Ketubot 217

Kapitel 217

א תשב עד שתלבין ראשה אדמון אומר יכולה היא שתאמר אילו אני פסקתי לעצמי אשב עד שתלבין ראשי עכשיו שאבא פסק מה אני יכולה לעשות או כנוס או פטור אמר רבן גמליאל רואה אני את דברי אדמון:
1 SO MAG [<small>DIE</small> T<small>OCHTER</small>] <small>WARTEN, BIS IHR DER</small> K<small>OPF WEISS</small><small>WIRD.</small> A<small>DMON SAGT, SIE KÖNNE SAGEN:</small> H<small>ÄTTE ICH ES VERSPROCHEN, SO HÄTTE ICH ZU WARTEN, BIS MIR DER</small> K<small>OPF WEISS WIRD, ABER MEIN</small> V<small>ATER HAT ES VERSPROCHEN, WAS KANN ICH DAFÜR; HEIRATE</small> [<small>MICH</small>] <small>ODER GIB</small> [<small>MICH</small>] <small>FREI</small>. R. G<small>AMLIÉL SPRACH:</small> M<small>IR LEUCHTEN DIE</small> W<small>ORTE</small> A<small>DMONS EIN.</small>
ב <big><strong>גמ׳</strong></big> מתני' דלא כי האי תנא דתניא אמר רבי יוסי ברבי יהודה לא נחלקו אדמון וחכמים על הפוסק מעות לחתנו ופשט לו את הרגל שיכולה היא שתאמר אבא פסק עלי מה אני יכולה לעשות
2 GEMARA. Unsere Mišna vertritt nicht die Ansicht des Autors der folgenden Lehre: R. Jose b. R. Jehuda sagte: Admon und die Weisen streiten nicht über den Fall, wenn jemand seinem Schwiegersohne einen Geldbetrag ausgesetzt hat und ihm nachher den Fuß entgegenstreckt; sie kann sagen: mein Vater hat es versprochen, was kann ich dafür.
ג על מה נחלקו על שפסקה היא על עצמה שחכמים אומרים תשב עד שתלבין ראשה אדמון אומר יכולה היא שתאמר כסבורה אני שאבא נותן עלי ועכשיו שאין אבא נותן עלי מה אני יכולה לעשות או כנוס או פטור אמר רבן גמליאל רואה אני את דברי אדמון
3 Sie streiten nur über den Fall, wenn sie selber ausgesetzt hat; die Weisen sagen, sie mag warten, bis ihr der Kopf weiß wird, und Admon sagt, sie könne sagen: ich dachte, mein Vater werde ihn für mich geben, was kann ich nun dafür, daß mein Vater ihn für mich nicht gibt; entweder nimm [mich] oder gib [mich] frei. R. Gamliél sprach: Mir leuchten die Worte Admons ein.
ד תנא במה דברים אמורים בגדולה אבל בקטנה כופין כופין למאן אילימא לאב איפכא מיבעי ליה אלא אמר רבא כופין לבעל ליתן גט
4 Es wird gelehrt: Dies gilt nur von einer Erwachsenen, bei einer Minderjährigen aber zwinge man ihn. – Wen zwinge man: wenn den Vater, so müßte es ja entgegengesetztlauten!? Vielmehr, erklärte Raba, man zwinge den Ehemann, ihr einen Scheidebrief zu geben.
ה אמר ר' יצחק בן אלעזר משמיה דחזקיה כל מקום שאמר רבן גמליאל רואה אני את דברי אדמון הלכה כמותו אמר ליה רבא לרב נחמן אפי' בברייתא א"ל מי קאמרינן במשנה בכל מקום שאמר רבן גמליאל קאמרינן
5 R. Jiçḥaq b. Elea͑zar sagte im Namen Ḥizqijas: Überall, wo R. Gamliél sagte, ihm leuchten die Worte Admons ein, ist die Halakha nach ihm zu entscheiden. Raba sprach zu R. Naḥman: Auch in der Barajtha? Dieser erwiderte: Heißt es etwa: in unsere Mišna!? Es heißt: überall, wo R. Gamliél sagte.
ו אמר ר' זירא אמר רבה בר ירמיה ב' דברים שאמר חנן הלכה כיוצא בו שבעה דברים שאמר אדמון אין הלכה כיוצא בו מאי קאמר
6 R. Zera sagte im Namen des Rabba b. Jirmeja: Bei den zwei Dingen, die Ḥanan lehrte, ist die Halakha nach dem ihm zustimmendenzu entscheiden, und bei den sieben Dingen, die Admon lehrte, ist die Halakha nicht nach dem ihm zustimmendenzu entscheiden. – Wie meint er es:
ז אילימא הכי קאמר שני דברים שאמר חנן הלכה כמותו וכיוצא בו ושבעה דברים שאמר אדמון אין הלכה כמותו ולא כיוצא בו והאמר רבי יצחק בן אלעזר משמיה דחזקיה כל מקום שאמר רבן גמליאל רואה אני את דברי אדמון הלכה כמותו
7 wollte man sagen, er meine es wie folgt: bei den zwei Dingen, die Ḥanan lehrte, sei die Halakha nach ihm und dem ihm zustimmenden zu entscheiden, und bei den sieben Dingen, die Admon lehrte, sei die Halakha nicht nach ihm und dem ihm zustimmenden zu entscheiden, so sagte ja R. Jiçḥaq b. Elea͑zar im Namen Ḥizqijas, daß überall, wo R. Gamliél sagte, ihm leuchten die Worte Admons ein, die Halakha nach ihm zu entscheiden sei!? –
ח אלא ה"ק שני דברים שאמר חנן הלכה כמותו וכיוצא בו שבעה דברים שאמר אדמון אין הלכה כיוצא בו הא כמותו הלכה בכולהו
8 Vielmehr, er meint es wie folgt: bei den zwei Dingen, die Ḥanan lehrte, ist die Halakha nach ihm und dem ihm zustimmenden zu entscheiden, und bei den sieben Dingen, die Admon lehrte, ist bei allen die Halakha nach ihm zu entscheiden, nicht aber nach dem ihm zustimmenden. –
ט והאמר רבי יצחק בן אלעזר משמיה דחזקיה כ"מ שאמר רבן גמליאל רואה אני את דברי אדמון הלכה כמותו אמר אין לא אמר לא
9 R. Jiçḥaq b. Elea͑zar sagte ja aber im Namen Ḥizqijas, daß überall, wo R. Gamliél sagte, ihm leuchten die Worte Admons ein, die Halakha nach ihm zu entscheiden sei; nur wo er es sagte, nicht aber wo er es nicht sagte!? –
י אלא ה"ק שני דברי' שאמר חנן הלכה כמותו וכיוצא בו שבעה דברים שאמר אדמון יש מהן שהלכה כמותו וכיוצא בו ויש מהן שאין הלכה כמותו אלא כיוצא בו
10 Vielmehr, er meint es wie folgt: bei den zwei Dingen, die Ḥanan lehrte, ist die Halakha nach ihm und dem ihm zustimmenden zu entscheiden, von den sieben Dingen, die Admon lehrte, sind manche, bei denen die Halakha nach ihm und dem ihm zustimmenden zu entscheiden ist, und manche, bei denen nicht nach ihm und dem ihm zustimmenden zu entscheiden ist;
יא בכ"מ שאמר רבן גמליאל רואה אני את דברי אדמון הלכה כמותו אינך לא:
11 überall, wo R. Gamliél sagte, ihm leuchten die Worte Admons ein, ist die Halakha nach ihm zu entscheiden, bei den übrigen aber nicht.
יב <big><strong>מתני׳</strong></big> העורר על השדה והוא חתום עליה בעד אדמון אומר השני נוח לי והראשון קשה הימנו
12 <b>W</b><small>ENN JEMAND</small> A<small>NSPRUCH AUF EIN</small> F<small>ELD ERHEBT</small><small>UND ER SELBER DABEI ALS</small> Z<small>EUGE UNTERSCHRIEBEN</small><small>IST, SO WAR IHM, WIE</small> A<small>DMON SAGT, DER ANDERE LIEBER, DENN DER ERSTE WAR SCHLIMMER</small><small>ALS DIESER</small>.
יג וחכמים אומרים איבד את זכותו עשאה סימן לאחר איבד את זכותו:
13 D<small>IE</small> W<small>EISEN SAGEN, ER HABE SEINEN</small> A<small>NSPRUGH</small><small>VERLOREN.</small> N<small>ANNTE</small> [<small>DER</small> V<small>ERKÄUFER</small>] <small>ES ALS</small> G<small>RENZZEICHEN</small><small>FÜR EINEN ANDEREN, SO HAT ER SEINEN</small> A<small>NSPRUCH VERLOREN</small>.
יד <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר אביי לא שנו אלא עד אבל דיין לא איבד את זכותו דתני ר' חייא אין העדים חותמין על השטר אלא א"כ קראוהו
14 GEMARA. Abajje sagte: Dies gilt nur von einem Zeugen, ein Richteraber hat seinen Anspruch nicht verloren. Denn R. Ḥija lehrte: Zeugenunterschreiben eine Urkunde, nur wenn sie sie gelesen haben,