Eruvin 39

Kapitel 39

א תרי גווני אילן הכא נמי תרי גווני גדר
1 Du mußt also sagen, es gebe zwei Arten von Bäumen, ebenso gibt es zwei Arten von Wänden.
ב בעא מיניה אביי מרבה חצר שראשה נכנס לבין הפסין מהו לטלטל מתוכה לבין הפסין ומבין הפסין לתוכה א"ל מותר
2 Abajje fragte Rabba: Wie ist es, wenn ein Vorhof mit dem einen Ende in den Raum zwischen den Pfeilern mündet: darf man aus dem Vorhofe in diesen oder aus diesem in den Vorhof tragen? Dieser erwiderte: Es ist erlaubt. –
ג שתים מאי אמר ליה אסור
3 Wie ist es, wenn zwei? Dieser erwiderte: Es ist verboten.
ד אמר רב הונא שתים אסורין ואפילו עירבו גזירה שמא יאמרו עירוב מועיל לבין הפסין רבא אמר עירבו מותר
4 R.Hona sagte: Wenn zwei, ist es verboten, auch wenn beide durch einen E͑rub vereinigt sind, mit Rücksicht darauf, man würde sagen, der Raum zwischen den Pfeilern könne durch einen E͑rub vereinigt werden. Raba aber sagt, sind diese durch einen E͑rub vereinigt, sei es erlaubt.
ה א"ל אביי לרבא תניא דמסייע לך חצר שראשה אחד נכנס לבין הפסין מותר לטלטל מתוכה לבין הפסין ומבין הפסין לתוכה אבל שתים אסור בד"א שלא עירבו אבל עירבו מותרין
5 Abajje sprach zu Raba: Es gibt eine Lehre als Stütze für dich: Wenn ein Vorhof mit dem einen Ende in den Raum zwischen den Pfeilern mündet, so darf man aus dem Vorhofe in diesen und aus diesem in den Vorhof tragen; sind es aber zwei [Vorhöfe], so ist es verboten. Dies jedoch nur, wenn sie nicht durch einen E͑rub vereinigt sind, sind sie aber durch einen E͑rub vereinigt, so ist es erlaubt. –
ו לימא תיהוי תיובתא דרב הונא אמר לך רב הונא התם דהדרן וערבן
6 Dies wäre ja eine Widerlegung R.Honas!? – R.Hona kann dir erwidern: hier handelt es sich um den Fall, wenn sie [durch eine Lücke] vereinigt sind.
ז בעא מיניה אביי מרבה יבשו מים בשבת מהו א"ל כלום נעשית מחיצה אלא בשביל מים מים אין כאן מחיצה אין כאן
7 Abajje fragte Rabba: Wie ist es, wenn das Wasser am Šabbath ausgetrocknet ist? Dieser erwiderte: die Wand ist nur wegen des Wassers errichtet worden; ist das Wasser fort, so ist auch die Wand fort.
ח בעי רבין יבשו מים בשבת ובאו בשבת מהו א"ל אביי יבשו בשבת לא תיבעי לך דבעי מיניה דמר ופשיט לי דאסיר
8 Rabin fragte: Wie ist es, wenn das Wasser am Šabbath ausgetrocknet und am Šabbath anderes hineingekommen ist? Abajje sprach zu ihm: Bezüglich des Falles, wenn es am Šabbath austrocknet, ist es dir nicht fraglich, weil ich diesbezüglich den Meister fragte und er mir entschieden hat, daß es verboten sei;
ט באו נמי לא תיבעי לך דהוה ליה מחיצה העשויה בשבת ותניא כל מחיצה העשויה בשבת בין בשוגג בין במזיד בין באונס בין ברצון שמה מחיצה
9 und auch wenn anderes hineingekommen ist, braucht es dir nicht fraglich zu sein, denn es ist eine am Šabbath entstandene Wand, und es wird gelehrt, jede am Šabbath entstandene Wand, einerlei ob versehentlich oder vorsätzlich, (ob durch Zwang oder mit Willen,) gelte als Wand. –
י ולאו אתמר עלה אמר ר"נ לא שנו אלא לזרוק אבל לטלטל לא
10 Aber hierzu wurde ja gelehrt, R.Naḥman sagte, dies wurde nur vom Werfen gelehrt, nicht vom Tragen!? –
יא כי איתמר דר"נ אמזיד איתמר
11 Die Lehre R.Naḥmans bezieht sich auf den Fall der Vorsätzlichkeit.
יב אמר ר"א הזורק לבין פסי הביראות חייב (א"ל) פשיטא אי לאו מחיצה היא היכי משתרי ליה למלאות
12 R.Elea͑zar sagte: Wenn jemand [etwas aus öffentlichem Gebiete] in den Raum zwischen den Brunnenpfeilern wirft, so ist er schuldig. – Selbstverständlich, wieso dürfte man denn, wenn sie keine richtige Wand wären, [aus dem Brunnen] schöpfen!? –
יג לא צריכא דעבד כעין פסי ביראות ברה"ר וזרק לתוכה חייב
13 In dem Falle, wenn man auf öffentlichem Gebiete eine Art Brunnenpfeiler gemacht und da etwas hineingeworfen hat. –
יד הא נמי פשיטא אי לאו דבעלמא מחיצה היא גבי בור היכי משתרי ליה לטלטלי לא צריכא אע"ג דקא בקעי בה רבים
14 Aber auch dies ist ja selbstverständlich, denn wieso dürfte man, wenn dies sonst keine Wand wäre, wegen des Brunnens da umhertragen!? – Dies ist wegen des Falles nötig, wenn sogar das Publikum da verkehrt. –
טו ומאי קמ"ל דלא אתו רבים ומבטלי מחיצתא הא א"ר אלעזר חדא זימנא
15 Er lehrt uns somit, daß das Publikum die Wirkung der Wand nicht auf hebe, und dies sagte ja R.Elea͑zar bereits einmal!?
טז דתנן רבי יהודה אומר אם היתה דרך רה"ר מפסקתן יסלקנה לצדדין וחכ"א אינו צריך רבי יוחנן ור"א דאמרי תרווייהו כאן הודיעך כחן של מחיצות
16 Wir haben nämlich gelernt: R.Jehuda sagt, wenn ein öffentlicher Weg sie trennt, so verlege man ihn nach der Seite; die Weisen sagen, dies sei nicht nötig. Hierzu sagten R.Joḥanan und R.Elea͑zar: Hiermit zeigte er dir die Wirkung der Wände!? –
יז אי מהתם הוה אמינא כאן ולא סבירא ליה קא משמע לן כאן וסבירא ליה
17 Da weist er nur darauf hin, man würde aber nicht gewußt haben, daß er auch dieser Ansicht ist, so lehrt er uns, daß er auch dieser Ansicht ist. –
יח ולימא הא ולא בעי הך חדא מכלל חבירתה איתמר:
18 Sollte er nur jenes lehren, und nicht dieses!? – Eines wurde aus dem anderen gefolgert.
יט מותר להקריב לבאר וכו': תנן התם לא יעמוד אדם ברשות הרבים וישתה ברשות היחיד ברשות היחיד וישתה ברשות הרבים אלא אם כן מכניס ראשו ורובו למקום שהוא שותה
19 M<small>AN DARF SIE NAHE AM</small> B<small>RUNNEN</small> &amp;<small>C</small>. Dort haben wir gelernt: Man darf nicht auf öffentlichem Gebiete stehen und aus Privatgebiet trinken, oder auf Privatgebiet stehen und aus öffentlichem Gebiete trinken, es sei denn, daß man den Kopf und den größeren Teil des Körpers da hinübergebeugt hat, wo man trinkt.