Chullin 220

Kapitel 220

א טלית שאולה כל שלשים יום פטורה מן הציצית
1 das entliehene Gewand sei dreißig Tage von den Çiçith frei.
ב אדהכי אייתוה לההוא גברא דלא הוה מוקר אבוה ואמיה כפתוהו
2 Währenddessen führte man einen Mann vor, der Vater und Mutter nicht ehrte, und man band ihn fest.
ג אמר להו שבקוהו דתניא כל מצות עשה שמתן שכרה בצדה אין בית דין שלמטה מוזהרין עליה אמר ליה חזינא לך דחריפת טובא אמר ליה אי הוית באתריה דרב יהודה אחוינא לך חורפאי
3 Da sprach er: Laßt ihn, es wird gelehrt, ein Gebot, wofür die Belohnung sich daneben befindet, sei der Gerichtsbarkeit hienieden nicht unterworfen. Hierauf sprach dieser zu ihm: Ich sehe, daß du sehr scharfsinnig bist. Jener erwiderte: Komme erst nach der Ortschaft R. Jehudas, und ich zeige dir meinen Scharfsinn.
ד אמר ליה אביי לרב ספרא כי סלקת להתם בעי מינייהו כבדא מה אתון ביה כי סליק אשכחיה לרב זריקא אמר ליה אנא שלקי ליה לרבי אמי ואכל
4 Abajje sprach zu R. Saphra: Wenn du da hinkommst, frage sie nach ihrer Ansicht hinsichtlich der Leber. Als er da hinkam, traf er R. Zeriqa, und dieser sprach zu ihm: Ich kochte sie für R. Ami und er aß sie.
ה כי אתא לגביה אמר ליה למיסר נפשה לא קא מיבעיא לי כי קמבעיא לי למיסר חבירתה
5 Nachdem er zu jenem zurückgekommen war, sprach jener zu ihm: Mir ist es nicht fraglich, ob sie selbst verboten sei, mir ist es nur fraglich, ob sie an der es verboten mache. –
ו מ"ש למיסר נפשה דלא מיבעיא לך דתנן אינה נאסרת למיסר חבירתה נמי לא תבעי לך דתנן הכבד אוסרת ואינה נאסרת מפני שהיא פולטת ואינה בולעת אמר ליה דילמא התם בכבדא דאיסורא
6 Von dieser selbst ist es dir wohl deshalb nicht fraglich, weil wir gelernt haben, sie werde nicht verboten, ebenso sollte es dir auch vom anderen nicht fraglich sein, denn wir haben gelernt, die Leber mache anderes verboten und werde durch anderes nicht verboten, weil sie ausscheidet und nicht einsaugt!? – Vielleicht gilt dies nur von einer verbotenen Leber,