Eruvin 30

Kapitel 30

א ור' מאיר מטהר וכותבין עליו גיטי נשים ור' יוסי הגלילי פוסל:
1 NACH R.M<small>EÍR IST ES REIN</small>. F<small>ERNER KANN MAN AUF EIN SOLCHES SCHEIDEBRIEFE SCHREIBEN; NACH</small> R.J<small>OSE DEM</small> G<small>ALILÄER IST ES DAZU UNBRAUCHBAR</small>.
ב <big><strong>גמ׳</strong></big> תניא ר' מאיר אומר כל דבר שיש בו רוח חיים אין עושין אותו לא דופן לסוכה ולא לחי למבוי לא פסין לביראות ולא גולל לקבר משום רבי יוסי הגלילי אמרו אף אין כותבין עליו גיטי נשים
2 GEMARA. Es wird gelehrt: R.Meír sagte: Ein lebendes Wesen darf weder als Wand für eine Festhütte, noch als Pfosten für einen Durchgang, noch als Pfeiler für einen Brunnen, noch als Rollstein für ein Grab verwendet werden. Im Namen R.Jose des Galiläers sagten sie, man dürfe auf ein solches auch keine Scheidebriefe schreiben. –
ג מאי טעמא דרבי יוסי הגלילי דתניא (דברים כד, א) ספר אין לי אלא ספר מניין לרבות כל דבר ת"ל (דברים כד, א) וכתב לה מכל מקום אם כן מה ת"ל ספר לומר לך מה ספר דבר שאין בו רוח חיים ואינו אוכל אף כל דבר שאין בו רוח חיים ואינו אוכל
3 Was ist der Grund R.Jose des Galiläers? – Es wird gelehrt: <i>Brief</i>; ich weiß dies nur von einem Briefe, woher, daß auch jede andere Sache einbegriffen ist? Es heißt: <i>er schreibe ihr</i>, auch auf alles andere. Weshalb heißt es demnach <i>Brief</i>? Um dir zu sagen: wie ein Brief eine leblose Sache ist und nicht ißt, ebenso alles andere, was leblos ist und nicht ißt. –
ד ורבנן מי כתיב בספר ספר כתיב לספירות דברים בעלמא הוא דאתא
4 Und die Rabbanan!? – Heißt es denn auf einen Brief, es heißt ja nur <i>Brief,</i> und dies bedeutet nur, daß die Worte zu schreiben sind. –
ה ורבנן האי וכתב לה מאי דרשי ביה ההוא מבעי ליה בכתיבה מתגרשת ואינה מתגרשת בכסף סלקא דעתך אמינא הואיל ואיתקש יציאה להויה מה הויה בכסף אף יציאה בכסף קמ"ל
5 Was folgern die Rabbanan aus [den Worten:] <i>so schreibe er</i>? – Hieraus folgern sie, daß sie nur durch ein Schriftstück geschieden wird und nicht durch Geld. Man könnte nämlich glauben, da die Scheidung der Antrauung gleicht, könne auch die Scheidung durch Geld erfolgen, wie die Antrauung durch Geld erfolgt, so lehrt er uns. –
ו ור' יוסי הגלילי האי סברא מנא ליה נפקא ליה מספר כריתות ספר כורתה ואין דבר אחר כורתה
6 Woher entnimmt dies R.Jose der Galiläer? – Er folgert dies aus [dem Worte] <i>Trennungsbrief</i>; nur der Brief und nichts anderes trennt sie. –
ז ורבנן האי ספר כריתות מיבעי ליה לדבר הכורת בינו לבינה לכדתניא הרי זה גיטך על מנת שלא תשתי יין על מנת שלא תלכי לבית אביך לעולם אין זה כריתות כל שלשים יום הרי זה כריתות
7 Und die Rabbanan!? – Aus [dem Worte] <i>Trennungsbrief</i> folgere man, daß es eine Sache sein muß, die zwischen ihm und ihr vollständig trennt. Es wird nämlich gelehrt: Sagte er: da hast du einen Scheidebrief mit der Bedingung, daß du nie Wein trinkest, oder: mit der Bedingung, daß du nie in das Haus deines Vaters gehest, so ist dies keine Trennung; wenn aber bis nach dreißig Tagen, so ist dies eine Trennung. –
ח ורבי יוסי הגלילי נפקא ליה מכרת כריתות
8 Und R.Jose der Galiläer!? – Er folgert dies aus dem [Worte] <i>Trennung</i>. –
ט ורבנן כרת כריתות לא דרשי:
9 Und die Rabbanan!? – Sie deuten [das Wort] <i>Trennung</i> nicht.
י <big><strong>מתני׳</strong></big> שיירא שחנתה בבקעה והקיפוה כלי בהמה מטלטלין בתוכה ובלבד שיהא גדר גבוה עשרה טפחים ולא יהו פירצות יתרות על הבנין
10 W<small>ENN EINE</small> K<small>ARAWANE IN EINEM</small> T<small>ALE LAGERT, DAS SIE MIT DEM</small> S<small>PANNZEUG DER</small> T<small>IERE</small> U<small>MGEBEN HAT, SO DARF MAN IN DIESEM UMIIERTRAGEN, NUR MUSS DIE</small> U<small>MZÄUNUNG ZEHN</small> H<small>ANDBREITEN HOCH SEIN UND DÜRFEN DIE</small> L<small>ÜCKEN NICHT MEHR BETRAGEN ALS DAS</small> U<small>MBAUTE</small>.
יא כל פירצה שהיא כעשר אמות מותרת מפני שהיא כפתח יתר מכאן אסור:
11 E<small>INE</small> L<small>ÜCKE VON UNGEFÄHR ZEHN</small> E<small>LLEN IST ZULÄSSIG, WEIL SIE ALS</small> T<small>ÜRÖFFNUNG ANZUSEHEN IST; EINE GRÖSSERE IST VERBOTEN</small>.
יב <big><strong>גמ׳</strong></big> איתמר פרוץ כעומד רב פפא אמר מותר רב הונא בריה דרב יהושע אמר אסור
12 GEMARA. Es wurde gelehrt: Gleicht die Lücke dem Stehenden, so ist es, wie R.Papa sagt, erlaubt, und wie R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, sagt, verboten.
יג רב פפא אמר מותר הכי אגמריה רחמנא למשה לא תפרוץ רובה רב הונא בריה דרב יהושע אמר אסור הכי אגמריה רחמנא למשה גדור רובה
13 R.Papa sagt, es sei erlaubt, denn der Allbarmherzige lehrte Moše wie folgt: mehr als die Hälfte darf nicht offen sein. R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, sagt, es sei verboten, denn der Allbarmherzige lehrte Moše wie folgt: mehr als die Hälfte muß umzäunt sein. –
יד תנן ולא יהו פירצות יתרות על הבנין הא כבנין מותר
14 Wir haben gelernt: Und dürfen die Lücken nicht mehr betragen als das Umbaute. Demnach ist ebensoviel erlaubt!? –
טו לא תימא הא כבנין מותר אלא אימא אם בנין יתר על הפירצה מותר
15 Folgere nicht, ebensoviel sei erlaubt, sondern, wenn das Umbaute mehr ist als die Lücken, sei es erlaubt. –
טז אבל כבנין מאי אסור אי הכי ליתני לא יהו פירצות כבנין קשיא
16 Demnach sollte er ja, wenn es gleichmäßig verboten ist, lehren: die Lücken dürfen nicht ebensoviel sein wie das Umbaute!? – Das ist ein Einwand. –
יז ת"ש המקרה סוכתו בשפודין או בארוכות המטה אם יש ריוח ביניהן כמותן כשירה
17 Komm und höre: Wenn jemand seine Festhütte mit Spießen oder Seitenbrettern von einem Bette bälkt, so ist sie, wenn der Abstand zwischen ihnen ihnen gleicht, brauchbar!? –
יח הכא במאי עסקינן כשנכנס ויוצא
18 Hier handelt es sich um den Fall, wenn sie hin- und hergeschoben werden. –
יט והא אפשר לצמצם
19 Man kann ja [den Abstand] genau bemessen!?
כ אמר רבי אמי במעדיף
20 R.Ami erwiderte: Wenn man einen Überschuß läßt.
כא רבא אמר אם היו נתונין ערב נותנו שתי שתי נותנו ערב
21 Raba erwiderte: Liegen diese der Breite nach, so lege man [die Hüttenbedachung] der Länge nach, liegen diese der Länge nach, so lege man jene der Breite nach. –
כב ת"ש שיירא שחנתה בבקעה והקיפוה בגמלין באוכפות
22 Komm und höre: Wenn eine Karawane in einem Tale lagert, das sie mit Kamelen, Sätteln,