Horayot 12

Kapitel 12

א אלא מעתה נייתו פר בהוראה וכי תימא הכי נמי טפי להו שבטים
1 Demnach sollten sie doch wegen einer [falschen] Entscheidung einen Farren darbringen!? Wolltest du sagen, dem sei auch so, so wären es ja mehr Stämme!?
ב אלא אמר רב אחא ברבי יעקב שבטו של לוי לא איקרו קהל דכתיב (בראשית מח, ד) הנני מפרך והרביתך ונתתיך לקהל עמים וגו' כל שיש לו אחוזה איקרי קהל וכל שאין לו אחוזה לא איקרי קהל
2 Vielmehr, erklärte R. Aḥa b. Ja͑qob, der Stamm Levi heißt nicht ‘Volk’, denn es heißt:<i>ich werde dich fruchtbar machen und vermehren und dich zu einer Versammlung von Völkern machen &amp;c.</i> Wer einen Erbbesitzhat, heißt ‘Volk’, wer keinen Erbbesitz hat, heißt nicht ‘Volk’. –
ג א"כ חסרי להו י"ב שבטים אמר אביי (בראשית מח, ה) אפרים ומנשה כראובן ושמעון יהיו לי אמר רבא והא כתיב על שם אחיהם יקראו בנחלתם לנחלה הוקשו ולא לדבר אחר
3 Demnach fehlt ja von den zwölfStämmen!? Abajje erwiderte:<i>Ephrajim und Menaše sollen mir wie Reúben und Šimo͑n</i> <i>gelten.</i> Raba entgegnete: Es heißt ja:<i>den Namen ihrer Brüder sollen sie führen inbetreff ihres Erbteiles,</i> also nur inbetreff ihres Erbteiles, nicht aber in anderer Hinsicht!? –
ד ולא והא חלוקין בדגלים כנחלתן כך חנייתן כדי לחלק כבוד לדגלים
4 Etwa nicht, sie waren ja auch hinsichtlich der Fahnengetrennt!? – Gleich ihrem Erbbesitze ihre Lagerung. Ferner um ihren Fahnen Ehrung zu erweisen. –
ה והא חלוקים בנשיאים ההוא לחלוק כבוד לנשיאים דתניא שלמה עשה ז' ימי חנוכה ומה ראה משה לעשות שנים עשר ימי חנוכה כדי לחלוק כבוד לנשיאים
5 Sie waren ja getrennt hinsichtlich der Fürsten!? – Dies, um den Fürsten Ehrung zu erweisen, denn es wird gelehrt: Šelomo setzte nur sieben Einweihungstage ein, was veranlaßte nun Moše zwölf Einweihungstage einzusetzen? Um den Fürsten Ehrung zu erweisen. –
ו מאי הוי עלה
6 Wie bleibt es nun damit? –
ז ת"ש דתניא ר"ש אומר חמש חטאות מתות ולד חטאת ותמורת חטאת וחטאת שמתו בעליה וחטאת שנתכפרו בעליה וחטאת שעברה שנתה ואי אתה יכול לומר ולד חטאת בצבור שאין צבור מפרישין נקבה ואי אתה יכול לומר תמורת חטאת בצבור שאין תמורה בצבור ואי אתה יכול לומר חטאת שמתו בעליה בצבור שאין צבור מתים
7 Komm und höre: Es wird gelehrt: R. Šimo͑n sagte: Fünf Sündopfer lasse man verenden: das Junge eines Sund Opfers, das Eingetauschte eines Sündopfers, das Sündopfer, dessen Eigentümer gestorben ist, das Sündopfer, dessen Eigentümer Sühne erlangthat, und das Sündopfer vom vorigen Jahre. Bei einem Gemeindeopfer kann das Junge eines Sündopfers nicht vorkommen, denn die Gemeinde bringt kein weibliches Tier dar; ferner kann bei einem Gemeindeopfer das Eingetauschte eines Sündopfers nicht vorkommen, denn die Gemeinde darf das Opfer nicht umtauschen; ferner kann bei einem Gemeindeopfer keines vorkommen, dessen Eigentümer gestorben sind, denn eine ganze Gemeinde stirbt nicht.
ח שנתכפרו בעליה ושעברה שנתה לא שמענו יכול ימותו אמרת ילמוד סתום מן המפורש מה מצינו בולד חטאת ותמורת חטאת ושמתו בעליה ביחיד דברים אמורים ולא בצבור אף שנתכפרו בעליה ושעברה שנתה ביחיד דברים אמורים ולא בצבור
8 Vom Sündopfer, dessen Eigentümer Sühne erlangt hat, und von dem des vorigen Jahres haben wir nichtsgehört; man könnte nun glauben, daß man diese verenden lasse, so schließe man vom erklärten auf das nicht erklärte: wie hinsichtlich des Jungen eines Sündopfers, des Eingetauschten eines Sündopfers und des Sündopfers, dessen Eigentümer gestorben ist, nur von einem Privatopfer und nicht von einem Gemeindeopfer gesprochen wird, ebenso wird auch hinsichtlich eines Sündopfers, dessen Eigentümer Sühne erlangt hat, und eines vom vorigen Jahre nur von einem Privatopfer und nicht von einem Gemeindeopfer gesprochen. –
ט וכי דנין אפשר משאי אפש' ר"ש בחד מקום גמיר:
9 Sollte man denn vom Nichtmöglichen auf das Möglicheschließen!? – R. Šimo͑n hat sie alleaus einer Quelle.
י <br><br><big><strong>הדרן עלך הורו בית דין</strong></big><br><br>
10 
יא מתני׳ <big><strong>הורה</strong></big> כהן משיח לעצמו שוגג ועשה שוגג מביא פר שוגג ועשה מזיד מזיד ועשה שוגג פטור שהוראת כהן משיח לעצמו כהוראת ב"ד לצבור:
11 <b>W</b>ENN <small>DER GESALBTE</small> H<small>OCHPRIESTER</small> <small>FÜR SICH</small>. <small>SELBST EINE</small> E<small>NTSCHEIDUNG GETROFFEN HAT, SO MUSS ER, WENN VERSEHENTLICH, UND ER VERSEHENTLICH DANACH GEHANDELT HAT, EINEN</small> F<small>ARREN DARBRINGEN; WENN ABER VERSEHENTLICH UND ER VORSÄTZLICH DANACH GEHANDELT HAT, ODER VORSÄTZLICH UND ER VERSEHENTLICH DANACH GEHANDELT HAT, SO IST ER FREI</small><small>, DENN DIE</small> E<small>NTSCHEIDUNG DES GESALBTEN</small> H<small>OCHPRIESTERS FÜR SICH SELBST GLEICHT DER</small> E<small>NTSCHEIDUNG DES</small> G<small>ERICHTES FÜR DIE</small> G<small>EMEINDE.</small>
יב <big><strong>גמ׳</strong></big> שוגג ועשה שוגג מביא פר פשיטא
12 GEMARA. S<small>O MUSS ER, WENN VERSEHENTLICH UND ER VERSEHENTLICH DANACH GEHANDELT HAT, EINEN</small> F<small>ARREN DARBRINGEN.</small> Selbstverständlich!?
יג אמר אביי הכא במאי עסקינן כגון שהורה ושכח מאיזה טעם הורה ובשעה שטעה אמר הריני עושה על דעת הוראתו דמהו דתימא כיון דאילו מתידע ליה [שמא] הדר ביה כמזיד דמי ולא לחייב קמ"ל:
13 Abajje erwiderte: Hier handelt es sich um den Fall, wenn er eine Entscheidung getroffen und vergessen hat, aus welchem Grunde er sie getroffen hat, und bei der Handlung gesagt hat, er tue dies auf Grund seiner Entscheidung; man könnte glauben, dies gelte als Vorsätzlichkeit, da er, wenn er ihn gekannt hätte, wahrscheinlich zurückgetreten sein würde, und er sei nicht schuldig, so lehrt er uns.
יד מזיד ועשה שוגג כו': מנא ה"מ דתנו רבנן (ויקרא ד, ג) לאשמת העם הרי משיח כצבור (שיכול) והלא דין הוא
14 O<small>DER VORSÄTZLICH UND ER VERSEHENTLICH DANACH GEHANDELT HAT</small> &amp;<small>C</small>. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten: <i>Zur Verschuldung des Volkes;</i> der Gesalbte gleicht also der Gemeinde.