Ketubot 120

Kapitel 120

א עד עשרים וארבעה חדש דברי רבי מאיר ור' יהודה מתיר בשמונה עשר חדש אמר רבי נתן בר יוסף הן הן דברי בית שמאי הן הן דברי בית הלל שבית שמאי אומרים עשרים וארבעה חדש ובית הלל אומרים שמונה עשר חדש
1 vierundzwanzig Monaten weder verloben noch verheiraten – so R. Meír; R. Jehuda erlaubt es nach achtzehn Monaten. R. Nathan b. Joseph sagte: Es sind dies die Worte der Schule Šammajs, und es sind dies die Worte der Schule Hillels. Die Schule Šammajs sagt nämlich, vierundzwanzig Monate, und die Schule Hillels sagt, achtzehnMonate.
ב אמר רבן שמעון בן גמליאל אני אכריע לדברי האומר עשרים וארבעה חדש מותרת לינשא בעשרים ואחד חדש לדברי האומר בשמונה עשר חדש מותרת להנשא בחמשה עשר חדש לפי שאין החלב נעכר אלא לאחר שלשה חדשים
2 R. Šimo͑n b. Gamliél sagte: Ich will es erklären: nach demjenigen, der vierundzwanzig Monate sagt, darf sie sich nach einundzwanzig Monaten verheiraten, und nach demjenigen, der achtzehn Monate sagt, darf sie sich nach fünfzehn Monaten verheiraten, denn erst nach drei Monatenwird die Milch getrübt.
ג אמר עולא הלכה כרבי יהודה ואמר מר עוקבא לי התיר רבי חנינא לשאת לאחר חמשה עשר חדש אריסיה דאביי אתא לקמיה דאביי אמר ליה מהו ליארס בחמשה עשר חדש אמר ליה חדא דר"מ ורבי יהודה הלכה כרבי יהודה ועוד בית שמאי ובית הלל הלכה כבית הלל ואמר עולא הלכה כרבי יהודה ואמר מר עוקבא לי התיר רבי חנינא לשאת לאחר חמשה עשר חדש כל שכן דאת ליארס
3 U͑la sagte: Die Halakha ist wie R. Jehuda. Ferner sagte Mar U͑qaba: Mir erlaubte R. Ḥanina, eine nach fünfzehn Monaten zu heiraten. Der Pächter Abajjes kam vor Abajje und fragte ihn, ob man sich nach fünfzehn Monaten verloben dürfe. Dieser erwiderte ihm: Erstens ist bei [einem Streite zwischen] R. Meír und R. Jehuda die Halakha wie R. Jehuda, ferner ist bei [einem Streite zwischen] der Schule Šammajs und der Schule Hillels die Halakha wie die Schule Hillels, ferner sagte U͑la, die Halakha sei wie R. Jehuda, ferner sagte Mar U͑qaba, R. Ḥanina habe ihm erlaubt, eine nach fünfzehn Monaten zu heiraten, und um wieviel mehr, wo du dich nur verloben willst.
ד כי אתא לקמיה דרב יוסף א"ל רב ושמואל דאמרי תרוייהו צריכה להמתין עשרים וארבעה חדש חוץ מיום שנולד בו וחוץ מיום שנתארסה בו רהט בתריה תלתא פרסי ואמרי לה פרסא בחלא ולא אדרכיה
4 Als er später zu R. Joseph kam, sprach dieser zu ihm: Rabh und Šemuél sagten beide, sie müsse vierundzwanzig Monate warten, außer dem Tage, an dem [das Kind] geboren wurde, und dem Tage, an dem sie sich verlobt. Hierauf lief er ihm drei Parasangennach, manche sagen, eine Parasange im Sand, und er erreichte ihn nicht.
ה אמר אביי האי מילתא דאמור רבנן אפילו ביעתא בכותחא לא לישרי איניש במקום רביה לא משום דמיחזי כאפקירותא אלא משום דלא מסתייעא מילתא למימרא דהא אנא הוה גמירנא ליה להא דרב ושמואל אפי' הכי לא מסתייעא לי מילתא למימר
5 Abajje sagte: Wenn die Rabbanan gesagt haben, man dürfe in der Ortschaft seines Lehrersnicht einmal ein Ei mit Molkenbreierlauben, so ist dies nicht deshalb, weil es als Anmaßung erscheint, sondern weil dies nicht gelingt. Ich hatte die Lehre von Rabh und Šemuél gelernt, dennoch gelang es mir nicht, sie zur Anwendung zu bringen.
ו ת"ר נתנה בנה למינקת או גמלתו או מת מותרת לינשא מיד רב פפא ורב הונא בריה דרב יהושע סבור למיעבד עובדא כי הא מתניתא אמרה להו ההיא סבתא בדידי הוה עובדא ואסר לי רב נחמן
6 Die Rabbanan lehrten: Wenn sieihr Kind einer Saugamme gegeben hat, es entwöhnt hat, oder es gestorben ist, so darf sie sich sofort verheiraten. R. Papa und R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, wollten nach dieser Lehre eine Entscheidung treffen, da sprach eine Greisin zu ihnen: Bei mir traf ein solcher Fall ein, und R. Naḥman verbot es mir. –
ז איני והא רב נחמן שרא להו לבי ריש גלותא שאני בי ריש גלותא דלא הדר בהו
7 Dem ist ja aber nicht so, R. Naḥman erlaubte dies ja im Hause des Exilarchen!? – Anders verhielt es sich im Hause des Exilarchen, da bei ihnen keinezurücktrat.
ח אמר להו רב פפי ואתון לא תסברוה מהא דתניא הרי שהיתה רדופה לילך לבית אביה או שהיה לה כעס בבית בעלה או שהיה בעלה חבוש בבית האסורין או שהלך בעלה למדינת הים או שהיה בעלה זקן או חולה או שהיתה עקרה וזקנה איילונית וקטנה והמפלת אחר מיתת בעלה ושאינה ראויה לילד כולן צריכות להמתין שלשה חדשים דברי ר"מ
8 R. Papi sprach zu ihnen: Wißt ihr es nicht selber aus folgender Lehre!? Wenn es sieins Haus ihres Vaters zu gehen drängte, oder sie mit ihrem Manne zankte, oder ihr Mann im Gefängnisse eingesperrt, im Überseelande verreist, alt oder krank war, oder sie unfruchtbar, alt, steril oder minderjährig ist, oder sie nach dem Tode ihres Mannes abortiert hat, oder sonst geburtsunfähig ist, so muß sie dennoch drei Monate warten – so R. Meír.
ט רבי יוסי מתיר ליארס ולינשא מיד ואמר רב נחמן אמר שמואל הלכה כרבי מאיר בגזירותיו
9 R. Jose erlaubt solchen, sich sofort zu verloben oder zu verheiraten. Hierzu sagte R. Naḥman im Namen Šemuéls, die Halakha sei wie R. Meírbei seinen Erschwerungen.
י אמרי ליה לאו אדעתין והלכתא מת מותר גמלתו אסור מר בר רב אשי אמר אפילו מת נמי אסור דלמא קטלה ליה ואזלא ומינסבא הוה עובדא וחנקתיה ולא היא ההיא שוטה הואי דלא עבדי נשי דחנקן בנייהו:
10 Diese erwiderten: Wir dachten nicht daran. Die Halakha ist: ist [das Kind] gestorben, so ist es erlaubt, hat sie es entwöhnt, so ist esverboten. Mar, Sohn des R. Aši, sagte: Auch wenn es gestorben ist, ist es verboten, denn sie könnte es töten, um zu heiraten. Einst ereignete es sich, daß eine [ihr Kind] erdrosselte. Dies ist aber nichts; jene war blöde, denn Frauen erdrosseln ihre Kinder nicht.
יא תנו רבנן הרי שנתנו לה בן להניק הרי זו לא תניק עמו לא בנה ולא בן חברתה פסקה קימעא אוכלת הרבה לא תאכל עמו דברים הרעים לחלב
11 Die Rabbanan lehrten: Wenn man einer ein Kind zum Säugen gegeben hat, so darf sie nicht mit diesem ihr eigenes Kind oder das Kind einer Freundin säugen. Hat sie wenig [Kost] vereinbart, so esse sie viel, auch darf sie nicht essen, was der Milch schädlich ist.
יב השתא בנה אמרת לא בן חברתה מיבעיא מהו דתימא בנה הוא דחייס עילויה ממציא ליה טפי אבל בן חברתה אי לאו דהוה לה מותר לא הוה ממציא ליה קא משמע לן
12 Wenn nicht einmal ihr eigenes Kind, wozu dies hinsichtlich eines fremden Kindes!? – Man könnte glauben, ihrem eigenen Kinde, das sie liebt, würde sie mehr geben, das Kind einer Freundin aber würde sie, wenn sie nicht Überfluß hat, überhaupt nicht säugen, so lehrt er uns. –
יג פסקה קימעא אוכלת הרבה מהיכא אמר רב ששת משלה
13 «Hat sie wenig [Kost] vereinbart, so esse sie viel.» Wessen? R. Šešeth erwiderte: Ihres.
יד לא תאכל עמו דברים הרעים מאי נינהו א"ר כהנא כגון כשות וחזיז ודגים קטנים ואדמה אביי אמר אפילו קרא וחבושא רב פפא אמר אפילו קרא וכופרא רב אשי אמר אפי' כמכא והרסנא מינייהו פסקי חלבא מינייהו עכרי חלבא:
14 «Auch darf sie nicht essen, was [der Milch] schädlich ist.» R. Kahana sagte: Beispielsweise Hopfen, Getreidegras, kleine Fische oder Erde. Abajje sagte: Nicht einmal Kürbis und Quitten. R. Papa sagte: Nicht einmal Palmkohl und unreife Datteln. R. Aši sagte: Nicht einmal Quarkbrei und Schmorfische. Durch diese versiegt die Milch, durch diese wird die Milch trübe.
טו דמשמשא בי ריחיא הוו לה בני נכפי דמשמשא על ארעא הוו לה בני שמוטי דדרכא על רמא דחמרא הוו לה בני גירדני דאכלה חרדלא הוו לה בני זלזלני דאכלה תחלי הוו לה בני דולפני דאכלה מוניני הוו לה בני מציצי עינא דאכלה גרגושתא הוו לה בני מכוערי דשתיא שיכרא הוו לה בני אוכמי דאכלה בישרא ושתיא חמרא הוו לה בני
15 Die den Beischlaf in der Mühle vollzieht, bekommt epileptische Kinder; die den Beischlaf auf der Erde vollzieht, bekommt langhalsige Kinder; die auf Eselsbluttritt, bekommt grindigeKinder; die Senf ißt, bekommt gefräßige Kinder; die Kresse, ißt, bekommt triefäugige Kinder; die Fischchen ißt, bekommt zwinkäugigeKinder; die Erde ißt, bekommt häßliche Kinder; die Met trinkt, bekommt schwarze Kinder; die Fleisch ißt und Wein trinkt, bekommt