Chullin 24

Kapitel 24

א הכי קאמר נראין דברי רבי יהודה לרבי חנינא בנו של רבי יוסי הגלילי באשפה שבשוק שאף רבי חנינא בנו של רבי יוסי הגלילי לא נחלק עליו אלא באשפה שבבית אבל באשפה שבשוק מודי ליה ונראין כו':
1 Er meint es wie folgt: die Worte R. Jehudas leuchten R. Ḥanina, dem Sohne R. Jose des Galiläers, ein bei einem Straßenmisthaufen, denn auch R. Ḥanina, der Sohn R. Jose des Galiläers, streitet gegen ihn nur über einen Hausmisthaufen, während er ihm bei einem Straßenmisthaufen beipflichtet.
ב חוץ מחרש שוטה וקטן שמא יקלקלו את שחיטתן: שמא קלקלו לא קתני אלא שמא יקלקלו אמר רבא זאת אומרת אין מוסרין להן חולין לכתחלה:
2 A<small>USGENOMMEN EIN</small> T<small>AUBER, EIN</small> B<small>LÖDER UND EIN</small> M<small>INDERJÄHRIGER, WEIL SIE DIE</small> S<small>CHLACHTUNG VERDERBEN KÖNNTEN</small>. Es heißt nicht: verdorben haben können, sondern: verderben könnten; hierzu sagte Raba: Hieraus ist zu entnehmen, daß man ihnen von vornherein Profanes nicht anvertraue.
ג וכולן ששחטו ואחרים רואים אותם שחיטתן כשרה: מאן תנא דלא בעינן כוונה לשחיטה
3 H<small>ABEN SIE ALLE GESCHLACHTET UND ANDERE SIE BEOBACHTET, SO IST IHRE</small> S<small>CHLACHTUNG GÜLTIG.</small> Wer ist der Autor, welcher sagt, beim Schlachten sei keine Beabsichtigung erforderlich?
ד אמר רבא רבי נתן היא דתני אושעיא זעירא דמן חבריא זרק סכין לנועצה בכותל והלכה ושחטה כדרכה רבי נתן מכשיר וחכמים פוסלין הוא תני לה והוא אמר לה הלכה כרבי נתן
4 Raba erwiderte: Es ist R. Nathan, denn Oša͑ja, der Kleinste unter den Genossen, lehrte: Wenn jemand ein Messer geworfen hat, um es in die Wand zu stecken, und es im Fluge die Schlachtung richtig vollzogen hat, so ist diese nach R. Nathan gültig und nach den Weisen ungültig. Er lehrte es, und er sagte auch, die Halakha sei wie R. Nathan. –
ה והא בעינן מוליך ומביא שהלכה ובאה כדרכה:
5 Es ist ja ein Hin- und Herfahren erforderlich!? – Wenn es richtig hin- und hergefahren ist.
ו א"ר חייא בר אבא בעי רבי יוחנן קטן יש לו מחשבה או אין לו מחשבה
6 R. Ḥija b. Abba sagte: R. Joḥanan fragte, ob es bei einem Minderjährigen eine Absichtgebe oder nicht.
ז א"ל רבי אמי ותיבעי ליה מעשה מ"ש מעשה דלא קא מבעיא ליה דתנן יש להן מעשה מחשבה נמי לא תיבעי ליה דתנן אין להן מחשבה
7 R. Ami sprach zu ihm: Er sollte doch ebenso hinsichtlich der Handlung gefragt haben!? Hinsichtlich der Handlung fragte er wohl deshalb nicht, weil wir gelernt haben, bei ihnen gebe es eine Handlung, ebenso sollte es ihm auch hinsichtlich der Absicht nicht fraglich sein, denn wir haben gelernt, bei ihnen gebe es keine Absicht.
ח דתנן האלון והרמון והאגוז שחקקום תינוקות למוד בהן עפר או שהתקינום לכף מאזנים טמאין מפני שיש להן מעשה
8 Wir haben nämlich gelernt: Wenn Kinder eine Eichel, einen Granatapfel oder eine Nuß ausgehöhlt haben, um damit Erde zu messen, oder sie als Wagschale zu benutzen, so sind sie verunreinigungsfähig, weil es bei ihnen eine Handlung gibt,