Ketubot 138

Kapitel 138

א גופא דעובדא היכי הוה א"ל הכי והכי הוה מעשה אמר ליה גברא דלא ידע מאי ניהו מרזיחא שלח ליה לרב הונא הונא חברין מאי מרזיחא אבל דכתיב (ירמיהו טז, ה) כה אמר ה' אל תבא בית מרזח וגו':
1 wie die Sache sich zugetragen hat. Jener erwiderte: So und so hat die Sache sich zugetragen. Da sprach er: Ein Mann, der nicht einmal Trauermahl zu erklären weiß, redet R. Hona mit ‘Kollege Hona’ an!? – Was heißt Trauermahl? – [Das Mahl beim] Leidtragenden, wie es heißt:<i>So spricht der Herr, gehe nicht in ein Haus der Trauer &amp;c</i>.
ב אמר ר' אבהו מנין לאבל שמיסב בראש שנאמר (איוב כט, כה) אבחר דרכם ואשב ראש ואשכון כמלך בגדוד כאשר אבלים ינחם ינחם אחרים משמע אמר רב נחמן בר יצחק ינחם כתיב
2 R. Abahu sagte: Woher, daß der Leidtragende obenan sitze? Es heißt: <i>ich wählte ihren Weg, saß an der Spitze und thronte wie ein König im Heere, wie ein Tröster der Trauernden. – Tröster</i> heißt ja, der andere tröstet!? R. Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte: Nach der Schreibweise [kann es] heißen: getröstetwird.
ג מר זוטרא אמר מהכא (עמוס ו, ז) וסר מרזח סרוחים מר וזח נעשה שר לסרוחים
3 Mar Zuṭra sagte: Hieraus:<i>es soll weichen der Klageschrei der Hingestreckten</i>; der in Bitternis ist und entrückt, ist Fürst der Hingestreckten.
ד אמר רבא הלכתא ממקרקעי ולא ממטלטלי בין למזוני בין לכתובה בין לפרנסה:
4 Rabba sagte: Die Halakha ist, von unbeweglichen Gütern und nicht von beweglichen, ob zur Ernährung, für die Morgengabe oder zur Versorgung.
ה <big><strong>מתני׳</strong></big> המשליש מעות לבתו והיא אומרת נאמן בעלי עלי יעשה השליש מה שהושלש בידו דברי רבי מאיר רבי יוסי אומר וכי אינה אלא שדה והיא רוצה למוכרה הרי היא מכורה מעכשיו בד"א בגדולה אבל בקטנה אין מעשה קטנה כלום:
5 <b>W</b><small>ENN JEMAND</small> G<small>ELD FÜR SEINE</small> T<small>OCHTER HINTERLEGT</small><small>HAT</small>, <small>UND DIESE SAGT</small>, <small>IHR</small> E<small>HEMANN SEI IHR VERTRAUENSWÜRDIG</small>, <small>SO TUE DER</small> D<small>EPOSITAR</small>, <small>WIE ER BEAUFTRAGT WORDEN IST</small> – <small>SO</small> R. M<small>EÍR</small>. R. J<small>OSE SAGTE</small>: S<small>ELBST WENN ES EIN</small> F<small>ELD</small><small>IST</small>, <small>UND SIE ES VERKAUFEN WILL</small>, <small>IST JA DER</small> V<small>ERKAUF</small><small>VON JETZT AB GÜLTIG</small>! D<small>IES GILT NUR VON EINER</small> G<small>ROSSJÄHRIGEN</small>, <small>IST SIE ABER MINDERJÄHRIG</small>, <small>SO IST DIE</small> H<small>ANDLUNG EINER</small> M<small>INDERJÄHRIGEN NICHTIG</small>.
ו <big><strong>גמ׳</strong></big> ת"ר המשליש מעות לחתנו ליקח מהן שדה לבתו והיא אומרת ינתנו לבעלי מן הנשואין הרשות בידה מן האירוסין יעשה השליש מה שהושלש בידו דברי רבי מאיר רבי יוסי אומר הגדולה בין מן הנשואין ובין מן האירוסין הרשות בידה קטנה בין מן הנשואין בין מן האירוסין יעשה השליש מה שהושלש בידו
6 GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Wenn jemand Geld für seinen Schwiegersohn hinterlegt hat, dafür für seine Tochter ein Feld zu kaufen, und sie sagt, daß man es ihrem Manne gebe, so steht es ihr nach der Verheiratung frei, nach der Verlobung aber tue der Depositar, wie er beauftragt worden ist – so R. Meír. R. Jose sagt, einer Erwachsenen steht es frei sowohl nach der Verheiratung als auch nach der Verlobung, ist sie aber minderjährig, so tue der Depositar, wie er beauftragt worden ist, einerlei ob nach der Verheiratung oder nach der Verlobung. –
ז מאי בינייהו אילימא קטנה מן הנשואין איכא בינייהו דרבי מאיר סבר הרשות בידה ואתא רבי יוסי למימר אפילו מן הנשואין נמי גדולה אין קטנה לא
7 Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen, wollte man sagen, ein Unterschied besteht zwischen ihnen bei einer Minderjährigen nach der Verheiratung: R. Meír ist der Ansicht, es stehe ihr frei, und hierzu sagte R. Jose, auch nach der Verheiratung gelte dies nur von einer Großjährigen und nicht von einer Minderjährigen;
ח אימא סיפא אבל בקטנה אין מעשה קטנה כלום הא מאן קתני לה אילימא רבי יוסי הא מרישא שמעת מינה דאמר רבי יוסי וכי אינה אלא שדה והיא רוצה למוכרה הרי היא מכורה מעכשיו גדולה דבת זביני אין קטנה דלאו בת זביני היא לא
8 wie ist demnach der Schlußsatzzu erklären: ist sie aber minderjährig, so ist die Handlung einer Minderjährigen nichtig. Wer lehrte dies, wenn R. Jose, so geht es ja schon aus dem Anfangsatze hervor: R. Jose sagte: Selbst wenn es ein Feld ist, und sie es verkaufen will, ist ja der Verkauf von jetzt ab gültig! Dies gilt demnach nur von einer Großjährigen, die verkauffähig ist, nicht aber von einer Minderjährigen!?
ט אלא רבי מאיר היא וחסורי מיחסרא והכי קתני יעשה השליש מה שהושלש בידו במה דברים אמורים מן האירוסין אבל מן הנשואין הרשות בידה במה דברים אמורים בגדולה אבל בקטנה אין מעשה קטנה כלום אלא גדולה מן האירוסין איכא בינייהו
9 Doch wohl R. Meír, jedoch ist [die Lehre] lückenhaft und muß wie folgt lauten: so tue der Depositar, wie er beauftragt worden ist; dies gilt nur nach der Verlobung, nach der Verheiratung aber steht es ihr frei, ferner gilt dies nur von einer Großjährigen, ist sie aber minderjährig, so ist die Handlung einer Minderjährigen nichtig. – Vielmehr, einen Unterschied gibt es zwischen ihnen bei einer Großjährigen nach der Verlobung.
י איתמר רב יהודה אמר שמואל הלכה כרבי יוסי רבא אמר רב נחמן הלכה כרבי מאיר:
10 Es wurde gelehrt: R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls, die Halakha sei wie R. Jose; Raba sagte im Namen R. Naḥmans, die Halakha sei wie R. Meír.
יא אילפא תלא נפשיה באיסקריא דמכותא אמר איכא דאתי דאמר לי מילתא דבי רבי חייא ורבי אושעיא ולא פשיטנא ליה ממתניתין נפילא מאסקריא וטבענא
11 Ilpha klammerte sich einst an den Mast eines Schiffesund sprach: Wenn jemand kommt und mich etwas aus den Lehren R. Ḥijas und R. Oša͑jas fragt, und ich es nicht mit einer Mišna zu belegen weiß, so will ich mich vom Maste fallen lassen und ertrinken.
יב אתא ההוא סבא תנא ליה האומר תנו שקל לבני בשבת וראוין ליתן להם סלע נותנין להם סלע ואם אמר אל תתנו להם אלא שקל אין נותנין להם אלא שקל ואם אמר אם מתו יירשו אחרים תחתיהם בין שאמר תנו בין שאמר אל תתנו אין נותנים להם אלא שקל
12 Da kam ein Greis und fragte ihn [nach der Quelle] der folgenden Lehre: Wenn jemand [letztwillig] bestimmt, seinen Söhnen [von seinem Vermögen] einen Šeqel wöchentlich zu geben, und sie einen Sela͑brauchen, so gebe man ihneneinen Sela͑; sagte er aber, daß man ihnen nicht mehr als einen Šeqel gebe, so gebe man ihnen nur einen Šeqel. Wenn er aber hinzugefügt hat: sterben sie [kinderlos], so sollen andere an ihrer Stelle erben, so gebe man ihnen nur einen Šeqel, einerlei ob er ‘gebt’ oder ‘gebt nicht [mehr]’ gesagthat.
יג אמר ליה הא מני
13 Er erwiderte: