Berakhot 87

Kapitel 87

א <big><strong>מתני׳</strong></big> הביאו לפניו מליח תחלה ופת עמו מברך על המליח ופוטר את הפת שהפת טפלה לו זה הכלל כל שהוא עיקר ועמו טפלה מברך על העיקר ופוטר את הטפלה:
1 <b>S</b><small>ETZT MAN EINEM ZUERST</small> E<small>INGESALZENES UND</small> B<small>ROT DAZU VOR, SO SPRECHE ER DEN</small> S<small>EGEN ÜBER DAS</small> E<small>INGESALZENE UND ER ENTHEBT DAS</small> B<small>ROT, DENN DAS</small> B<small>ROT IST EINE</small> Z<small>UKOST</small>. D<small>IE</small> R<small>EGEL HIERBEI IST</small>: <small>BEI EINER</small> H<small>AUPTSPEISE MIT</small> Z<small>UKOST SPRECHE MAN DEN</small> S<small>EGEN ÜBER DIE</small> H<small>AUPTSPEISE, UND ER ENTHEBT DIE</small> Z<small>UKOST</small>.
ב <big><strong>גמ׳</strong></big> ומי איכא מידי דהוי מליח עיקר ופת טפלה אמר רב אחא בריה דרב עוירא אמר רב אשי באוכלי פירות גנוסר שנו
2 GEMARA. Gibt es denn so etwas, daß das Eingesalzene Hauptspeise und das Brot Zukost ist!? R. Aḥa, der Sohn R. A͑viras, erwiderte im Namen R. Ašis: Dies lehrten sie von dem, der genezaretische Früchte gegessen hatte.
ג אמר רבה בר בר חנה כי הוה אזלינן בתריה דרבי יוחנן למיכל פירות גנוסר כי הוינן בי מאה מנקטינן ליה לכל חד וחד עשרה עשרה וכי הוינן בי עשרה מנקטינן ליה כל חד וחד מאה מאה וכל מאה מינייהו הוה מחזיק להו צנא בר תלתא סאוי ואכיל להו ומשתבע דלא טעים זיונא זיונא ס"ד אלא אימא מזונא
3 Rabba b. Bar Ḥana erzählte: Als wir R. Joḥanan folgten, um genezaretische Früchte zu essen, pflegten wir, wenn wir hundert waren, je zehn zu nehmen, und wenn wir zehn waren, je hundert zu nehmen; und obgleich ein Korb von drei Seá keine hundert von diesen fassen konnte, schwor er, wenn er sie aß, daß er noch nichts Eßbares gekostet hat. ‘Eßbares’, wie kommst du darauf!? – Sage vielmehr: Sättigendes.
ד רבי אבהו אכיל עד דהוה שריק ליה דודבא מאפותיה ורב אמי ורב אסי הוו אכלי עד דנתור מזייהו רשב"ל הוה אכיל עד דמריד ואמר להו רבי יוחנן לדבי נשיאה והוה משדר ליה רבי יהודה נשיאה באלושי אבתריה ומייתי ליה לביתיה
4 R. Abahu aß sie, bis ihm eine Fliege von der Stirn herabglitt. R. Ami und R. Asi aßen sie, bis ihnen das Kopfhaar ausfiel. R. Šimo͑n b. Laqiš aß sie, bis er rasend wurde. Da berichtete es R. Joḥanan im Hause des Fürsten, und R. Jehuda der Fürst schickte nach ihm Wachtleute, die ihn nach Hause brachten.
ה כי אתא רב דימי אמר עיר אחת היתה לו לינאי המלך בהר המלך שהיו מוציאים ממנה ששים רבוא ספלי טרית לקוצצי תאנים מע"ש לע"ש
5 Als R. Dimi kam, erzählte er: Der König Jannaj hatte eine Stadt auf dem Königsberge, aus der man von Šabbathvorabend zu Šabbathvorabend sechzig Myriaden Becken Thunfische für die Feigenleser auszuführen pflegte.
ו כי אתא רבין אמר אילן אחד היה לו לינאי המלך בהר המלך שהיו מורידים ממנו ארבעים סאה גוזלות משלש בריכות בחדש כי אתא ר' יצחק אמר עיר אחת היתה בארץ ישראל וגופנית שמה שהיו בה שמנים זוגות אחים כהנים נשואים לשמנים זוגות אחיות כהנות ובדקו רבנן מסורא ועד נהרדעא ולא אשכחו בר מבנתיה דרב חסדא דהוו נסיבן לרמי בר חמא ולמר עוקבא בר חמא ואע"ג דאינהי הוו כהנתא אינהו לא הוו כהני
6 Als Rabin kam, erzählte er: Der König Jannaj hatte einen Baum auf dem Königsberge, von dem man monatlich von drei Bruten vierzig Seá junger Tauben herunterzuholen pflegte. Als R. Jiçḥaq kam, erzählte er: Im Jisraélland war eine Stadt namens Guphnin, in der achtzig priesterliche Brüderpaare an achtzig priesterliche Schwesternpaare verheiratet waren. Die Rabbanan suchten von Sura bis Nehardea͑ und fanden keine, als die Töchter R. Ḥisdas, die an Rami b. Ḥama und Mar U͑qaba b. Ḥama verheiratet waren; und wenn auch jene Priesterstöchter waren, so waren diese keine Priester.
ז אמר רב כל סעודה שאין בה מלח אינה סעודה אמר רבי חייא בר אבא א"ר יוחנן כל סעודה שאין בה שריף אינה סעודה:
7 Rabh sagte: Eine Mahlzeit, der Salz fehlt, ist keine Mahlzeit. R. Ḥija b. Abba sagte im Namen R. Joḥanans: Eine Mahlzeit, der Suppe fehlt, ist keine Mahlzeit.
ח <big><strong>מתני׳</strong></big> אכל ענבים ותאנים ורמונים מברך אחריהם שלש ברכות דברי רבן גמליאל וחכ"א ברכה אחת (מעין שלש) ר"ע אומר אפי' אכל שלק והוא מזונו מברך עליו ג' ברכות השותה מים לצמאו מברך שהכל נהיה בדברו ר' טרפון אומר בורא נפשות רבות וחסרונן:
8 <b>H</b><small>AT JEMAND</small> W<small>EINTRAUBEN</small>, F<small>EIGEN UND</small> G<small>RANATÄPFEL GEGESSEN, SO SPRECHE ER NACHHER DIE DREI</small> S<small>EGENSSPRÜCHE</small> – <small>SO</small> R. G<small>AMLIÉL</small>; <small>DIE</small> W<small>EISEN SAGEN, DEN AUS DEN DREI GEZOGENEN</small> S<small>EGENSSPRUCH</small>; R. A͑<small>QIBA SAGT, SELBST WENN JEMAND GEKOCHTE</small> K<small>RÄUTER GEGESSEN HAT, DIES ABER SEINE</small> M<small>AHLZEIT IST, SPRECHE ER DIE DREI</small> S<small>EGENSSPRÜCHE</small>. W<small>ER DES</small> D<small>URSTES WEGEN</small> W<small>ASSER TRINKT, SPRECHE</small> [<small>DEN</small> S<small>EGEN</small>] ‘A<small>LLES ENTSTEHT DURCH SEIN</small> W<small>ORT</small>’; R. T<small>RYPHON SAGT</small>: ‘D<small>ER VIELE</small> S<small>EELEN UND IHRE</small> B<small>EDÜRFNISSE ERSCHAFFT</small>’.
ט <big><strong>גמ׳</strong></big> מ"ט דר"ג דכתיב (דברים ח, ח) ארץ חטה ושעורה וגו' וכתיב ארץ אשר לא במסכנות תאכל בה לחם וגו' וכתיב (דברים ח, י) ואכלת ושבעת וברכת את ה' אלהיך
9 GEMARA. Was ist der Grund R. Gamliéls? – Es heißt: <i>ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigen und Granatäpfel,</i> dann heißt es: <i>in welchem du nicht in Dürftigkeit Brot essen wirst</i>, und darauf folgt: <i>wenn du gegessen und dich gesättigt hast, sollst du den Herrn, deinen Gott, preisen.</i> –
י ורבנן ארץ הפסיק הענין ור"ג נמי ארץ הפסיק הענין ההוא מבעי ליה למעוטי הכוסס את החטה
10 Und die Rabbanan!? – Das [Wort] <i>Land</i> unterbricht den Zusammenhang. – Und R. Gamliél, das [Wort] <i>Land</i> unterbricht ja den Zusammenhang!? – Dieses verwendet er, um das Kauen von Weizen auszuschließen.
יא א"ר יעקב בר אידי א"ר חנינא כל שהוא מחמשת המינין בתחלה מברך עליו במ"מ ולבסוף ברכה אחת מעין שלש
11 R. Ja͑qob b. Idi sagte im Namen R. Ḥaninas: Über alles, was zu den fünf Getreidearten gehört, spreche man vorher den Segen ‘Der allerlei Speisen erschafft’ und nachher den aus den drei gezogenen Segensspruch.
יב אמר רבה בר מרי אריב"ל כל שהוא משבעת המינין בתחלה מברך בורא פרי העץ ולבסוף ברכה אחת מעין שלש
12 Rabba b. Mari sagte im Namen des R. Jehošua͑ b. Levi: Über alles, was zu den sieben Arten gehört, spreche man vorher den Segen ‘Der die Baumfrucht erschafft’ und nachher den aus den drei gezogenen Segensspruch.
יג א"ל אביי לרב דימי מאי ניהו ברכה אחת מעין שלש א"ל אפירי דעץ על העץ ועל פרי העץ ועל תנובת השדה ועל ארץ חמדה טובה ורחבה שהנחלת לאבותינו לאכול מפריה ולשבוע מטובה רחם ה' אלהינו על ישראל עמך ועל ירושלים עירך ועל מקדשך ועל מזבחך ותבנה ירושלים עיר קדשך במהרה בימינו והעלנו לתוכה ושמחנו בה כי אתה טוב ומטיב לכל
13 Abajje sprach zu R. Dimi: Wie lautet der aus den drei gezogene Segensspruch? Dieser erwiderte: Über Baumfrüchte: ‘Für den Baum und für die Frucht des Baumes, für den Ertrag des Feldes und für das weite, gute und köstliche Land, das du unsere Väter erben ließest, von dessen Frucht zu essen und sich von dessen Gut zu sättigen. Erbarme dich, o Herr, unser Gott, deines Volkes Jisraél, deiner Stadt Jerušalem, deines Tempels und deines Altars. Erbaue schnell, in unseren Tagen, deine heilige Stadt Jerušalem und führe uns in sie und erfreue uns an ihr; denn du bist gut und wohltätig für alle’.
יד דחמשת המינין על המחיה ועל הכלכלה ועל תנובת השדה כו' וחותם על הארץ ועל המחיה
14 Über die fünf Getreidearten: ‘Für die Ernährung und für die Speisung und für den Ertrag des Feldes &amp;c.’, und man beende: ‘Für das Land und für die Ernährung’. –
טו מיחתם במאי חתים כי אתא רב דימי אמר רב חתים בר"ח ברוך מקדש ישראל וראשי חדשים הכא מאי
15 Wie beende man über Früchte? – Als R. Dimi kam, sagte er: Rabh pflegte am Neumondstage zu beenden: ‘Gepriesen sei er, der Jisraél heiligt und die Neumonde ’. – Wie ist es hierbei? –
טז רב חסדא אמר על הארץ ועל פירותיה ור' יוחנן אמר על הארץ ועל הפירות א"ר עמרם ולא פליגי הא לן והא להו
16 R. Ḥisda sagt: ‘Für das Land und seine Früchte’; R. Joḥanan sagt: ‘Für das Land und die Früchte’. R. A͑mram sprach: Sie streiten nicht; das eine für uns, und das andere für sie.
יז מתקיף לה ר"נ בר יצחק אינהו אכלי ואנן מברכין אלא איפוך רב חסדא אמר על הארץ ועל הפירות ר' יוחנן אמר על הארץ ועל פירותיה
17 R. Naḥman b. Jiçḥaq wandte ein: Sie essen, und wir sprechen den Segen!? – Kehre vielmehr um: R. Ḥisda sagt: ‘Für das Land und die Früchte’, R. Joḥanan sagt: ‘Für das Land und seine Früchte’.