Eruvin 187

Kapitel 187

א זה מטלטל עד עיקר מחיצה וזה מטלטל עד עיקר מחיצה
1 der eine dürfe bis zur Basis der Wand tragen, und der andere dürfe bis zur Basis der Wand tragen.
ב והא דרב לאו בפירוש אתמר אלא מכללא אתמר דרב ושמואל הוו יתבי בההוא חצר נפל גודא דביני ביני אמר להו שמואל שקולו גלימא נגידו בה
2 Die Ansicht Rabhs wurde nicht ausdrücklich gelehrt, sondern aus einem Schlüsse gefolgert. Rabh und Šemuél saßen nämlich in einem Hofe, und die Wand dazwischen stürzte ein. Da rief ihnen Šemuél zu: Holet ein Gewand und spannt es aus.
ג אהדרינהו רב לאפיה אמר להו שמואל אי קפיד אבא וקטרו בה
3 Da wandte Rabh das Gesicht ab. Hierauf sprach Šemuél: Wenn Abba es so genau nimmt, so holet seinen Gürtel und bindet es damit fest. –
ד ולשמואל למה לי הא הא אמר זה מטלטל עד עיקר מחיצה וזה מטלטל עד עיקר מחיצה
4 Wozu war dies nach Šemuél nötig, er ist ja der Ansicht, der eine dürfe bis zur Basis der Wand tragen, und der andere dürfe bis zur Basis der Wand tragen!? –
ה שמואל עביד לצניעותא בעלמא
5 Šemuél tat dies nur, um ungeniert zu sein. –
ו ורב אי סבירא ליה דאסיר לימא ליה אתריה דשמואל הוה
6 Sollte Rabh, wenn er der Ansicht war, es sei verboten, es ihm doch gesagt haben!? – Es war die Ortschaft Šemuéls. –
ז אי הכי מאי טעמא אהדרינהו לאפיה דלא נימרו כשמואל סבירא ליה (והדר ביה משמעתיה):
7 Weshalb wandte er demnach das Gesicht ab!? – Damit man nicht glaube, er sei von seiner Ansicht abgekommen und [jetzt] der Ansicht Šemuéls.
ח <big><strong>מתני׳</strong></big> חצר שנפרצה לרשות הרבים המכניס מתוכה לרה"י או מרה"י לתוכה חייב דברי רבי אליעזר
8 <b>W</b><small>ENN EIN</small> H<small>OF NACH ÖFFENTLICHEM</small> G<small>EBIETE DURCHBROCHEN IST UND MAN ETWAS</small> [<small>AM</small> Š<small>ABBATH</small>] <small>AUS DIESEM IN EIN</small> P<small>RIVATGEBIET ODER AUS EINEM</small> P<small>RIVATGEBIETE IN DIESEN TRÄGT, SO IST MAN SCHULDIG</small> – <small>SO</small> R. E<small>LIE͑ZER; </small>
ט וחכמים אומרים מתוכה לרשות הרבים או מרשות הרבים לתוכה פטור מפני שהיא ככרמלית:
9 DIE W<small>EISEN SAGEN, WENN AUS DIESEM IN ÖFFENTLICHES</small> G<small>EBIET ODER AUS ÖFFENTLICHEM</small> G<small>EBIETE IN DIESEN, SEI MAN FREI</small>, <small>WEIL ER ALS</small> N<small>EUTRALGEBIET GILT</small>.
י <big><strong>גמ׳</strong></big> ורבי אליעזר משום דנפרצה לרשות הרבים הויא לה רשות הרבים אין רבי אליעזר לטעמיה
10 GEMARA. Ist er denn nach R.Elie͑zer, weil er nach öffentlichem Gebiete durchbrochen ist, öffentliches Gebiet!? – Freilich, denn R.Elie͑zer vertritt hierbei seine Ansicht.
יא דתניא רבי יהודה אומר משום רבי אליעזר רבים שבררו דרך לעצמן מה שבררו בררו
11 Es wird nämlich gelehrt: R.Jehuda sagte im Namen R.Elie͑zers: Wenn das Publikum sich einen Weg ausgesucht hat, so ist er ausgesucht. –
יב איני והאמר רב גידל אמר רב והוא שאבדה להן דרך באותו שדה
12 Dem ist ja aber nicht so, R.Gidel sagte ja im Namen Rabhs, dies nur dann, wenn ihm auf diesem Felde ein Weg verloren ging!?
יג וכי תימא הכא נמי כגון שאבדה לה דרך באותה חצר והאמר רבי חנינא עד מקום מחיצה מחלוקת
13 Wolltest du sagen, auch hierbei, wenn ihm ein Weg auf diesem Hofe verloren ging, so sagte ja R.Ḥanina, der Streit beziehe sich nur auf die Stelle bis zur Wand!? –
יד אימא על מקום מחיצה מחלוקת
14 Sage: der Streit bezieht sich auf die Stelle der Wand.
טו ואיבעית אימא בצידי רשות הרבים קמיפלגי דרבי אליעזר סבר צידי רשות הרבים כרשות הרבים דמו ורבנן סברי צידי רשות הרבים לאו כרשות הרבים דמו
15 Wenn du aber willst, sage ich: sie streiten über den Straßenrand: R.Elie͑zer ist der Ansicht, der Straßenrand gleiche der Straße, und die Rabbanan sind der Ansicht, der Straßenrand gleiche nicht der Straße. –
טז וליפלוג בצידי רשות הרבים בעלמא אי איפליגו בצידי רשות הרבים בעלמא הוה אמרינן כי פליגי רבנן עליה דרבי אליעזר הני מילי היכא דאיכא חיפופי אבל היכא דליכא חיפופי אימא מודו ליה קא משמע לן
16 Sollten sie doch über den Straßenrand allgemein streiten!? – Würden sie über den Straßenrand allgemein streiten, so könnte man glauben, die Rabbanan streiten gegen R.Elie͑zer nur über den Fall, wenn Prellsteine vorhanden sind, pflichten ihm aber bei, wenn keine Prellsteine vorhanden sind, so lehrt er uns. –
יז והא מתוכה קאמר
17 Er sagt ja aber ‘aus diesem’!? –
יח איידי דאמור רבנן מתוכה אמר איהו נמי מתוכה
18 Da die Rabbanan ‘aus diesem’ sagen, sagt er ebenfalls ‘aus diesem’. –
יט ורבנן אמר רבי אליעזר צידי רשות הרבים ומהדרו ליה אינהו מתוכה
19 Wieso sagen die Rabbanan, wenn R.Elie͑zer vom Straßenrande spricht, ‘aus diesem’!? –
כ הכי קאמרי ליה רבנן לרבי אליעזר מי לא קא מודית לן היכא דטילטל מתוכה לרשות הרבים ומרשות הרבים לתוכה דפטור מפני שהיא כרמלית צידי נמי לא שנא
20 Die Rabbanan sprachen zu R.Elie͑zer wie folgt: Du pflichtest uns ja bei, daß man frei ist, wenn man aus diesem nach öffentlichem Gebiete oder aus öffentlichem Gebiete nach diesem trägt, wohl deshalb, weil er Neutralgebiet ist, und beim Straßenrande ist es ja dasselbe. –
כא ורבי אליעזר התם לא קא דרסי לה רבים הכא קא דרסי לה רבים:
21 Und R.Elie͑zer!? – Auf jenem tritt das Publikum nicht herum, auf diesem tritt das Publikum herum.
כב <big><strong>מתני׳</strong></big> חצר שנפרצה לרה"ר משתי רוחותיה וכן בית שנפרץ משתי רוחותיו וכן מבוי שנטלו קורותיו או לחייו מותרים באותו שבת ואסורים לעתיד לבא דברי רבי יהודה
22 <b>W</b><small>ENN</small> [<small>AM</small> Š<small>ABBATH</small>] <small>EIN</small> H<small>OF AN ZWEI</small> S<small>EITEN NACH ÖFFENTLICHEM</small> G<small>EBIETE DURCHBROCHEN WIRD ODER EIN</small> H<small>AUS AN ZWEI</small> S<small>EITEN DURCHBROCHEN WIRD ODER VON EINEM</small> D<small>URCHGANG</small> B<small>ALKEN ODER</small> P<small>FOSTEN ENTFERNT WERDEN, SO IST DA</small> [<small>DER</small> V<small>ERKEHR</small>] <small>AN DIESEM</small> Š<small>ABBATH ERLAUBT UND FÜR DIE</small> Z<small>UKUNFT VERBOTEN – SO</small> R.J<small>EHUDA</small>.
כג רבי יוסי אומר אם מותרין לאותו שבת מותרין לעתיד לבא ואם אסורין לעתיד לבא אסורין לאותו שבת:
23 R.J<small>OSE SAGTE</small>: I<small>ST ES AN DIESEM</small> Š<small>ABBATH ERLAUBT, SO IST ES AUCH FÜR DIE</small> Z<small>UKUNFT ERLAUBT, UND IST ES FÜR DIE</small> Z<small>UKUNFT VERBOTEN, SO IST ES AUCH AN DIESEM</small> Š<small>ABBATH VERBOTEN</small>.
כד <big><strong>גמ׳</strong></big> במאי עסקינן אילימא בעשר מאי שנא מרוח אחת דאמר פיתחא הוא משתי רוחות נמי פיתחא הוא אלא ביתר מעשר א"ה אפילו מרוח אחת נמי
24 GEMARA. Um welchen Fall handelt es sich: wollte man sagen, wenn [die Lücke] zehn [Ellen] hat, so sollte sie doch, wenn sie an einer Seite als Tür gilt, auch an zwei Seiten als Tür gelten, und wenn mehr als zehn, so sollte dies auch dann gelten, wenn an einer Seite!?
כה אמר רב לעולם בעשר
25 Rabh erwiderte: Tatsächlich, wenn sie zehn [Ellen] hat,