Berakhot 82

Kapitel 82

א שיעורן כרמונים
1 in der Größe eines Granatapfels.
ב ארץ זית שמן אמר ר' יוסי ברבי חנינא ארץ שכל שיעוריה כזיתים כל שיעוריה סלקא דעתך והא איכא הנך דאמרן אלא ארץ שרוב שיעוריה כזיתים
2 Ein Land der Ölbäume, hierzu sagte R. Jose b. R. Ḥanina: Ein Land, dessen Quanten sämtlich von Olivengröße sind. – ‘Dessen Quanten sämtlich’, wie kommst du darauf, da sind ja die eben genannten!? – Vielmehr, dessen Quanten meistens von Olivengröße sind.
ג דבש ככותבת הגסה ביום הכפורים ואידך הני שיעורין בהדיא מי כתיבי אלא מדרבנן וקרא אסמכתא בעלמא
3 Honig, das Quantum einer großen Honigdattel am Versöhnungstage. – Und jener? – Sind denn diese Quanten ausdrücklich vorgeschrieben!? Sie sind vielmehr rabbanitisch und der Vers nur eine Anlehnung.
ד רב חסדא ורב המנונא הוו יתבי בסעודתא אייתו לקמייהו תמרי ורמוני שקל רב המנונא בריך אתמרי ברישא אמר ליה רב חסדא לא סבירא ליה מר להא דאמר רב יוסף ואיתימא ר' יצחק כל המוקדם בפסוק זה קודם לברכה
4 R. Ḥisda und R. Hamnuna saßen bei einer Mahlzeit, und man setzte ihnen Datteln und Granatäpfel vor. Als R. Hamnuna zulangte und den Segen zuerst über die Datteln sprach, sprach R. Ḥisda zu ihm: Hält der Meister nichts von dem, was R. Joseph, manche sagen, R. Jiçḥaq, gesagt hat, daß nämlich das, was im Schriftverse zuerst genannt wird, auch bezüglich des Segensspruches zu bevorzugen sei!? Jener erwiderte: Dieses ist das zweite nach [dem Worte] ‘Land’, jenes ist das fünfte nach [dem Worte] ‘Land’.
ה אמר ליה זה שני לארץ וזה חמישי לארץ אמר ליה מאן יהיב לן נגרי דפרזלא ונשמעינך:
5 Da sprach dieser: Daß uns doch jemand eiserne Füße gäbe, um dich bedienen zu können.
ו איתמר הביאו לפניהם תאנים וענבים בתוך הסעודה אמר רב הונא טעונים ברכה לפניהם ואין טעונים ברכה לאחריהם וכן אמר רב נחמן טעונים ברכה לפניהם ואין טעונים ברכה לאחריהם ורב ששת אמר טעונין ברכה בין לפניהם בין לאחריהם שאין לך דבר שטעון ברכה לפניו ואין טעון ברכה לאחריו אלא פת הבאה בכסנין בלבד ופליגא דר' חייא דא"ר חייא פת פוטרת כל מיני מאכל ויין פוטר כל מיני משקים
6 Es wurde gelehrt: Setzt man ihnen während der Mahlzeit Feigen und Weintrauben vor, so benötigen diese, wie R. Hona sagt, eines Segensspruches vorher, nicht aber benötigen sie eines Segensspruches nachher. Ebenso sagte R. Naḥman, sie benötigen eines Segensspruches vorher, nicht aber benötigen sie eines Segensspruches nachher. R. Šešeth aber sagte, sie benötigen eines Segensspruches sowohl vorher als auch nachher, denn außer dem Brote zu den Rostähren hast du nichts, was vorher eines Segensspruches benötigt und nachher keines Segensspruches benötigt. Er streitet gegen R. Ḥija, denn R. Ḥija sagte, das Brot enthebe jede Art von Speise, und der Wein enthebe jede Art von Getränk.
ז אמר רב פפא הלכתא דברים הבאים מחמת הסעודה בתוך הסעודה אין טעונים ברכה לא לפניהם ולא לאחריהם ושלא מחמת הסעודה בתוך הסעודה טעונים ברכה לפניהם ואין טעונים ברכה לאחריהם לאחר הסעודה טעונים ברכה בין לפניהם בין לאחריהם
7 R. Papa sagte: Die Halakha ist: Zur Mahlzeit Gehöriges, während der Mahlzeit gegessen, benötigt keines Segensspruches, weder vorher noch nachher. Nicht zur Mahlzeit Gehöriges, während der Mahlzeit gegessen, benötigt eines Segensspruches vorher, nicht aber benötigt es eines Segensspruches nachher; nach der Mahlzeit gegessen, benötigt es eines Segensspruches sowohl vorher als auch nachher.
ח שאלו את בן זומא מפני מה אמרו דברים הבאים מחמת הסעודה בתוך הסעודה אינם טעונים ברכה לא לפניהם ולא לאחריהם אמר להם הואיל ופת פוטרתן אי הכי יין נמי נפטריה פת שאני יין
8 Man fragte Ben Zoma: Weshalb sagten sie, zur Mahlzeit Gehöriges, während der Mahlzeit gegessen, benötige keines Segensspruches, weder vorher noch nachher? Er erwiderte: Weil das Brot es enthebt. –Demnach sollte das Brot auch den Wein entheben!?