Chagigah 15

Kapitel 15

א אלמא קסבר חגיגת ארבעה עשר לאו דאורייתא
1 Er ist somit der Ansicht, das Festopfer des vierzehnten sei kein Gebot der Tora.
ב אמר מר בית הלל אומרים מן המעשר אמאי דבר שבחובה הוא וכל דבר שבחובה אינו בא אלא מן החולין אמר עולא בטופל
2 Der Meister sagte: Und wie die Schule Hillels sagt, auch vom [zweiten] Zehnten. Weshalb denn, dieses ist ja ein Pflichtopfer, und das Pflichtopfer ist ja nur von Profanem darzubringen!? U͑la erwiderte: Zum Anschluß.
ג חזקיה אמר טופלין בהמה לבהמה ואין טופלין מעות למעות ורבי יוחנן אמר טופלין מעות למעות ואין טופלין בהמה לבהמה
3 Ḥizqija sagt, man nehme ein Tier zum Tiere und nicht Geld zum Gelde, und R. Joḥanan sagt, man nehme Geld zum Gelde und nicht ein Tier zum Tiere.
ד תניא כוותיה דחזקיה תניא כוותיה דרבי יוחנן תניא כוותיה דרבי יוחנן (דברים טז, י) מסת מלמד שאדם מביא חובתו מן החולין ומנין שאם רצה לערב מערב ת"ל (דברים טז, י) כאשר יברכך ה' אלהיך
4 Es gibt eine Lehre übereinstimmend mit Ḥizqija, und es gibt eine Lehre übereinstimmend mit R. Joḥanan. Es gibt eine Lehre übereinstimmend mit R. Joḥanan: <i>Nach Maßgabe,</i> dies lehrt, daß man seine Pflichtopfer von Profanem darbringe. Woher, daß man, wenn man will, mischen darf? Es heißt: <i>je nachdem der Herr, dein Gott, dich segnet</i>.
ה תניא כוותיה דחזקיה מסת מלמד שאדם מביא חובתו מן החולין בית שמאי אומרים יום ראשון מן החולין מכאן ואילך מן המעשר ובית הלל אומרים אכילה ראשונה מן החולין מכאן ואילך מן המעשר
5 Es gibt eine Lehre übereinstimmend mit Ḥizqija: <i>Nach Maßgabe,</i> dies lehrt, daß man seine Pflichtopfer von Profanem darbringe. Die Schule Šammajs sagt, am ersten [Fest]tage von Profanem, an den folgenden auch vom [zweiten] Zehnten; die Schule Hillels sagt, das erste Essen von Profanem, die folgenden auch vom [zweiten] Zehnten.
ו ושאר כל ימות הפסח אדם יוצא ידי חובתו במעשר בהמה ביום טוב מ"ט לא
6 An den übrigen Tagen des Pesaḥfestes genügt man seiner Pflicht auch mit dem [zweiten] Viehzehnten. – Weshalb nicht am [ersten] Festtage?
ז אמר רב אשי דלמא אתי לעשורי ביו"ט ואי אפשר לעשר ביום טוב משום סקרתא
7 R. Aši erwiderte: Man könnte verleitet werden, den Zehnten am Feste abzusondern, was wegen des Rotstriches verboten ist. –
ח מאי משמע דהאי מסת לישנא דחולין הוא דכתיב (אסתר י, א) וישם המלך אחשורוש מס על הארץ:
8 Wieso ist es erwiesen, daß <i>missath [Maßgabe]</i> ‘Profanes’ bedeute? – Es heißt: <i>der König Aḥašveroš legte dem Lande einen Tribut [mas] auf.</i>
ט ישראל יוצאין ידי חובתן בנדרים ונדבות: ת"ר (דברים טז, יד) ושמחת בחגך לרבות כל מיני שמחות לשמחה מכאן אמרו חכמים ישראל יוצאין ידי חובתן בנדרים ונדבות ובמעשר בהמה
9 J<small>ISRAÉLITEN GENÜGEN IHRER</small> P<small>FLICHT AUCH MIT</small> G<small>ELOBTEM UND</small> G<small>ESPENDETEM</small>. Die Rabbanan lehrten: <i>Du sollst dich an deinem Feste freuen,</i> dies schließt jede Art Freude als Festfreude ein. Hieraus folgerten die Weisen, daß Jisraéliten ihrer Pflicht genügen mit Gelobtem, Gespendetem und Viehzehnten,
י והכהנים בחטאת ואשם ובבכור ובחזה ושוק יכול אף בעופות ובמנחות ת"ל ושמחת בחגך
10 und Priester mit [dem Anteile] von Sünd- und Schuldopfern, Erstgeborenem und Brust und Keule. Man könnte glauben, auch mit Geflügel- und Speisopfern, so heißt es: <i>du sollst dich an deinem Feste freuen,</i>