Chullin 142

Kapitel 142

א אדם שמציל על טומאה שבתוכו מלטמא אינו דין שמציל על טהרה שבתוכו מליטמא
1 um wieviel mehr schützt ein Mensch, der die in ihm befindliche Unreinheit zurückhält, die in ihm befindliche Reinheit vor Verunreinigung.
ב מה לכלי חרס שכן אין מטמא מגבו תאמר באדם שמטמא מגבו
2 Wohl gilt dies von einem Tongefäße, das auch nicht von der Außenseite verunreinigungsfähig ist, während ein Mensch von der Außenseite verunreinigungsfähig ist!?
ג אטו אנן מגבו קאמרינן מתוכו קאמרינן
3 Wir sprechen nicht von der Außenseite, sondern von der Innenseite, und in dieser Hinsicht ist es im Gegenteile beim Tongefäße strenger, da es sogar durch seinen Innenraum verunreinigend ist.
ד אדרבה כלי חרס חמור שכן מטמא מאוירו
4 Wir wissen dies von der verschluckten [Unreinheit], die oben eingedrungen ist, woher dies von der unten eingedrungenen [Unreinheit].
ה אשכחן בלוע דלמעלה בלוע דלמטה מנלן קל וחומר ומה למעלה שאינו עושה עיכול מציל למטה שעושה עיכול אינו דין שמציל
5 Dies ist [durch einen Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere zu folgern: wenn die oben eingedrungene, wo keine Verwesung erfolgt, geschützt ist, um wieviel mehr ist die unten eingedrungene, wo eine Verwesung erfolgt, geschützt.
ו כלום עושה עיכול למטה אלא על ידי מעלה אפי' הכי עיכול דלמטה רב
6 Die Verwesung unten erfolgt ja durch die obere!? — Immerhin ist die unten erfolgte Verwesung wirksamer.
ז אשכחן בלוע דאדם בלוע דבהמה מנלן קל וחומר ומה אדם שמטמא מחיים מציל בבלוע בהמה שאינה מטמאה מחיים אינו דין שתציל בבלוע
7 Wir wissen dies vom Verschluckten in einem Menschen, woher dies vom Verschluckten in einem Vieh? — Dies ist [durch einen Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere zu folgern: wenn ein Mensch, der lebend verunreinigungsfähig ist, das Verschluckte schützt, um wieviel mehr schützt ein Vieh, das lebend nicht verunreinigungsfähig ist, das Verschluckte.
ח מה לאדם שכן צריך שהייה בבית המנוגע תאמר בבהמה שאינה צריכה שהייה בבית המנוגע
8 Wohl gilt dies von einem Menschen, der in einem aussätzigen Hause des Verweilens benötigt, während ein Vieh in einem aussätzigen Hause des Verweilens nicht benötigt!?
ט בהמה דאינה צריכה שהייה בבית המנוגע למאי הלכתא לכלים שעל גבה אדם נמי לא בעי
9 Ein Vieh benötigt in einem aussätzigen Hause nicht des Verweilens, nur hinsichtlich der Sachen, die sich auf ihm befinden, und in dieser Hinsicht benötigt dessen ein Mensch ebenfalls nicht.
י דתנן הנכנס לבית המנוגע וכליו על כתפיו וסנדליו וטבעותיו בידיו הוא והן טמאין מיד היה לבוש כליו וסנדליו ברגליו וטבעותיו באצבעו הוא טמא מיד והן טהורין עד שישהא בכדי אכילת פרס פת חטים ולא פת שעורים מיסב ואוכל בליפתן
10 Wir haben nämlich gelernt: Wenn jemand in ein aussätziges Haus eintritt und seine Kleider auf der Schulter und seine Sandalen und Ringe in den Händen trägt, so ist er samt diesen sofort unrein; wenn er aber seine Kleider [am Körper], seine Sandalen an den Füßen und seine Ringe an den Fingern anhat, so ist er sofort unrein und diese bleiben rein, bis er solange verweilt hat, als man ein Peras essen kann, Weizenbrot und nicht Gerstenbrot, und zwar angelehnt und mit Zukost.
יא אמר רבא תרוייהו תננהי טומאה בלועה תנינא טהרה בלועה תנינא
11 Raba sprach: Beides haben wir ja gelernt: von der verschluckten Unreinheit haben wir es gelernt, und von der verschluckten Reinheit haben wir es gelernt!?
יב טומאה בלועה דתנן בלע טבעת טמאה טובל ואוכל בתרומתו הקיאה טמאה וטמאתו
12 Von der verschluckten Unreinheit, denn wir haben gelernt: wenn jemand einen unreinen Ring verschluckt hat, so tauche er unter und esse seine Hebe; hat er ihn ausgebrochen, so ist er unrein und macht auch ihn unrein.
יג טהרה בלועה תנינא דתנן בלע טבעת טהורה ונכנס לאהל המת והזה ושנה וטבל והקיאה הרי היא כמה שהיתה
13 Von der verschluckten Reinheit, denn wir haben gelernt: Wenn jemand einen reinen Ring verschluckt hat und in das Zelt eines Toten eingetreten ist, und nachdem er die Besprengung empfangen, dies wiederholthat und untergetaucht ist, ihn ausbricht, so verbleibt [der Ring] in seinem früheren Zustande.
יד כי קאמר רבה כגון שבלע שתי טבעות אחת טמאה ואחת טהורה דלא מטמיא לה מטמאה לטהורה
14 Rabba spricht von dem Falle, wenn jemand zwei Ringe verschluckt hat, einen unreinen und einen reinen, daß nämlich der unreine den reinen nicht unrein mache.