Gittin 22

Kapitel 22

א עדים החתומין על הגט ושמותן כשמות עובדי כוכבים מהו אמר ליה לא בא לידינו אלא לוקוס ולוס והכשרנו
1 Wie ist es, wenn die Namen der auf dem Scheidebriefe unterzeichneten Zeugen solchen von Nichtjuden gleichen? Dieser erwiderte:
ב ודוקא לוקוס ולוס דלא שכיחי ישראל דמסקי בשמהתייהו אבל שמהתא אחריני דשכיחי ישראל דמסקי בשמהתייהו לא
2 Uns sind nur [die Namen] Luqus und Lus vorgekommen, und wir erklärten [den Scheidebrief] als gültig. Dies gilt jedoch nur von den Namen Luqus und Lus, die Jisraéliten nicht führen, nicht aber von anderen Namen, die auch Jisraéliten führen.
ג איתיביה גיטין הבאים ממדינת הים ועדים חתומים עליהם אע"פ ששמותיהן כשמות עובדי כוכבים כשירין מפני שרוב ישראל שבחו"ל שמותיהן כשמות עובדי כוכבים
3 Er wandte gegen ihn ein: Scheidebriefe aus dem Überseelande sind, selbst wenn die Namen der unterzeichneten Zeugen nichtjüdischen gleichen, gültig, weil die meisten Namen der Jisraéliten außerhalb des [Jisraél]landes nichtjüdischen gleichen!? –
ד התם כדקתני טעמא מפני שרוב ישראל שבחוץ לארץ שמותיהן כשמות עובדי כוכבים
4 Da wird auch der Grund angegeben: weil die meisten Namen der Jisraéliten außerhalb des [Jisraél]landes nichtjüdischen gleichen.
ה ואיכא דאמרי כי מתניתא בעא מיניה ופשט ליה ממתניתא:
5 Manche sagen, jener hatte ihn hinsichtlich des in der Barajtha gelehrten Falles gefragt, und dieser entschied es aus dieser Barajtha.
ו <big><strong>מתני׳</strong></big> האומר תן גט זה לאשתי ושטר שחרור זה לעבדי אם רצה לחזור בשניהן יחזור דברי ר"מ
6 <b>W</b><small>ENN JEMAND ZU EINEM GESAGT HAT, DASS ER DIESEN</small> S<small>CHEIDEBRIEF SEINER</small> F<small>RAU ODER DIESEN</small> F<small>REILASSUNGSBRIEF SEINEM</small> S<small>KLAVEN GEBE, SO KANN ER, WENN ER WILL, IN BEIDEN</small> F<small>ÄLLEN ZURÜCKTRETEN – SO</small> R. M<small>EÍR; </small>
ז וחכ"א בגיטי נשים אבל לא בשחרורי עבדים לפי שזכין לאדם שלא בפניו ואין חבין לו אלא בפניו
7 DIE W<small>EISEN SAGEN, NUR BEI EINEM</small> S<small>CHEIDEBRIEFE, NICHT ABER BEI EINEM</small> F<small>REILASSUNGSBRIEFE, WEIL MAN EINEN IN SEINER</small> A<small>BWESENHEIT BEVORTEILEN KANN, BENACHTEILIGEN ABER KANN MAN EINEN NUR IN SEINER</small> G<small>EGENWART</small>.
ח שאם ירצה שלא לזון את עבדו רשאי ושלא לזון את אשתו אינו רשאי
8 W<small>ENN ER NÄMLICH SEINEM</small> S<small>KLAVEN DIE</small> E<small>RNÄHRUNG VERWEIGERN WILL, SO DARF</small> <small>ER DIES, UND WENN ER SEINER</small> F<small>RAU DIE</small> E<small>RNÄHRUNG VERWEIGERN WILL, SO DARF ER DIES</small> <small> NICHT</small>.
ט אמר להם והרי הוא פוסל את עבדו מן התרומה כשם שהוא פוסל את אשתו אמרו לו מפני שהוא קניינו:
9 E<small>R SPRACH ZU IHNEN</small>: E<small>R MACHT JA SEINEN</small> S<small>KLAVEN FÜR DIE</small> H<small>EBE</small> <small>UNTAUGLICH, WIE ER SEINE</small> F<small>RAU UNTAUGLICH MACHT</small>!? S<small>IE ERWIDERTEN IHM</small>: W<small>EIL ER SEIN</small> E<small>IGENTUM IST</small>.
י <big><strong>גמ׳</strong></big> יתיב רב הונא ורב יצחק בר יוסף קמיה דר' ירמיה ויתיב ר' ירמיה וקא מנמנם ויתיב רב הונא וקאמר ש"מ מדרבנן התופס לבעל חוב קנה
10 GEMARA. R. Hona und R. Jiçḥaq b. Joseph saßen vor R. Jirmeja, und R. Jirmeja saß und schlummerte. Da sprach R. Hona: Aus der Ansicht der Rabbanan ist zu entnehmen, daß, wenn jemand für einen Gläubiger etwas einhascht, er es erworben habe.
יא א"ל רב יצחק בר יוסף ואפי' במקום שחב לאחרים א"ל אין
11 R. Jiçḥaq b. Joseph sprach zu ihm: Auch wenn [der Schuldner] noch anderen schuldet? Dieser erwiderte: Jawohl.
יב אדהכי איתער בהו ר' ירמיה אמר להו דרדקי הכי א"ר יוחנן התופס לבעל חוב במקום שחב לאחרים לא קנה וא"ת משנתינו
12 Währenddessen erwachte R. Jirmeja und sprach zu ihnen: Kinder, folgendes sagte R. Joḥanan: wenn jemand für einen Gläubiger etwas einhascht und dadurch andere benachteiligt, so hat er es nicht erworben. Wenn du aber aus unserer Mišna einen Einwand erhebst, [so ist zu erwidern,]
יג כל האומר תנו כאומר זכו דמי
13 wenn jemand ‘gebet’ sagt, so ist es ebenso als würde er ‘erwerbet’ sagen.
יד אמר רב חסדא התופס לבעל חוב במקום שחב לאחרים באנו למחלוקת רבי אליעזר ורבנן דתנן מי שליקט את הפאה ואמר הרי זו לפלוני עני ר' אליעזר אמר זכה לו וחכ"א יתננו לעני הנמצא ראשון
14 R. Ḥisda sagte: Wenn jemand etwas für einen Gläubiger einhascht und dadurch andere benachteiligt, so gelangen wir zum Streite zwischen R. Elie͑zer und den Rabbanan. Wir haben nämlich gelernt: Wenn jemand den Eckenlaß aufliest und spricht: dies sei für jenen Armen, so hat er ihn, wie R. Elie͑zer sagt, für diesen erworben, und die Weisen sagen, er gebe ihn dem Armen, der sich zuerst einfindet.
טו אמר אמימר ואיתימא רב פפא
15 Amemar, nach anderen R. Papa, sprach: