Chagigah 49

Kapitel 49

א המדומעות נאמנין עליהם בשעת הגיתות והבדים וקודם לגיתות שבעים יום:
1 IST JEDER [<small>HINSICHTLICH DER</small> R<small>EINHEIT</small>] <small>ZUR</small> Z<small>EIT DES</small> K<small>ELTERNS UND</small> P<small>RESSENS GLAUBWÜRDIG, UND SIEBZIG</small> T<small>AGE VOR DER</small> K<small>ELTERZEIT</small>.
ב <big><strong>גמ׳</strong></big> ביהודה אין ובגליל לא מ"ט
2 GEMARA. Nur in Judäa, in Galiläa aber nicht, aus welchem Grunde?
ג אמר ריש לקיש מפני שרצועה של כותים מפסקת ביניהן
3 Reš Laqiš erwiderte: Sie waren durch einen Streifen samaritanischen [Gebietes] getrennt. –
ד וניתיב בשידה תיבה ומגדל הא מני רבי היא דאמר אהל זרוק לאו שמיה אהל דתניא הנכנס לארץ העמים בשידה תיבה ומגדל רבי מטמא ור' יוסי בר' יהודה מטהר
4 Man kann es ja in einer Truhe, einer Kiste oder einem Schranke tun!? – Hier ist die Ansicht Rabbis vertreten, welcher sagt, das bewegliche Zelt heiße nicht Zelt. Es wird nämlich gelehrt: Wer in das Land der Nichtjuden in einer Truhe, einer Kiste oder einem Schranke in das Land der weltlichen Völker gekommen war, ist nach Rabbi unrein und nach R. Jose b. R. Jehuda rein. –
ה ולייתוה בכלי חרס המוקף צמיד פתיל אמר רבי אליעזר שונין אין הקדש ניצול בצמיד פתיל
5 Man kann es ja in einem mit einem Deckel geschlossenen Tongefäße bringen!? R. Elie͑zer erwiderte: Sie lehrten, Heiliges werde durch festen Verschluß nicht geschützt. –
ו והתניא אין חטאת ניצלת בצמיד פתיל מאי לאו הא קדש ניצול לא הא מים שאינן מקודשים ניצולין בצמיד פתיל
6 Es wird ja aber gelehrt, das Entsündigungswasser werde durch einen festen Verschluß nicht geschützt; demnach wird das Heilige wohl geschützt!? – Nein, das noch ungeweihte Wasser wird durch festen Verschluß wohl geschützt. –
ז והאמר עולא חברייא מדכן בגלילא מניחין ולכשיבא אליהו ויטהרנה:
7 U͑la sagte ja aber, die Genossen in Galiläa verwahren [Heiliges] in Reinheit!? – Sie verwahren es, und Elijahu, sobald er gekommen ist, wird es rein sein lassen.
ח ובשעת הגיתות נאמנין אף על התרומה: ורמינהי הגומר זיתיו ישייר קופה אחת ויתננה לעני כהן
8 Z<small>UR</small> Z<small>EIT DES</small> K<small>ELTERNS SIND SIE HINSICHTLICH DER</small> H<small>EBE GLAUBWÜRDIG</small>. Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Wenn [ein Mann aus dem gemeinen Volke] die Olivenlese beendet, so lasse er einen Korb [als Hebe] zurück und gebe ihn einem [armen] Priester!?
ט אמר רב נחמן לא קשיא הא בחרפי הא באפלי א"ל רב אדא בר אהבה כגון מאי כאותן של בית אביך
9 R. Naḥman erwiderte: Das ist kein Widerspruch; eines gilt von der Frühlese, und eines gilt von der Spätlese. R.Ada b. Ahaba sprach zu ihm: Welche [heißt Spätlese]? – Wie die im Hause deines Vaters.
י רב יוסף אמר בגלילא שנו איתיביה אביי עבר הירדן וגליל הרי הן כיהודה נאמנין על היין בשעת היין ועל השמן בשעת השמן אבל לא על היין בשעת השמן ולא על השמן בשעת היין
10 R.Joseph erklärte: Dies lehrten sie in Galiläa. Abajje wandte gegen ihm ein: Das Transjardengebiet und Galiläa gleichen Judäa; jeder ist da zur Weinzeit hinsichtlich des Weines und zur Ölzeit hinsichtlich des Öles glaubwürdig, nicht aber zur Ölzeit hinsichtlich des Weines oder zur Weinzeit hinsichtlich des Öles!? –
יא אלא מחוורתא כדשנין מעיקרא:
11 Am richtigsten ist vielmehr, wie zuerst erklärt worden ist.
יב עברו הגיתות והבדים והביאו לו חבית של יין לא יקבלנה הימנו אבל מניחה לגת הבאה: בעו מיניה מרב ששת עבר וקיבלה מהו שיניחנה לגת הבאה אמר להו תניתוה
12 W<small>ENN</small> [<small>DIE</small> Z<small>EIT</small>] <small>DES</small> K<small>ELTERNS UND DES</small> P<small>RESSENS VORÜBER IST UND JEMAND IHM EIN</small> F<small>ASS</small> W<small>EIN</small> [<small>ALS</small> H<small>EBE</small>] <small>BRINGT, SO DARF ER ES VON IHM NICHT ANNEHMEN, DOCH KANN JENER ES BIS ZUR NÄCHSTEN</small> K<small>ELTERZEIT STEHEN LASSEN</small>. Man fragte R. Šešeth: Darf [der Priester], wenn er übertreten und es angenommen hat, es bis zur nächsten Kelterzeit stehen lassen? Dieser erwiderte: Ihr habt es gelernt: