Chullin 215

Kapitel 215

א כל הסריקין אסורין וסריקי בייתוס מותרין התם הא אמר מר בר רב אשי איזורו מוכיח עליו:
1 und nach deiner Auffassung könnte man auch hierbei sagen: alle Kuchen sind verboten und die des Boëthos sind erlaubt!? – Von diesem Falle sagte ja Mar b. R. Aši, der Gürtel beweise dies.
ב <big><strong>מתני׳</strong></big> טיפת חלב שנפלה על החתיכה אם יש בה בנותן טעם באותה חתיכה אסור ניער את הקדרה אם יש בה בנותן טעם באותה קדרה אסור:
2 <b>I</b><small>ST EIN</small> T<small>ROPFEN</small> M<small>ILCH AUF EIN</small> S<small>TÜCK</small> [F<small>LEISCH</small>] <small>GEFALLEN, SO IST DAS</small> S<small>TÜCK, WENN ES SO GROSS</small> <small>IST, DASS EIN</small> G<small>ESCHMACK ÜBERTRAGEN WIRD, VERBOTEN; HAT MAN DEN</small> T<small>OPF</small> <small>UMGERÜHRT, SO IST DER</small> T<small>OPF, WENN DARIN SOVIEL VORHANDEN IST, DASS EIN</small> G<small>ESCHMACK ÜBERTRAGEN WIRD, VERBOTEN</small>.
ג <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר אביי טעמו ולא ממשו בעלמא דאורייתא
3 GEMARA. Abajje sagte: Der Geschmack ohne Masse ist überall nach der Tora [verboten],
ד דאי סלקא דעתך דרבנן מבשר בחלב מאי טעמא לא גמרינן דחדוש הוא אי חדוש הוא אף על גב דליכא נותן טעם נמי
4 denn wollte man sagen, nur rabbanitisch, so wird dies wohl vom Verbote von Fleisch mit Milch deshalb nicht gefolgert, weil dies ein Novum ist, und wenn dies ein Novum ist, so sollte es auch von dem Falle gelten, wenn kein Geschmack übertragen wird.
ה אמר ליה רבא דרך בשול אסרה תורה
5 Raba erwiderte ihm: Die Tora hat es auf die Weise des Kochens verboten.
ו אמר רב כיון שנתן טעם בחתיכה חתיכה עצמה נעשית נבלה ואוסרת כל החתיכות כולן מפני שהן מינה
6 Rabh sagte: Sobald der Geschmack auf ein Stück übertragen worden ist, gilt es als Aas und macht alle übrigen verboten, weil sie derselben Art sind.
ז אמר ליה מר זוטרא בריה דרב מרי לרבינא מכדי רב כמאן אמר לשמעתיה כרבי יהודה דאמר מין במינו לא בטיל לימא פליגא אדרבא
7 Mar Zuṭra, Sohn des R. Mari, sprach zu Rabina: Merke, Rabh trug ja seine Lehre nach R. Jehuda vor, welcher sagt, eine Art gehe in derselben Art nicht auf, demnach streitet er gegen Raba,
ח דאמר רבא קסבר רבי יהודה כל שהוא מין ומינו ודבר אחר סלק את מינו כמי שאינו ושאינו מינו רבה עליו ומבטלו
8 denn Raba sagte, R. Jehuda sei der Ansicht, wenn es zwei gleiche Arten und eine andere Art sind, gelte die eine gleiche Art als nicht vorhanden, und hebe eine die andere durch ihre Mehrheit auf.
ט אמר ליה אי דנפל ברוטב רכה הכי נמי הכא במאי עסקינן דנפל ברוטב עבה
9 Dieser erwiderte: Ist es in dünne Brühe gekommen, so ist dem auch so, hier aber handelt es sich um den Fall, wenn es in dicke Brühe gekommen ist. –
י ומאי קסבר אי קסבר אפשר לסוחטו מותר חתיכה אמאי נעשית נבלה אלא קסבר אפשר לסוחטו אסור
10 Welcher Ansicht ist er: ist er der Ansicht, wenn ein Auspressen möglich ist, sei es erlaubt, so sollte ja das Stück nicht Aas werden!? – Vielmehr, er ist der Ansicht, wenn ein Auspressen möglich ist, sei es verboten.
יא דאיתמר רב ורבי חנינא ורבי יוחנן דאמרי אפשר לסוחטו אסור שמואל ורבי שמעון בר רבי וריש לקיש דאמרי אפשר לסוחטו מותר
11 Es wurde nämlich gelehrt: Rabh, R. Ḥanina und R. Joḥanan sagen, wenn ein Auspressen möglich ist, sei es verboten, Šemuél, R. Šimo͑n b. Rabbi und Reš Laqiš sagen, wenn ein Auspressen möglich ist, sei es erlaubt.
יב וסבר רב אפשר לסוחטו אסור והאיתמר כזית בשר שנפל לתוך יורה של חלב אמר רב בשר אסור וחלב מותר ואי סלקא דעתך אפשר לסוחטו אסור
12 Ist Rabh denn der Ansicht, wenn ein Auspressen möglich ist, sei es verboten, es wurde ja gelehrt: Ist eine Olive Fleisch in einen Kessel Milch gefallen, so ist, wie Rabh sagt, das Fleisch verboten und die Milch erlaubt. Weshalb ist nun, wenn du sagst, wenn ein Auspressen möglich ist, sei es verboten,