Chullin 264

Kapitel 264

א אמר רב אושעיא בבא לידי כהן ומכרו לישראל במומו:
1 R. Ošaja erwiderter Wenn es in den Besitz des Priesters gekommen war und er es gebrechenbehaftet an einen Jisraéliten verkauft hat.
ב השוחט לכהן ולעובד כוכבים פטור מן המתנות: וליתני כהן ועובד כוכבים פטורין מן המתנות אמר רבא זאת אומרת הדין עם הטבח
2 W<small>ER FÜR EINEN</small> P<small>RIESTER ODER EINEN</small> N<small>ICHTJUDEN SCHLACHTET, IST VON DEN</small> P<small>RIESTERGABEN FREI</small>. Sollte er doch lehren: Priester und Nichtjuden sind von den Priestergaben frei!? Raba erwiderte: Dies besagt, daß die Forderung an den Schlächter zu richten ist.
ג דרש רבא (דברים יח, ג) מאת העם ולא מאת הכהנים כשהוא אומר (דברים יח, ג) מאת זובחי הזבח הוי אומר אפילו טבח כהן במשמע
3 Raba trug vor: <i>Vom Volke</i>, nicht aber von den Priestern, und wenn es weiter heißt: <i>von denen, die eine Schlachtung schlachten</i>, so ist auch der wenn er Priester ist, einbegriffen.
ד אושפיזיכניה דר' טבלא כהן הוה והוה דחיק ליה מלתא אתא לקמיה דרבי טבלא אמר ליה זיל אישתתף בהדי טבחי ישראל דמגו דמפטרי ממתנתא משתתפי בהדך
4 Der Hauswirt R. Ṭablas war ein Priester und er befand sich in Not. Als er zu R. Ṭabla kam, sprach dieser zu ihm: Geh und beteilige dich mit jisraelitischen Schlächtern; da sie dadurch von den Priestergaben frei sind, werden sie sich mit dir beteiligen.
ה חייביה רב נחמן אמר ליה והא רבי טבלא פטרן אמר ליה זיל אפיק ואי לא מפקינא לך ר' טבלא מאונך
5 R. Naḥman aber verpflichtete ihn. Jener sprach. R. Ṭabla hat mich ja befreit!? Dieser erwiderte: Geh und gib sie heraus, sonst treibe ich dir R. Ṭabla aus den Ohren.
ו אזל ר' טבלא קמיה דרב נחמן א"ל מ"ט עביד מר הכי א"ל דכי אתא ר' אחא בר חנינא מדרומא אמר ר' יהושע בן לוי זקני דרום אמרו כהן טבח שתים ושלש שבתות פטור מן המתנות מכאן ואילך חייב במתנות
6 Hierauf kam R. Ṭabla zu R. Naḥman und sprach zu ihm: Weshalb tat dies der Meister? Dieser erwiderte ihm: Als R. Aḥa b. Ḥanina aus dem Süden kam, sagte er im Namen des R. Jehošua͑ b. Levi, die Ältesten des Südens sagten, ein Schlächter, der Priester ist, sei zwei oder drei Wochen von den Priestergaben frei, von dann ab aber sei er dazu verpflichtet.
ז אמר ליה ולעביד ליה מר מיהת כר' אחא בר חנינא א"ל הני מילי דלא קבע מסחתא אבל הכא הא קבע מסחתא
7 Jener sprach: Sollte der Meister ihm wenigstens nach R. Aḥa b. Ḥanina entschieden haben. Dieser erwiderte: Dies nur dann, wenn er keinen permanenten Fleischladen hat, dieser aber hat einen permanenten Fleischladen.
ח אמר רב חסדא האי כהנא דלא מפריש מתנתא ליהוי בשמתא דאלהי ישראל אמר רבה בר רב שילא הני טבחי דהוצל קיימי בשמתא דרב חסדא הא עשרים ותרתין שנין
8 R. Ḥisda sagte: Ein Priester, der die Priestergaben nicht entrichtet, sei im Banne des Herrn, des Gottes Jisraéls. Rabba b. R. Šila sagte: Die Schlächter von Huçal befinden sich seit zweiundzwanzig Jahren im von R. Ḥisda [verhängten] Banne]. –
ט למאי הלכתא אילימא דתו לא משמתינן להו והא תניא במה דברים אמורים במצות לא תעשה אבל במצות עשה כגון אומרים לו עשה סוכה ואינו עושה לולב ואינו עושה עשה ציצית ואינו עושה מכין אותו עד שתצא נפשו
9 In welcher Hinsicht, wollte man sagen, daß man sie nicht mehr in den Bann tue, so wird ja gelehrt, dies gelte nur von einem Verbote, wegen eines Gebotes aber, wenn man beispielsweise zu einem sagt, daß er eine Festhütte mache, und er es nicht tut, einen Feststrauß [anschaffe], und er es nicht tut, Çiçith einknüpfe, und er es nicht tut, züchtige man ihn solange, bis er das Leben aushaucht!? –
י אלא דקנסינן להו בלא אתרייתא כי הא דרבא קניס אטמא רב נחמן בר יצחק קניס גלימא
10 Vielmehr, daß man sie ohne Warnung maßregele. So ließ Raba ein Bruststück pfänden; ebenso ließ R. Naḥman b. Jiçḥaq ein Gewand pfänden.
יא ואמר רב חסדא זרוע לאחד וקבה לאחד לחיים לשנים איני והא כי אתא רב יצחק בר יוסף אמר במערבא פלגינן להו גרמא גרמא
11 Ferner sagte R. Ḥisda: Den Bug an einen, den Magen an einen und die Kinnbacken an zwei. – Dem ist ja aber nicht so, als R. Jiçḥaq b. Joseph kam, sagte er ja, im Westen verteilen sie die Knochen einzelnen!?
יב התם בדתורא
12 Nur von einem Rinde.
יג אמר רבה בר בר חנה א"ר יוחנן אסור לאכול מבהמה שלא הורמה מתנותיה אמר רבה בר בר חנה א"ר יוחנן כל האוכל מבהמה שלא הורמה מתנותיה כאילו אוכל טבלים ולית הלכתא כוותיה
13 Rabba b. Bar Ḥana sagte im Namen R. Joḥanans: Man darf nicht von einem Vieh essen, von dem die Priestergaben nicht entrichtet worden sind. Rabba b. Bar Ḥana sagte [ferner] im Namen R. Joḥanans: Wenn man von einem Vieh ißt, von dem die Priestergaben nicht entrichtet worden sind, so ist es ebenso als würde man Unverzehntetes essen. Die Halakha ist aber nicht wie er.
יד אמר רב חסדא מתנות כהונה אין נאכלות אלא צלי ואין נאכלות אלא בחרדל מאי טעמא אמר קרא (במדבר יח, ח) למשחה לגדולה כדרך שהמלכים אוכלים
14 R. Ḥisda sagte: Die Priestergaben sind nur gebraten zu essen, auch sind sie nur mit Senf zu essen. – Aus welchem Grunde? – Die Schrift sagt: <i>zum Salben</i>, zur Würde, wie Könige essen.
טו ואמר רב חסדא עשרים וארבע מתנות כהונה כל כהן שאינו בקי בהן אין נותנין לו מתנה ולאו מילתא היא דתניא רש"א כל כהן שאינו מודה בעבודה אין לו חלק בכהונה שנאמר (ויקרא ז, לג) המקריב את דם השלמים ואת החלב מבני אהרן לו תהיה שוק הימין למנה
15 Ferner sagte R. Ḥisda: Einem Priester, der in den vierundzwanzig Priestergaben nicht kundig ist, verabreiche man keine Gabe. Dem ist aber nicht so, denn es wird gelehrt: R. Šimo͑n sagte: Ein Priester, der vom Tempeldienste nichts hält, hat keinen Anteil an der Priesterschaft, denn es heißt: <i>wer von den Söhnen Ahrons das Blut des Heilsopfers und das Fett darbringt, dem sei die rechte Keule zuteil</i>.
טז אין לי אלא זה בלבד מנין לרבות חמש עשרה עבודות כגון היציקות והבלילות והפתיתות והמליחות תנופות והגשות [והקמיצות] הקטרות (והמציות) [והמליקות]
16 Ich weiß dies nur hiervon, woher, daß auch die fünfzehn Dienstleistungen, das Gießen, das Umrühren, das Zerbröckeln, das Salzen, das Schwingen, das Heranbringen, das Aufräuchern, das Ausdrücken, die [Blut]aufnahme,