Ketubot 118

Kapitel 118

א שדה זו שמשכנתי לך לכשאפדנה ממך תיקדש דקדשה
1 das Feld, das ich dir verpfändet habe, sei heilig, sobald ich es von dir ausgelöst habe; es ist auch heilig.
ב מתקיף לה רב שישא בריה דרב אידי מי דמי התם בידו לפדותה הכא אין בידה לגרש עצמה הא לא דמיא אלא לאומר לחבירו שדה זו שמשכנתי לך לעשר שנים לכשאפדנה ממך תיקדש דקדשה
2 R. Šiša, Sohn des R. Idi, wandte ein: Ist es denn gleich; hierbei ist es in seiner Hand, es auszulösen, da aber ist es nicht in ihrer Hand, geschiedenzu werden!? Dies gleicht vielmehr dem Falle, wenn jemand zu seinem Nächsten sagt: das Feld, das ich dir auf zehn Jahre verpfändet habe, sei heilig, sobald ich es von dir ausgelöst habe; es ist auch heilig.
ג מתקיף לה רב אשי מי דמי התם לעשר שנים מיהא בידו לפדותה הכא אין בידה לגרש עצמה לעולם
3 R. Aši wandte ein: Ist es denn gleich; hierbei ist es immerhin nach zehn Jahren in seiner Hand, es auszulösen, da aber ist es niemals in ihrer Hand geschieden zu werden!?
ד אלא אמר רב אשי קונמות קא אמרת שאני קונמות דקדושת הגוף נינהו וכדרבא דאמר רבא הקדש חמץ ושחרור מפקיעין מידי שיעבוד
4 Vielmehr, erwiderte R. Aši, vom Qonam ist nichts einzuwenden. Anders verhält es sich beim Qonam, wobei [die Sache] an sichheilig wird. Dies nach Raba, denn Raba sagte: Heiligung, Säuerungund Freilassung heben das Anrechtauf. –
ה ונקדשו מהשתא אלמוה רבנן לשיעבודיה דבעל כי היכי דלא תיקדש מהשתא:
5 Demnach sollte es sofort heiligsein!? – Die Rabbanan haben das Anrecht des Ehemannesgekräftigt, auf daß es nicht sofort heilig werde.
ו <big><strong>מתני׳</strong></big> ואלו מלאכות שהאשה עושה לבעלה טוחנת ואופה ומכבסת מבשלת ומניקה את בנה מצעת לו המטה ועושה בצמר הכניסה לו שפחה אחת לא טוחנת ולא אופה ולא מכבסת שתים אין מבשלת ואין מניקה את בנה שלש אין מצעת לו המטה ואין עושה בצמר ארבע יושבת בקתדרא
6 F<small>OLGENDE</small> A<small>RBEITEN HAT DIE</small> F<small>RAU FÜR IHREN</small> M<small>ANN ZU VERRICHTEN</small>: <small>MAHLEN, BACKEN, WASCHEN, KOCHEN, IHR</small> K<small>IND SÄUGEN, IHM DAS</small> B<small>ETT MACHEN UND IN</small> W<small>OLLE ARBEITEN</small>. B<small>RACHTE SIE IHM EINE</small> S<small>KLAVIN</small><small>MIT, SO BRAUCHT SIE NICHT ZU MAHLEN, ZU BACKEN UND ZU WASCHEN; WENN ZWEI, SO BRAUCHT SIE AUCH NICHT ZU KOCHEN UND IHR</small> K<small>IND ZU SÄUGEN; WENN DREI, SO BRAUCHT SIE IHM AUCH NICHT DAS</small> B<small>ETT ZU MACHEN UND IN</small> W<small>OLLE ZU ARBEITEN; WENN VIER, SO KANN SIE IM</small> L<small>EHNSTUHL</small><small>SITZEN.</small>
ז רבי אליעזר אומר אפי' הכניסה לו מאה שפחות כופה לעשות בצמר שהבטלה מביאה לידי זימה רשב"ג אומר אף המדיר את אשתו מלעשות מלאכה יוציא ויתן כתובה שהבטלה מביאה לידי שיעמום:
7 R. E<small>LIE͑ZER SAGT, SELBST WENN SIE IHM HUNDERT</small> S<small>KLAVINNEN MITGEBRACHT HAT, KÖNNE ER SIE IN</small> W<small>OLLE ZU ARBEITEN ZWINGEN, DENN</small> M<small>ÜSSIGGANG FÜHRT ZUR</small> U<small>NZUCHT.</small> R. Š<small>IMO͑N B.</small> G<small>AMLIÉL SAGT, AUCH WENN JEMAND SEINER</small> F<small>RAU DIE</small> A<small>RBEITSLEISTUNG ABGELOBT HAT, MÜSSE ER SIE ENTLASSEN UND IHR DIE</small> M<small>ORGENGABE AUSZAHLEN, DENN</small> M<small>ÜSSIGGANG FÜHRT ZUM</small> W<small>AHNSINN.</small>
ח <big><strong>גמ׳</strong></big> טוחנת ס"ד אלא אימא מטחנת ואיבעית אימא בריחיא דידא
8 GEMARA. Mahlen, wie kommst dudarauf!? – Lies vielmehr: mahlen lassen. Wenn du aber willst, sage ich: mit einer Handmühle.
ט מתני' דלא כר' חייא דתני ר' חייא אין אשה אלא ליופי אין אשה אלא לבנים ותני ר' חייא אין אשה אלא לתכשיטי אשה ותני ר' חייא הרוצה שיעדן את אשתו ילבישנה כלי פשתן הרוצה שילבין את בתו יאכילנה אפרוחים וישקנה חלב סמוך לפירקה:
9 Unsere Mišna vertritt nicht die Ansicht R. Ḥijas, denn R. Ḥija lehrte: Eine Frau nur zur Schönheit; eine Frau nur wegen der Kinder. Ferner lehrte R. Ḥija: Eine Frau nur für den Frauenputz. Ferner lehrte R. Ḥija: Wer seine Frau schmücken will, kleide sie in Linnengewänder; wer seine Tochter zart machen will, lasse sie kurz vor ihrer Reife Küchlein essen und Milch trinken.
י ומניקה את בנה: לימא מתניתין דלא כבית שמאי דתניא נדרה שלא להניק את בנה בש"א שומטת דד מפיו בה"א כופה ומניקתו נתגרשה אינו כופה ואם היה מכירה נותן לה שכרה וכופה ומניקתו מפני הסכנה
10 I<small>HR</small> K<small>IND SÄUGEN.</small> Es wäre anzunehmen, daß unsere Mišna nicht die Ansicht der Schule Šammajs vertritt, denn es wird gelehrt: Wenn sie gelobt hat, ihr Kind nicht zu säugen, so ziehe sie ihm, wie die Schule Šammajs sagt, die Zitzeaus dem Munde; die Schule Hillels sagt, er zwinge sie und sie säugees. Wird sie geschieden, so kann er sie nicht zwingen; wenn aber [das Kind] sie kennt, zahle er ihr ihren Lohn und zwinge sie, es zu säugen, wegen der Lebensgefahr. –
יא אפי' תימא ב"ש הכא במאי עסקינן כגון שנדרה היא וקיים לה הוא וקסברי ב"ש הוא נותן אצבע בין שיניה וב"ה סברי היא נתנה אצבע בין שיניה
11 Du kannst auch sagen, sie vertrete die Ansicht der Schule Šammajs, denn da wird von dem Falle gesprochen, wenn sie gelobt und er es bestätigt hat. Die Schule Šammajs ist der Ansicht, er habe ihr den Finger zwischen die Zähnegesteckt, und die Schule Hillels ist der Ansicht, sie habe sich den Finger zwischen die Zähne gesteckt. –
יב ונפלגו בכתובה בעלמא ועוד תניא בש"א אינה מניקה אלא מחוורתא מתניתין דלא כב"ש:
12 Demnach sollten sie über die Morgengabe an sichstreiten!? Ferner wird gelehrt: die Schule Šammajs sagt, [eine Frau] brauche [ihr Kind] nicht zu säugen!? – Das richtige ist vielmehr, unsere Mišna vertritt nicht die Ansicht der Schule Šammajs.
יג אם היה מכירה:
13 «Wenn aber [das Kind] sie kennt.» Wielange?