Chullin 66

Kapitel 66

א כל הטעון ביאת מים מדברי סופרים מטמא את הקדש ופוסל את התרומה ומותר בחולין ובמעשר דברי ר"מ
1 Jeder, der nach den Gelehrten des Wassers benötigt, macht Heiliges unrein und Hebe untauglich, Profanes und [zweiter] Zehnt sind ihm erlaubt – so R. Meír;
ב וחכמים אוסרים במעשר
2 die Weisen verbieten ihm den Zehnten.
ג מתקיף לה רב שימי בר אשי ממאי דלמא עד כאן לא פליגי רבנן עליה דרבי מאיר אלא באכילת מעשר אבל בנגיעה דמעשר ואכילה דחולין לא פליגי
3 R. Šimi b. Aši wandte ein: Woher dies, vielleicht streiten die Rabbanan gegen R. Meír nur über das Essen des Zehnten, nicht aber über die Berührung des Zehnten und das Essen von Profanem,
ד והא נגיעה היא מדקתני נאכלין בידים מסואבות מי לא עסקינן דקא ספי ליה חבריה
4 und hierbei handelt es sich ja um die Berührung, denn er lehrt, sie dürfen mit unreinen Händen gegessen werden, somit kann es sich auch um den Fall handeln, wenn er es einem anderen in [den Mund] steckt!?
ה אלא אמר רב פפא הכא בידים תחלות עסקינן ורבי שמעון בן אלעזר היא דתניא אין ידים תחלות לחולין רבי שמעון בן אלעזר אומר משום רבי מאיר ידים תחלות לחולין ושניות לתרומה
5 Vielmehr, erklärte R. Papa, hier wird von erstgradig [unreinen] Händen gesprochen, nach R. Šimo͑n b. Elea͑zar. Es wird nämlich gelehrt: Bei Profanem gibt es keine erstgradig [unreinen] Hände; R. Šimo͑n b. Elea͑zar sagt im Namen R. Meírs, erstgradig bei Profanem und zweitgradig bei der Hebe. –
ו תחלות לחולין אין לתרומה לא הכי קאמר תחלות אף לחולין שניות לתרומה אין לחולין לא
6 Erstgradig nur bei Profanem und nicht bei der Hebe!? Er meint es wie folgt: erstgradig auch bei Profanem, zweitgradig nur bei der Hebe und nicht bei Profanem. –
ז ומי איכא ידים תחלות אין דתניא הכניס ידיו לבית המנוגע ידיו תחלות דברי רבי עקיבא וחכמים אומרים ידיו שניות
7 Gibt es denn Fälle, wobei die Hände erstgradig [unrein] sind? Freilich, denn es wird gelehrt: Hat jemand die Hände in ein aussätziges Haus hineingesteckt, so sind sie erstgradig [unrein] – so R. A͑qiba; die Weisen sagen, zweitgradig.
ח דכולי עלמא ביאה במקצת לא שמה ביאה והכא בגזירה ידיו אטו גופו קא מיפלגי
8 Alle sind der Ansicht, der teilweise Eintritt gelte nicht als Eintritt, und sie streiten über die Berücksichtigung des Körpers bei den Händen;
ט מר סבר ידיו כגופו שוינהו רבנן ומר סבר ידים כידים דעלמא שוינהו רבנן
9 nach der einen Ansicht haben die Rabbanan die Hände dem [ganzen] Körper gleichgestellt, und nach der anderen Ansicht haben die Rabbanan die Hände den Händen gleichgestellt. –
י ולוקמה כרבי עקיבא דאמר ידיו תחלות הויין דלמא כי קאמר רבי עקיבא הני מילי בתרומה וקדשים דחמירי אבל לחולין שניות הויין
10 Sollte er doch [die Mišna] R. A͑qiba addizieren, welcher sagt, die Hände seien erstgradig!? Vielleicht sagt es R. A͑qiba nur von Hebe und Heiligem, die streng[heilig] sind, für Profanes aber sind sie zweitgradig. –
יא וליהויין נמי שניות דהא שמעינן ליה לר"ע דאמר שני עושה שלישי בחולין
11 Angenommen, daß sie zweitgradig sind, aber wir wissen ja von R. A͑qiba, daß er der Ansicht ist, das Zweitgradige mache auch bei Profanem drittgradig [unrein]!?
יב דתנן בו ביום דרש רבי עקיבא (ויקרא יא, לג) וכל כלי חרש וגו' יטמא טמא לא נאמר אלא יטמא לטמא אחרים לימד על ככר שני שהוא עושה שלישי בחולין
12 Wir haben nämlich gelernt: An jenem Tage trug R. A͑qiba vor: <i>Wenn irgend ein irdenes Gefäß &amp;c. unrein;</i> es heißt nicht <i>sei unrein,</i> sondern <i>mache</i> <i>unrein,</i> es macht anderes unrein; dies lehrt, daß bei Profanem ein zweitgradig [unreines] Brot drittgradig mache. –
יג דלמא הני מילי בטומאה דאורייתא אבל בדרבנן לא
13 Vielleicht gilt dies nur von einer Unreinheit der Tora, nicht aber von einer rabbanitischen.
יד אמר ר"א א"ר הושעיא הכא בחולין שנעשו על טהרת הקדש עסקינן ודלא כרבי יהושע דתניא רבי אליעזר אומר האוכל אוכל ראשון ראשון שני שני שלישי שלישי
14 R. Elea͑zar erklärte im Namen R. Hoša͑jas: Hier wird von Profanem gesprochen, das in Reinheit des Heiligen zubereitet wird. Dies gegen die Ansicht R. Jehošua͑s, denn es wird gelehrt: R. Elie͑zer sagt, wer eine erstgradig [unreine] Speise gegessen hat, sei erstgradig [unrein], wenn eine zweitgradige, zweitgradig, und wenn eine drittgradige, drittgradig.
טו רבי יהושע אומר האוכל אוכל ראשון ושני שני שלישי שני לקדש ואין שני לתרומה
15 R. Jehošua͑ sagt, wer eine erstgradige oder eine zweitgradige Speise gegessen hat, sei zweitgradig [unrein], und wenn eine drittgradige, zweitgradig für Heiliges, nicht aber zweitgradig für Hebe,
טז בחולין שנעשו על טהרת תרומה
16 und zwar bei Profanem, das in Reinheit der Hebe zubereitet worden ist.
יז על טהרת תרומה אין על טהרת הקדש לא קסבר חולין שנעשו על טהרת הקדש לית בהו שלישי
17 Nur in Reinheit der Hebe, nicht aber in Reinheit des Heiligen; demnach ist er der Ansicht, bei Profanem, das in Reinheit des Heiligen zubereitet worden ist, gebe es keine drittgradige [Unreinheit]. –
יח ולוקמה
18 Sollte er es doch