Ketubot 142

Kapitel 142

א בבגדי צבעונין הכא במאי עסקינן בדברים שבינו לבינה
1 daß ich mich nicht mit bunten Gewändern putzenwerde!? – Da wird von Dingen gesprochen, die zwischen ihm und ihr vorgehen. –
ב הניחא למ"ד דברים שבינו לבינה הבעל מיפר אלא למ"ד אין הבעל מיפר מאי איכא למימר דאתמר דברים שבינו לבינה רב הונא אמר הבעל מיפר רב אדא בר אהבה אמר אין הבעל מיפר שלא מצינו שועל שמת בעפר פיר
2 Allerdings nach demjenigen, welcher sagt, der Ehemann könne Gelübde über Dinge, die zwischen ihm und ihr vorgehen, auflösen, wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, er könne solche nicht auflösen!? Es wurde nämlich gelehrt: Gelübde über Dinge, die zwischen ihm und ihr vorgehen, kann der Ehemann, wie R. Hona sagt, auflösen, und wie R. Ada b. Ahaba sagt, nicht auflösen, denn wir finden keinen Fuchs tot im Schutte seiner Grube. –
ג אלא הכא במאי עסקינן כגון דתלינהו לקישוטיה בתשמיש המטה דאמרה יאסר הנאת תשמישך עלי אם אתקשט כדאמר רב כהנא
3 Vielmehr, da wird von dem Falle gesprochen, wenn sie von ihrer Schmückung den Beischlaf abhängig gemacht, indem sie gesagt hat: der Genuß deines Beischlafes sei mir verboten, falls ich mich schmücke. Dies nach R. Kahana,
ד דאמר רב כהנא הנאת תשמישי עליך כופה ומשמשתו הנאת תשמישך עלי יפר לפי שאין מאכילין לאדם דבר האסור לו
4 denn R. Kahana sagte: [Sagte sie:] der Genuß meines Beischlafes sei dir [verboten], so kann er sie zum Beischlafe zwingen, wenn aber: der Genuß deines Beischlafes sei mir [verboten], so hat er es aufzuheben, denn man darf niemand veranlassen, ihm Verbotenes zu genießen. –
ה ולא תתקשט ולא תאסר אם כן קרו לה מנוולת
5 Mag sie sich nicht schmücken und ihm nicht verboten sein!? – Man würde sie abscheulich nennen. –
ו ותתקשט ותאסר אי לב"ש שתי שבתות אי לבית הלל שבת אחת הני מילי היכא דאדרה איהו דסברה מירתח רתח עילואי והשתא מותיב דעתיה אבל הכא דנדרה איהי ושתיק לה סברה מדאישתק מיסנא הוא דסני לי:
6 Mag sie sich schmücken und ihm verboten sein, entweder zwei Wochen nach der Schule Šammajs oder eine Woche nach der Schule Hillels!? – Dies gilt nur von dem Falle, wenn er sich sie abgelobt hat, denn sie denkt: er zürnt mir und wird sich später beruhigen; wenn sie aber sich ihm abgelobt und er geschwiegen hat, denkt sie: er haßt mich.
ז רבי יוסי אומר בעניות שלא נתן קצבה: וכמה קצבה אמר רב יהודה אמר שמואל י"ב חדש רבה בר בר חנה אמר רבי יוחנן עשר שנים רב חסדא אמר אבימי רגל שכן בנות ישראל מתקשטות ברגל:
7 R. J<small>OSE SAGT</small>, <small>BEI</small> A<small>RMEN</small>, <small>WENN ER KEINE</small> F<small>RIST GENANNT HAT</small>. Welche Frist? R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Zwölf Monate. Rabba b. Bar Ḥana sagte im Namen R. Joḥanans: Zehn Jahre. R. Ḥisda sagte im Namen Abimis: Ein Fest, denn die Töchter Jisraéls pflegen sich am Feste zu schmücken.
ח ובעשירות ל' יום: מאי שנא ל' יום אמר אביי שכן אשה חשובה נהנית מריח קשוטיה ל' יום:
8 B<small>EI</small> R<small>EICHEN</small>, <small>WENN FÜR DREISSIG</small> T<small>AGE</small>. Weshalb gerade dreißig Tage? Abajje erwiderte: Eine vornehme Frau genießt den Duft ihrer Kosmetik dreißig Tage.
ט <big><strong>מתני׳</strong></big> המדיר את אשתו שלא תלך לבית אביה בזמן שהוא עמה בעיר חודש אחד יקיים שנים יוציא ויתן כתובה ובזמן שהוא בעיר אחרת רגל אחד יקיים שלשה יוציא ויתן כתובה
9 <b>W</b><small>ENN JEMAND SEINE</small> F<small>RAU MIT EINEM</small> G<small>ELÜBDE BELEGT</small> <small>HAT</small>, <small>DAS</small> H<small>AUS IHRES</small> V<small>ATERS NICHT ZU BESUCHEN</small>, <small>SO DARF ER SIE</small>, <small>WENN DIESER MIT IHR IN DERSELBEN</small> S<small>TADT WOHNT</small>, <small>WENN AUF EINEN</small> M<small>ONAT</small>, <small>BEHALTEN</small>, <small>WENN ABER AUF ZWEI</small>, <small>SO MUSS ER SIE ENTLASSEN UND IHR DIE</small> M<small>ORGENGABE AUSZAHLEN</small>; <small>WOHNT ER IN EINER ANDEREN</small> S<small>TADT</small>, <small>SO DARF ER SIE</small>, <small>WENN AUF EIN</small> F<small>EST</small>, <small>BEHALTEN</small>, <small>WENN ABER AUF DREI</small>, <small>SO MUSS ER SIE ENTLASSEN UND IHR DIE</small> M<small>ORGENGABE AUSZAHLEN</small>.
י המדיר את אשתו שלא תלך לבית האבל או לבית המשתה יוציא ויתן כתובה מפני שנועל בפניה ואם היה טוען משום דבר אחר רשאי
10 W<small>ENN JEMAND SEINE</small> F<small>RAU MIT EINEM</small> G<small>ELÜBDE BELEGT HAT</small>, <small>KEIN</small> H<small>AUS DER</small> T<small>RAUER ODER KEIN</small> H<small>AUS DES</small> F<small>ESTMAHLES ZU</small> <small>BESUCHEN</small>, <small>SO MUSS ER SIE ENTLASSEN UND IHR DIE</small> M<small>ORGENGABE AUSZAHLEN</small>, <small>WEIL ER VOR IHR</small> [<small>DIE</small> T<small>ÜR</small>] <small>ABSCHLIESST</small>; <small>BERUFT ER SICH ABER AUF EINEN GEWISSEN</small> G<small>RUND</small>, <small>SO DARF ER DIES</small>.
יא אמר לה ע"מ שתאמרי לפלוני מה שאמרת לי או מה שאמרתי לך או שתהא ממלאה ומערה לאשפה יוציא ויתן כתובה:
11 W<small>ENN ER ZU IHR GESAGT HAT</small>: <small>UNTER DER</small> B<small>EDINGUNG</small>, <small>DASS DU JENEM SAGST</small>, <small>WAS DU MIR GESAGT</small><small>HAST</small>, <small>ODER</small>: <small>WAS ICH DIR GESAGT HABE</small>, <small>ODER</small>: <small>DASS DU SCHÖPFEST UND AUF DEN</small> M<small>ÜLLHAUFEN SCHÜTTEST</small>, <small>SO MUSS ER SIE ENTLASSEN UND IHR DIE</small> M<small>ORGENGABE AUSZAHLEN</small>.
יב <big><strong>גמ׳</strong></big> הא גופא קשיא אמרת רגל אחד יקיים הא שנים יוציא ויתן כתובה אימא סיפא שלשה יוציא ויתן כתובה הא שנים יקיים
12 GEMARA. Dies widerspricht sich ja selbst; zuerst heißt es: daß er, wenn auf ein Fest, sie behalten dürfe, wonach er, wenn auf zwei, sie entlassen und ihr die Morgengabe auszahlen muß, und im Schlußsatze heißt es, daß er, wenn auf drei [Feste], sie entlassen und ihr die Morgengabe auszahlen müsse, wonach er, wenn auf zwei, sie behalten darf!?
יג אמר אביי סיפא אתאן לכהנת ורבי יהודה היא רבה בר עולא אמר לא קשיא כאן ברדופה כאן בשאינה רדופה
13 Abajje erwiderte: Der Schlußsatz spricht von einer Priestersfrau, nach R. Jehuda. Rabba b. U͑la erwiderte: Das ist kein Widerspruch; das eine, wenn es sietreibt, das andere, wenn es sie nicht treibt.
יד (שיר השירים ח, י) אז הייתי בעיניו כמוצאת שלום אמר רבי יוחנן ככלה שנמצאת שלמה בבית חמיה ורדופה לילך ולהגיד שבחה בבית אביה
14 <i>Ich war dann in seinen Augen wie eine, die Frieden findet</i>, R. Joḥanan erklärte: Wie eine junge Frau, die im Hause ihres Schwiegervaters tadelfreibefunden worden ist, und es sie in ihres Vaters Haus treibt, ihr Lob zu erzählen.
טו (הושע ב, יח) והיה ביום ההוא נאום ה' תקראי אישי ולא תקראי לי עוד בעלי אמר רבי יוחנן ככלה בבית חמיה ולא ככלה בבית אביה:
15 <i>An jenem Tage, Spruch des Herrn, wirst du mich ‘mein Gatte’ nennen und nicht ‘mein Mann’</i>. R. Joḥanan erklärte: Wie eine junge Frau im Hause ihres Schwiegervaters, und nicht wie eine junge Frau im Hause ihres Vaters.
טז המדיר את אשתו וכו': בשלמא לבית המשתה
16 W<small>ENN JEMAND SEINE</small> F<small>RAU MIT EINEM</small> G<small>ELÜBDE BELEGT</small> &amp;<small>C</small>.