Eruvin 156

Kapitel 156

א חקק להשלים בכותל בכמה א"ל בעשרה
1 Wie [hoch] müssen diese sein, wenn man zur Ergänzung [der Leiterbreite] Vertiefungen in die Wand macht? Dieser erwiderte: Zehn [Handbreiten].
ב א"ל חקקו כולו בכותל בכמה א"ל מלא קומתו ומאי שנא א"ל התם מסתלק ליה הכא לא מסתלק ליה
2 Jener fragte: Wie [hoch] muß sie sein, wenn man sie ganz aus Vertiefungen in der Wand macht? Dieser erwiderte: Die ganze Höhe, – Welchen Unterschied gibt es hierbei? Dieser erwiderte: Jene ist leicht besteigbar, diese aber ist nicht leicht besteigbar.
ג בעא מיניה רב יוסף מרבה עשאו לאילן סולם מהו
3 R.Joseph fragte Rabba: Wie ist es, wenn man einen Baum als Leiter verwendet?
ד תיבעי לרבי תיבעי לרבנן
4 Dies ist sowohl nach Rabbi als auch nach den Rabbanan fraglich.
ה תיבעי לרבי עד כאן לא קאמר רבי התם כל דבר שהוא משום שבות לא גזרו עליו ה"מ בין השמשות אבל כולי יומא לא
5 Nach Rabbi ist es fraglich, denn Rabbi ist der Ansicht, was nur des Feierns wegen verboten ist, haben sie [bei Dämmerung] nicht verboten, vielleicht nur da, wo es für die [Zeit der] Dämmerung bestimmt ist, nicht aber hierbei, wo es für den ganzen Tag bestimmt ist.
ו או דילמא אפילו לרבנן פיתחא הוא ואריא הוא דרביע עליה
6 Oder gilt er vielleicht auch nach den Rabbanan als Tür, nur lagert ein Löwe davor?
ז עשאו לאשירה סולם מהו תיבעי לרבי יהודה תיבעי לרבנן
7 Wie ist es, wenn man eine Ašera als Leiter bestimmt? Dies ist sowohl nach R.Jehuda als auch nach den Rabbanan fraglich.
ח תיבעי לרבי יהודה ע"כ לא קאמר רבי יהודה התם דמותר לקנות בית באיסורי הנאה אלא התם דבתר דקנה ליה עירוב לא ניחא ליה דלינטר
8 Nach R.Jehuda ist es fraglich, denn R.Jehuda ist der Ansicht, man dürfe für zur Nutznießung verbotene Dinge ein Haus kaufen, vielleicht nur da, weil man, sobald sein E͑rub für ihn die Eignung [des Platzes] erwirkt hat, an dessen Aufbewahrung kein Interesse mehr hat.
ט או דילמא אפילו לרבנן פיתחא הוא ואריא דרביע עליה
9 Oder gilt sie vielleicht auch nach den Rabbanan als Tür, nur lagert ein Löwe davor?
י א"ל אילן מותר ואשירה אסורה מתקיף לה רב חסדא אדרבה אילן שאיסור שבת גורם לו ניתסר
10 Dieser erwiderte: Bei einem Baume ist es erlaubt, bei einer Ašera ist es verboten. R.Ḥisda wandte ein: Im Gegenteil, bei einem Baume, wobei der Šabbath das Verbot bewirkt, sollte es verboten sein,
יא אשירה שאיסור דבר אחר גורם לו לא ניתסר
11 bei einer Ašera aber, wobei etwas anderes das Verbot bewirkt, sollte es nicht verboten sein!?
יב איתמר נמי כי אתא רבין א"ר אלעזר ואמרי לה א"ר אבהו א"ר יוחנן כל שאיסור שבת גרם לו אסור כל שאיסור דבר אחר גרם לו מותר
12 Ebenso wurde gelehrt: Als Rabin kam, sagte er im Namen R.Elea͑zars, und wie manche sagen, sagte es R.Abahu im Namen R.Joḥanans: Wobei der Šabbath das Verbot bewirkt, ist es verboten, wobei etwas anderes das Verbot bewirkt, ist es erlaubt.
יג ר"נ בר יצחק מתני הכי אילן פלוגתא דרבי ורבנן אשירה פלוגתא דרבי יהודה ורבנן:
13 R.Naḥman b. Jiçḥaq lehrte es wie folgt: Über einen Baum besteht ein Streit zwischen Rabbi und den Rabbanan; über eine Ašera besteht ein Streit zwischen R.Jehuda und den Rabbanan.
יד <big><strong>מתני׳</strong></big> חריץ שבין ב' חצירות עמוק י' ורוחב ד' מערבין שנים ואין מערבין אחד אפילו מלא קש או תבן מלא עפר או צרורות מערבין אחד ואין מערבין שנים
14 <b>W</b><small>ENN ZWISCHEN ZWEI</small> H<small>ÖFEN EIN ZEHN</small> [H<small>ANDBREITEN</small>] <small>TIEFER UND VIER BREITER</small> G<small>RABEN SICH BEFINDET, SO MACHEN SIE ZWEI UND NICHT</small> [<small>ZUSAMMEN</small>] <small>EINEN</small> E͑<small>RUB, SELBST WENN ER VOLL</small> S<small>TOPPELN UND</small> S<small>TROH IST; IST ER VOLL</small> E<small>RDE ODER</small> G<small>ERÖLL, SO MACHEN SIE</small> [<small>ZUSAMMEN</small>] <small>EINEN</small> E͑<small>RUB UND NICHT ZWEI</small>.
טו נתן עליו נסר שרחב ארבעה טפחים וכן ב' גזוזטראות זו כנגד זו מערבין שנים ואם רצו מערבין אחד פחות מכאן מערבין שנים ואין מערבין אחד:
15 L<small>EGT MAN ÜBER DIESEN EIN VIER</small> H<small>ANDBREITEN BREITES</small> B<small>RETT, ODER</small> [<small>ÜBER</small>] <small>ZWEI EINANDER GEGENÜBERLIEGENDE</small> A<small>LTANE</small>, <small>SO KÖNNEN SIE NACH</small> B<small>ELIEBEN ZWEI ODER</small> [<small>ZUSAMMEN</small>] <small>EINEN</small> E͑<small>RUB MACHEN; IST ES SCHMÄLER, SO MÜSSEN SIE ZWEI UND NICHT</small> [<small>ZUSAMMEN</small>] <small>EINEN</small> E͑<small>RUB MACHEN</small>.
טז <big><strong>גמ׳</strong></big> ותבן לא חייץ והא אנן תנן מתבן שבין שתי חצירות גבוה עשרה טפחים מערבין שנים ואין מערבין אחד
16 GEMARA. Gilt denn Stroh nicht als Füllung, wir haben ja gelernt, daß, wenn zwischen zwei Höfen eine zehn Handbreiten hohe Strohtenne sich befindet, sie zwei und nicht [zusammen] einen E͑rub machen müssen!?
יז אמר אביי לענין מחיצה כולי עלמא לא פליגי דהויא מחיצה אבל לענין חציצה אי בטלי' חייץ ואי לא בטלי' לא חייץ:
17 Abajje erwiderte: Niemand streitet, ob es als Wand gilt, als Füllung aber gilt es nur dann, wenn man es aufgegeben hat, hat man es nicht aufgegeben, so gilt es nicht als Füllung.
יח מלא עפר: ואפילו בסתמא והתנן בית שמילאהו תבן או צרורות וביטלו בטל
18 I<small>ST ER VOLL</small> E<small>RDE</small>. Auch ohne jede Beschlußfassung, und [dem widersprechend] haben wir gelernt, daß, wenn man ein Haus mit Stroh oder Geröll gefüllt und es aufgegeben hat, es als nicht vorhanden betrachtet werde;
יט ביטלו אין
19 nur wenn man es aufgegeben hat,