Eruvin 60

Kapitel 60

א שמערבין לגדול ביום הכפורים
1 daß man zum Versöhnungstage für einen Erwachsenen einen E͑rub bereiten dürfe?
ב אמרו להן אבל אמרו להן כשם שמערבין לגדול ביום הכפורים כן מערבין לנזיר ביין ולישראל בתרומה
2 Diese erwiderte: Freilich. Jene sprach: Wie man für einen Erwachsenen zum Versöhnungstage einen E͑rub bereiten darf, ebenso darf man einen E͑rub bereiten für einen Naziräer aus Wein und für einen Jisraéliten aus Hebe. –
ג ובית שמאי התם איכא סעודה הראויה מבעוד יום הכא ליכא סעודה הראויה מבעוד יום
3 Und die Schule Šammajs!? – Da ist es ja am Tage [der Bereitung] eine geeignete Mahlzeit, hier aber ist sie auch am Tage [der Bereitung] ungeeignet. –
ד כמאן דלא כחנניה דתניא חנניה אומר כל עצמן של בית שמאי לא היו מודים בעירוב עד שיוציא מטתו וכל כלי תשמישיו לשם
4 Also nicht nach Ḥananja, denn es wird gelehrt: Ḥananja sagt, die Schule Šammajs habe bezüglich des E͑rubs nichts zugegeben; vielmehr müsse er sein Lager und all seine Gebrauchsgeräte dahin bringen. –
ה כמאן אזלא הא דתניא עירב בשחורים לא יצא בלבנים בלבנים לא יצא בשחורים כמאן אמר רב נחמן בר יצחק חנניה היא ואליבא דב"ש
5 Wessen Ansicht vertritt folgende Lehre: Hat jemand seinen E͑rub in schwarzen [Gewändern] niedergelegt, so darf er da nicht in weißen hingehen: hat er ihn in weißen niedergelegt, so darf er da nicht in schwarzen hingehen. Wessen nun? R.Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte: Die des Ḥananja, nach der Schule Šammajs. –
ו ולחנניה בשחורים הוא דלא יצא הא בלבנים יצא האמר עד שיוציא מטתו וכלי תשמישיו לשם הכי קאמר עירב בלבנים והוצרך לשחורים אף בלבנים לא יצא כמאן אמר רב נחמן בר יצחק חנניה היא ואליבא דבית שמאי:
6 Nach Ḥananja darf er also nur in schwarzen nicht hingehen, wohl aber in weißen, und dieser sagt ja, er müsse sein Lager und seine Gebrauchsgeräte dahinbringen!? – Er meint es wie folgt: hat jemand seinen E͑rub in weißen [Gewändern] niedergelegt und muß schwarze anlegen, so darf er da auch in weißen nicht hingehen. Nach wessen Ansicht? R.Naḥman b.Jiçḥaq erwiderte: Nach Ḥananja, nach der Schule Šammajs.
ז סומכוס אומר בחולין: ואילו לנזיר ביין לא פליג מאי טעמא אפשר דמתשיל אנזירותיה
7 S<small>YMMACHOS SAGT, NUR AUS</small> P<small>ROFANEM.</small> Bezüglich des Weines für einen Naziräer streitet er also nicht: weshalb? – Dieser kann um die Auflösung nachsuchen. –
ח אי הכי תרומה נמי אפשר דמיתשיל עילויה אי מתשיל עלה הדרא לטיבלא
8 Auch bei der Hebe kann man ja um Auflösung nachsuchen!? – Wenn man es auf löst, so ist es ja Unverzehntetes. –
ט וליפרוש עלה ממקום אחר לא נחשדו חבירים לתרום שלא מן המוקף
9 Man kann ja die Hebe von anderem absondern!? – Genossen stehen nicht im Verdachte, die Hebe von Nichtzusammenliegendem abzusondern. –
י ולפרוש עלה מיניה וביה דלית בה שיעורא
10 Man kann ja die Hebe davon selbst absondern!? – Wenn dann das [für den E͑rub] erforderliche Quantum fehlen würde. –
יא ומאי פסקא אלא סומכוס סבר לה כרבנן דאמרי כל דבר שהוא משום שבות גזרו עליו בין השמשות
11 Wieso ist dies ausgemacht? – Vielmehr, Symmachos ist der Ansicht der Rabbanan, welche sagen, alles, was des Feierns wegen verboten ist, sei auch bei Dämmerung verboten. –
יב כמאן אזלא הא דתנן יש שאמרו הכל לפי מה שהוא אדם מלא קומצו מנחה ומלא חפניו קטרת והשותה מלא לוגמיו ביום הכפורים ובמזון שתי סעודות לעירוב כמאן א"ר זירא סומכוס היא דאמר מאי דחזי ליה בעינן
12 Wessen Ansicht vertritt das, was wir gelernt haben: In manchen Fällen richte man sich nach der Person: bei der Handvoll zum Speisopfer, bei der hohlen Hand Räucherwerk, beim Trinken eines Schluckes am Versöhnungstage und bei der Speise zu zwei Mahlzeiten für den E͑rub. Wessen nun? R.Zera erwiderte: Die des Symmachos, welcher sagt, [die Speise] müsse für die betreffende Person brauchbar sein. –
יג לימא פליגא אדרבי שמעון בן אלעזר דתניא ר"ש בן אלעזר אומר מערבין לחולה ולזקן כדי מזונו ולרעבתן בסעודה בינונית של כל אדם
13 Er streitet also gegen R.Šimo͑n b.Elea͑zar, denn es wird gelehrt: R.Šimo͑n b.Elea͑zar sagt, man bereite einen E͑rub für einen Kranken oder einen Greis aus [zwei] für ihn ausreichenden Mahlzeiten und für einen Gefräßigen aus [zwei] für einen Durchschnittsmenschen ausreichenden Mahlzeiten. –
יד תרגומא אחולה וזקן אבל רעבתן בטלה דעתו אצל כל אדם:
14 Beziehe dies auf einen Kranken und einen Greis, nicht aber auf einen Gefräßigen, da seine Eigenart gegenüber der aller anderen Menschen bedeutungslos ist.
טו ולכהן בבית הפרס: דאמר רב יהודה אמר שמואל מנפח אדם בית הפרס והולך רבי יהודה בר אמי משמיה דרב יהודה אמר בית הפרס שנידש טהור:
15 F<small>ÜR EINEN</small> P<small>RIESTER AUF EINEM</small> G<small>RÄBERPFLUGE</small>. Denn R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls, man dürfe auf einem Gräberpfluge [die Erde] wegblasen und weitergehen. Auch sagte R.Jehuda b. Ami im Namen R.Jehudas, ein ausgetretener Gräberpflug sei rein.
טז רבי יהודה אומר אף בית הקברות: תנא מפני שיכול לחוץ ולילך בשידה תיבה ומגדל קא סבר אהל זרוק שמיה אהל
16 R.J<small>EHUDA SAGT, SOGAR ZWISCHEN</small> G<small>RÄBERN</small>. Es wird gelehrt: Weil er da in einer Truhe, einer Kiste oder in einem Schrank geschützt hinkommen kann. Er ist also der Ansicht, das bewegliche Zelt heiße Zelt,
יז ובפלוגתא דהני תנאי דתניא הנכנס לארץ העמים בשידה תיבה ומגדל רבי מטמא רבי יוסי ברבי יהודה מטהר
17 somit führen sie denselben Streit wie die Tannaím der folgenden Lehre: Wer in einer Truhe, einer Kiste oder in einem Schrank in das Land der weltlichen Völker kommt, ist nach Rabbi unrein und nach R.Jose b. R.Jehuda rein.
יח במאי קמיפלגי מ"ס אהל זרוק לאו שמיה אהל ומ"ס אהל זרוק שמיה אהל
18 Worin besteht ihr Streit? – Einer ist der Ansicht, das bewegliche Zelt heiße kein Zelt, und einer ist der Ansicht, das bewegliche Zelt heiße Zelt. –
יט והא דתניא רבי יהודה אומר
19 Es wird gelehrt, R.Jehuda sagt,