Chullin 25

Kapitel 25

א ואין להן מחשבה
1 aber keine Absicht.
ב אמר ליה מחשבה גרידתא לא קא מיבעיא ליה כי קא מיבעיא ליה מחשבתו ניכרת מתוך מעשיו
2 Dieser erwiderte: Hinsichtlich der bloßen Absicht war es ihm nicht fraglich, fraglich war es ihm nur hinsichtlich des Falles, wenn die Absicht aus seiner Handlung hervorgeht.
ג כגון דהוה קיימא עולה בדרום ואתיוה בצפון ושחטה מאי מדאתייא בצפון ושחט איכוין לה או דילמא מקום הוא דלא איתרמי ליה
3 Wenn beispielsweise das Brandopfer in der Südseite gestanden und er es nach der Nordseite gebracht und geschlachtet hat: ist es, da er es von der Nordseite gebracht und geschlachtet hat, in dieser Absicht erfolgt, oder schien ihm der Platz ungeeignet? –
ד הא נמי אמרה רבי יוחנן חדא זימנא דתנן המעלה פירותיו לגג מפני הכנימה וירד עליהם טל אינן בכי יותן ואם נתכוין לכך הרי הן בכי יותן
4 Auch dies sagte ja R. Joḥanan bereits einmal!? Wir haben nämlich gelernt: Wenn jemand seine Früchte wegen der Maden auf das Dach gebracht hat und der Tau auf sie gefallen ist, so gelten sie nicht als befeuchtet; hat er dies beabsichtigt, so gelten sie als befeuchtet.
ה העלום חרש שוטה וקטן אף על פי שנתכוונו לכך אינן בכי יותן מפני שיש להן מעשה ואין להן מחשבה
5 Hat ein Tauber, ein Blöder oder ein Minderjähriger sie hinaufgebracht, so gelten sie, obgleich er dies beabsichtigt hat, nicht als befeuchtet, weil es bei ihnen eine Handlung gibt, aber keine Absicht.
ו וא"ר יוחנן ל"ש אלא שלא היפך בהן אבל היפך בהן הרי זה בכי יותן
6 Hierzu sagte R. Joḥanan, dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn er sie nicht umgeschichtet hat, hat er sie aber umgeschichtet, so gelten sie als befeuchtet. –
ז הכי קא מיבעיא ליה דאורייתא או דרבנן
7 Er fragte folgendes: gilt dies nach der Tora oder nur rabbanitisch?
ח רב נחמן בר יצחק מתני הכי א"ר חייא בר אבא בעי רבי יוחנן קטן יש לו מעשה או אין לו מעשה
8 R. Naḥman b. Jiçḥaq lehrte es wie folgt: R. Ḥija b. Abba sagte: R. Joḥanan fragte, ob es bei einem Minderjährigen eine Handlung gebe oder nicht.
ט אמר ליה רבי אמי ותיבעי ליה מחשבה מאי שנא מחשבה דלא קא מיבעיא ליה דתנן אין להן מחשבה מעשה נמי לא תיבעי ליה דתנן יש להן מעשה
9 R. Ami sprach zu ihm: Er sollte doch ebenso hinsichtlich der Absicht gefragt haben!? Hinsichtlich der Absicht fragte er wohl deshalb nicht, weil wir gelernt haben, bei ihnen gebe es keine Absicht, ebenso sollte es ihm auch hinsichtlich der Handlung nicht fraglich sein, denn wir haben gelernt, bei ihnen gebe es eine Handlung. –
י הכי קא מיבעיא ליה דאורייתא או דרבנן ופשיט יש להן מעשה ואפילו מדאורייתא אין להן מחשבה ואפי' מדרבנן מחשבתו ניכרת מתוך מעשיו מדאורייתא אין לו מדרבנן יש לו
10 Er fragte folgendes: gilt dies nach der Tora oder nur rabbanitisch. Jener entschied ihm, es gebe bei ihnen eine Handlung, auch nach der Tora, und es gebe bei ihnen keine Absicht, auch nicht rabbanitisch; geht aber seine Absicht aus der Handlung hervor, gelte sie nicht nach der Tora, wohl aber rabbanitisch.
יא בעא מיניה שמואל מרב הונא מנין למתעסק בקדשים שהוא פסול שנאמר (ויקרא א, ה) ושחט את בן הבקר שתהא שחיטה לשם בן בקר אמר לו זו בידינו היא לעכב מנין (ת"ל) (ויקרא יט, ה) לרצונכם תזבחוהו לדעתכם זבוחו:
11 Šemuél fragte R. Hona: Woher, daß, wenn jemand bei Opfern sich nur beschäftigt, sie untauglich sind? – Es heißt: <i>er schlachte das junge Rind,</i> das Schlachten muß auf den Namen des jungen Rindes erfolgen. Jener entgegnete: Das wissen wir; woher aber, daß dies unerläßlich ist? – Es heißt: <i>zu eurer Wohlgefälligkeit sollt ihr es schlachten,</i> beabsichtigend schlachtet.
יב <big><strong>מתני׳</strong></big> שחיטת עובד כוכבים נבלה ומטמאה במשא:
12 <b>D</b><small>AS VON EINEM</small> N<small>ICHTJUDEN</small> G<small>ESCHLACHTETE IST</small> A<small>AS UND DURCH DAS</small> T<small>RAGEN VERUNREINIGEND.</small>
יג <big><strong>גמ׳</strong></big> נבלה אין איסור הנאה לא מאן תנא א"ר חייא ברבי אבא א"ר יוחנן דלא כרבי אליעזר דאי ר"א האמר סתם מחשבת עובד כוכבים לעבודת כוכבים
13 GEMARA. Nur Aas, zur Nutznießung aber ist es nicht verboten; wer lehrte dies? R. Ḥija b. Abba erwiderte im Namen R. Joḥanans: Nicht R. Elie͑zer, denn R. Elie͑zer sagt ja, ein Nichtjude denke allgemein an seinen Götzen.
יד רבי אמי אמר הכי קתני שחיטת עובד כוכבים נבלה הא דמין לעבודת כוכבים תנינא להא דת"ר שחיטת מין לעבודת כוכבים פיתו פת כותי יינו יין נסך ספריו ספרי קוסמין פירותיו טבלין וי"א אף
14 R. Ami erklärte: Er meint es wie folgt: das von einem Nichtjuden Geschlachtete ist Aas, das eines Minäers aber ist Götzen[opfer]. Wir lernen also das, was die Rabbanan gelehrt haben: Das von einem Minäer Geschlachtete ist Götzen[opfer], sein Brot ist das Brot eines Samaritaners, sein Wein ist Libationswein, seine Bücher sind Zauberbücher und seine Früchte sind Unverzehntetes, manche sagen, auch