Ketubot 116

Kapitel 116

א אלא לרב שמואל בר יהודה קמייתא משום סימפון ובתרייתא משום סימפון מאי בינייהו
1 nach R. Šemuél b. Jehudaaber wird in der ursprünglichen die Aufhebung berücksichtigt und in der letzteren ebenfalls die Aufhebung, welcher Unterschied besteht demnach zwischenihnen!? –
ב איכא בינייהו בדיקת חוץ מר סבר בדיקת חוץ שמה בדיקה ומר סבר בדיקת חוץ לא שמה בדיקה:
2 Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich der fremdenUntersuchung; nach der einen gilt die fremde Untersuchung als Untersuchung, und nach der anderen gilt die fremde Untersuchung nicht als Untersuchung.
ג <big><strong>מתני׳</strong></big> המקדיש מעשה ידי אשתו הרי זו עושה ואוכלת המותר רבי מאיר אומר הקדש רבי יוחנן הסנדלר אומר חולין:
3 <b>W</b><small>ENN JEMAND DIE</small> H<small>ÄNDEARBEIT SEINER</small> F<small>RAU DEM</small> H<small>EILIGTUMS WEIHT, SO DARF SIE ARBEITEN UND</small> [<small>DEN</small> E<small>RTRAG</small>]<small>VERZEHREN; WENN DEN</small> Ü<small>BERSCHUSS</small><small>, SO IST ER, WIE</small> R. M<small>EÍR SAGT, HEILIG, UND WIE</small> R. J<small>OḤANAN DER</small> S<small>CHUSTER SAGT, PROFAN.</small>
ד <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רב הונא אמר רב יכולה אשה לומר לבעלה איני ניזונת ואיני עושה קסבר כי תקינו רבנן מזוני עיקר ומעשה ידיה משום איבה וכי אמרה איני ניזונת ואיני עושה הרשות בידה
4 GEM ARA. R. Hona sagte im Namen Rabhs: Eine Frau kann zu ihrem Manne sagen, sie wolle nicht unterhalten werden und nicht arbeiten. Er ist der Ansicht, die Bestimmung der Rabbananbezwecke hauptsächlich ihre Ernährung, und nur um Mißhelligkeit [vorzubeugen, gehört ihm] ihre Händearbeit; wenn sie aber sagt, sie wolle weder unterhalten sein noch arbeiten, so steht es ihr frei.
ה מיתיבי תקנו מזונות תחת מעשה ידיה אימא תקנו מעשה ידיה תחת מזונות
5 Man wandte ein: Sie haben ihre Ernährung angeordnet für ihre Händearbeit!? – Lies: sie haben ihm ihre Händearbeit für ihre Ernährung [zugesprochen].
ו לימא מסייע ליה המקדיש מעשה ידי אשתו הרי היא עושה ואוכלת מאי לאו בניזונת לא בשאינה ניזונת
6 Ihm wäre eine Stütze zu erbringen: Wenn jemand die Händearbeit seiner Frau dem Heiligtume weiht, so darf sie arbeiten und [den Ertrag] verzehren. Doch wohl, wenn sie [von ihm] ernährt wird. – Nein, wenn sie nicht [von ihm] ernährt wird. –
ז אי בשאינה ניזונת מאי למימרא אפי' למאן דאמר יכול הרב לומר לעבד עשה עמי ואיני זנך הני מילי בעבד כנעני דלא כתיב ביה עמך אבל עבד עברי דכתיב ביה (דברים טו, יג) עמך לא וכל שכן אשתו
7 Wozu braucht dies, wenn sie nicht [von ihm] ernährt wird, gelehrt zu werden!? Auch nach demjenigen, welcher sagt, der Herr könne zu seinem Sklaven sagen, arbeite bei mir und ich ernähre dich nicht, gilt dies nur von einem kenaa͑nitischen Sklaven, von dem es nicht <i>mit dir</i> heißt, nicht aber von einem hebräischen Sklaven, von dem es <i>mit dir</i> heißt, und um so weniger von seiner Frau. –
ח סיפא איצטריך ליה מותר רבי מאיר אומר הקדש רבי יוחנן הסנדלר אומר חולין
8 Nötig ist der Schlußsatz: wenn den Überschuß, so ist er, wie R. Meír sagt, heilig, und wie R. Joḥanan der Schuster sagt, profan.
ט ופליגא דריש לקיש דאמר ריש לקיש לא תימא טעמא דרבי מאיר משום דקסבר אדם מקדיש דבר שלא בא לעולם אלא טעמא דרבי מאיר מתוך שיכול לכופה למעשה ידיה נעשה כאומר לה יקדשו ידיך לעושיהם
9 Er streitet somit gegen Reš Laqiš, denn Reš Laqiš sagte: Man erkläre nicht den Grund R. Meírs, er sei der Ansicht man könne dem Heiligtume weihen, was noch nicht auf die Welt gekommen ist, vielmehr ist folgendes der Grund R. Meírs: da er sie zur Arbeit zwingen kann, so ist es ebenso als würde er zu ihr gesagt haben: deine Händesollen ihrem Schöpfer geweiht sein. –
י והא לא אמר לה הכי כיון דשמעינן ליה לר"מ דאמר אין אדם מוציא דבריו לבטלה נעשה כאומר לה יקדשו ידיך לעושיהם
10 Er hat dies ja nicht gesagt!? – Da wir von R. Meír wissen, daß er der Ansicht ist, niemand bringe Worte unnützhervor, so ist es ebenso, als würde er zu ihr gesagt haben: deine Hände sollen ihrem Schöpfer geweiht sein. –
יא וסבר רבי מאיר אין אדם מקדיש דבר שלא בא לעולם והתניא האומר לאשה הרי את מקודשת לי לאחר שאתגייר או לאחר שתתגיירי לאחר שאשתחרר לאחר שתשתחררי לאחר שימות בעליך או שתמות אחותיך או לאחר שיחלוץ ליך יבמיך רבי מאיר אומר מקודשת
11 Ist R. Meír denn der Ansicht, man könne nicht dem Heiligtume weihen, was noch nicht auf die Welt gekommen ist, es wird ja gelehrt: Wenn jemand zu einer Frau sagt: sei mir angetraut, sobald ich Proselyt geworden bin, sobald du Proselytin geworden bist, sobald ich Freier geworden bin, sobald du Freie geworden bist, sobald dein Mann gestorben ist, sobald deine Schwestergestorben ist, sobald dein Schwager an dir die Ḥaliça vollzogen hat, so ist sieihm, wie R. Meír sagt, angetraut!? –
יב מההיא אין מהא ליכא למשמע מינה:
12 Hieraus ist dies [zu entnehmen], aus jener [Lehre] nicht.
יג המותר רבי מאיר אומר הקדש: אימת קדוש רב ושמואל דאמרי תרווייהו מותר לאחר מיתה קדוש רב אדא בר אהבה אמר מותר מחיים קדוש
13 W<small>ENN DEN</small> Ü<small>BERSCHUSS, SO IST ER, WIE</small> R. M<small>EÍR SAGT, HEILIG.</small> Wann ist er heilig? – Rabh und Šemuél sagten beide, der Überschuß sei nach ihrem Todeheilig, und R. Ada b. Ahaba sagte, der Überschuß sei schon bei ihren Lebzeiten heilig.
יד הוי בה רב פפא במאי אילימא במעלה לה מזונות ומעלה לה מעה כסף לצרכיה מ"ט דמ"ד לאחר מיתה קדוש
14 R. Papa wandte ein: In welchem Falle: wollte man sagen, wenn er ihr Ernährung und die Silbermaa͑für ihre Bedürfnisse gibt, was ist der Grund desjenigen, welcher sagt, er sei erst nach ihrem Tode heilig,
טו ואלא כשאין מעלה לה מזונות ולא מעלה לה מעה כסף לצרכיה מ"ט דמאן דאמר מחיים קדוש
15 und wenn er ihr Ernährung und die Silbermaa͑ für ihre Bedürfnisse nicht gibt, was ist der Grund desjenigen, welcher sagt, er sei schon bei ihren Lebzeiten heilig!? –
טז לעולם במעלה לה מזונות ואינו מעלה לה מעה כסף לצרכיה רב ושמואל סברי תקנו
16 Wenn er ihr Ernährung gibt, jedoch nicht die Silbermaa͑ für ihre Bedürfnisse. Rabh und Šemuél sind der Ansicht,