 Die Rabbanan haben nämlich hierbei ein Kennzeichengemacht, damit man nicht wegen dieser Hebe und Heiligesverbrenne. – Demnach sollten sie ein Kennzeichen machen, auch wenn es kein Inneres hat!? –
יג כיון דעבדו היכירא ביש לו תוך ידיע דאין לו תוך דרבנן
13 Da sie ein Kennzeichen gemacht haben, wenn es ein Inneres hat, so weiß man, daß, wenn es kein Inneres hat, [die Unreinheit] rabbanitisch ist. –
יד ואין לו תוך בכלי שטף דאורייתא בר קבולי טומאה הוא דומיא דשק בעינן מה שק מיטלטל מלא וריקן אף כל מיטלטל מלא וריקן
14 Ist denn ein Holzgefäß, wenn es kein Inneres hat, nach der Tora verunreinigungsfähig, es muß ja einem Sackegleichen: wie ein Sack beweglich ist und voll und leer sein kann, ebenso alles, was beweglich ist und voll und leersein kann!? –
טו בהנך דחזו למדרסות אי הכי חרס נמי אין מדרס בכלי חרס
15 Solche, die es durch Auftretensein können. – Demnach sollte diesauch vom Tongefäße gelten!? – Bei Tongefäßen gibt es kein Auftreten.
טז רב פפא אמר מקדח גדול שנינו
16 R. Papa erklärte: Wir haben esvon einem großen Bohrer gelernt. –
יז מכלל דמקדח סתם זוטרא נמי מכסלע הניחא לרבי מאיר אלא לרבנן מאי איכא למימר
17 Demnach ist unter einem gewöhnlichen Bohrer ein kleinerer als ein Sela͑ zu verstehen. Allerdings nach R. Meír, wie ist es aber nach den Rabbanan zu erklären!?
יח דתנן באיזה מקדח אמרו בקטן של רופאים דברי רבי מאיר וחכ"א בגדול של לשכה
18 Wir haben nämlich gelernt: Von welchem Bohrer sprechen sie? Wie R. Meír sagt, von einem kleinen der Ärzte; die Weisen sagen, von einem großen der Tempelkammer. –
יט ולרבי מאיר מי ניחא הוה ליה מקולי ב"ש ומחומרי ב"ה ואנן דתנן תנן דלא תנן לא תנן
19 Stimmt es denn nach R. Meír, demnach wäre dies ja von den Erleichterungen der Schule Šammajs und den Erschwerungen der Schule Hillels, und diesgilt ja nur von solchen, von denen wir es gelernt haben, und nicht von denen wir es nicht gelernt haben!?
כ אמר רב נחמן סלע נירונית שנינו כמקדח גדול סלע סתם זוטרא ממקדח סתם:
20 R. Naḥman erwiderte: Wir haben nur von einem neronischen Sela͑ gelernt, daß er so [groß] wie ein großer Bohrer sei, ein gewöhnlicher Sela͑ aber ist kleiner als ein gewöhnlicher Bohrer.
כא <big><strong>מתני׳</strong></big> הריס של עין שניקב שנפגם שנסדק הרי בעינו דק תבלול חלזון נחש עצב איזהו תבלול לבן הפוסק בסירא ונכנס בשחור שחור נכנס בלבן אינו מום:
21 <b>W</b><small>ENN EIN</small> A<small>UGENLID DURCHLÖCHERT IST</small>, <small>VERLETZT ODER GESPALTEN</small>, <small>ODER WENN AN SEINEM</small> A<small>UGE EIN</small> H<small>ÄUTCHEN</small>, <small>EINE</small> T<small>RÜBUNG</small>, <small>EINE</small> F<small>ÄRBUNG</small>, <small>EIN</small> S<small>CHLANGENFLECK ODER EIN</small> W<small>EINKERN IST</small>. T<small>RÜBUNG HEISST ES</small>, <small>WENN DAS</small> W<small>EISSE DIE</small> I<small>RIS UNTERBRICHT UND IN DAS</small> S<small>CHWARZE RAGT</small>. R<small>AGT DAS</small> S<small>CHWARZE IN DAS</small> W<small>EISSE</small>, <small>SO IST DIES KEIN</small> L<small>EIBESFEHLER</small>.